12./13. März – Same, same – but different

P1190036Wo unsere Reise vor 70 Tagen begonnen hatte, endete sie auch – in Bangkok.

Auch nach 20 Jahren immer wieder anders, aber auch immer wieder gleich. Immer wieder absolut faszinierend und inzwischen sehr vertraut.

Obwohl sich gerade in den letzten Jahren eine Menge geändert hat – und nicht unbedingt alles zum Besten. 

Der Weg dorthin war noch mal eine kleine Herausforderung – es ging direkt von Kampot zum Flughafen nach Phnom Penh. So eine lange Anfahrt über Land ist ein gewisses Risiko, aber nach knapp 2 1/2 Stunden waren wir am Flughafen. Eine abwechslungsreiche und schöne Strecke auf guter Straße mit relativ wenig Verkehr – erst kurz vor der Stadt wurde es hefiger.

Um den Flughafen zahlreiche Bekleidungsfabriken – eine Menge davon stehen allerdings leer. Schilder weisen darauf hin, dass sie zu verkaufen oder vermieten sind. Grund dafür dürfte unter anderem sein, dass die Regierung den Mindestlohn für die dort Beschäftigten im Januar 2016 zum 2. Mal innerhalb von zwei Jahren angehoben hat – er soll künftig bei 140$/Monat liegen.

Vielen Fabrikbesitzern ist dieser Hungerlohn – von dem man auch in einem Billig-Land wie Kambodscha kaum leben kann – zu viel, sie ziehen weiter, in andere Länder, wo die Ausbeutung der Menschen noch mehr geduldet wird.

Air Asia hob pünktlich um 17:10 ab, um 18:20 waren wir in Bangkok, am alten Flughafen Don Mueang. Dieses Mal ging es im Gegensatz zu dem Desaster vor zwei Wochen, wo wir fast eine Stunden aufs Gepäck warten mussten – flott raus aus dem Flughafen, rein ins Taxi und eine gute Stunde nach der Landung waren wir bereits im Millennium Hilton. Nach einigem Zögern hatten wir uns für den Abschluss doch noch mal für’s Hilton entschlossen – die Lage ist einfach prima und der Service sowieso.
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Und die Betten sind ein Traum – da muss man sich schon fast zum Aufstehen zwingen!

Eine Nacht (und ein richtig tolles langes Frühstück!!!) später überlegten wir, wo es heute hin gehen sollte. Nachdem wir wochenlang neue Eindrücke gesammelt hatten, war uns heute eher nach Alt-Vertrautem. Nach ein bisschen den Fluss entlang, ein bisschen Märkte gucken, schauen, ob der riesige stehende Buddha noch steht …

Also erst mal mit der Fähre über den Fluss – und einen kleinen Waran bewundern, der sich gemütlich auf einem Mauervorsprung in der Sonne aalte.
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Erstaunlich, was sich so alles in den trüben Fluten des Chao Phraya herum treibt 😉 Vorbei an alten …
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… und auf alt getrimmten neuen Gebäuden …
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… ging’s nach Norden. Hektisches Aus- und einsteigen an jeder Haltestelle …
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… und im Inneren des Bootes werden die Sitzplätze knapp (wobei es hier noch seeeehr viel Platz gibt – denn wir sind an den großen Touristen-Attraktionen vorbei!)
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Wir steigen aus an der Tha Thewes – hier ist es friedlich und ruhig.
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Bloß im Wasser herrscht Hektik – hier kämpfen Fluß-Welse um Futter.
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Aber auf der Straße wieder entspannte Schläfrigkeit …
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Und ein Plätzchen zum Abklühlen findet sich auch überall.
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Eine schmale Fußgängerbrücke führt über den Kanal –
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– und mitten in einen kleinen Markt. Hier wird überwiegend Fisch und Gemüse verkauft.
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Es riecht reichlich streng – wir schlendern zur anderen Seite des Kanals, zum Blumen- und Pflanzen-Markt. Ausschließlich Topfpflanzen werden hier angeboten – eine Orgie in allen Farben!

Ein paar Schritte weiter biegen wir in eine winzige Gasse ab – was zunächst wenig vertrauenerweckend aussieht, ist eine friedlich-freundliche Gegend. Kleine Garküchen, ein Waschsalon und kleine Handwerksbetriebe …

Und am Ende landet man mitten im Wat Indraviharn, mit dem größten stehenden Buddha Bangkoks.
Die Tempelanlage ist eine verwirrende Mischung aus buddhistischen Heiligtümern, chinesischen Tempeln und diversen anderen Elementen.

Wir waren schon X-Mal hier – aber immer wieder genießen wir die Stimmung, die monotonen Gebete der Mönche, die über Lautsprecher übertragen werden, die andächtige Versunkenheit der Gläubigen. eine der vielen kleinen Oasen im Großstadt-Getümmel…
Gemütlich geht es durch kleine Seitenstraßen zurück zum Fluss und mit dem Boot wieder heimwärts.

Während Dieter sich ins Hotel verzieht, mache ich noch einen kleinen Besuch in einem meiner absoluten Lieblingsläden.
Das winzige „From Siam with Love“ wird von einem Geschwisterpaar betrieben, liegt nicht weit entfernt vom Oriental Hotel und bietet zauberhafte Schals und Kleider aus handgewebter Seide, Leinen und Baumwolle. Dazu ebenfalls handgefertigter edler Silberschmuck und weitere Accessoires – alles sehr schlicht und edel, nicht billig, aber auch nicht teuer und jeden Baht wert!
Natürlich bleibt es nicht bei einem einzigen Schal – aber es stehen ja demnächst ein paar Geburtstage an …
Und dann gibt es nur noch entspanntes Genießen auf der Dachterrasse des Hilton – mit Traumblick über das Lichtermeer der Stadt, aber ohne Kamera!

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