Il est cinq heures, Paris s’éveille ….

p1250776Ok – ganz so früh waren wir dann doch nicht wach….

Es ist Jahrzehnte her, dass ich dieses Lied zuletzt gehört habe. 1968 sang Jacques Dutronc den etwas sinsistren Song über Betrunkene, LkWs und Stripperinnen am frühen Morgen in Paris. Und irgendwie war das für mich immer DER Song über Paris!

Als dann heute am doch ziemlich frühen Morgen die Müllabfuhr durch die schmale Rue Greneta rumpelte, fiel mir beim Aufwachen spontan dieses Lied ein…

Es hatte geregnet heute Nacht. Die Straße glänzte, aber die Dächer vis-á-vis leuchteten bereits in der Morgensonne. Und zwischen den Wolken war schon jede Menge Blau zu sehen! Wir wohnen im 4. Stock – hell, luftig und mit tollem Blick über die Dächer.

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Schnell die kleine Straße vor laufen, Baguette und Croissants kaufen, dazu Butter und Käse, ein bisschen Schinken und ein Gläschen Marmelade aus der Provence … Bis ich wieder im Apartment bin, dampft der Kaffee schon in den Tassen. Frühstück mit Blick auf die Dächer von Paris …. schöööön!

Wir schlendern um die Ecke – entdecken eine licht-durchflutete Passage neben einem winzigen unscheinbaren Bistro.

Das Centre Pompidou – sieht irgendwie immer nach Baustelle aus. Und die langen Schlangen am Eingang, wo akribisch jede Tasche durchleuchtet und gefilzt wird, schrecken uns ab. Dabei wär ich wirklich gerne durch die Röhren nach oben gefahren/gelaufen – der Blick von ganz oben soll toll sein!
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Stattdessen gibt es direkt gegenüber eine Chocolaterie – da würde ich gerne mal ausgiebig stöbern und probieren Zwinkerndes Smiley!
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Wenig später sind wir am Hôtel de Ville – das Rathaus aus dem 19. Jh. ist wirklich beeindruckend!
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Viel Zeit für die Würdigung hab ich allerdings nicht – wir brauchen heute einen Tagespass für die Öffis. Der heißt hier Mobilis, kostet 7,30€ und gilt einen Tag lang für alle Busse und Bahnen. Leider gibt es ihn nur in einer Metro-Station – wir wollen aber erst mal mit dem Bus fahren. Deshalb tauche ich ab in die Tiefen der Metro, während mein Reisegefährte mit der Video-Kamera die Schönheiten des Rathauses festhält.

Den Ticket-Automaten füttere ich routiniert mit Euro-Münzen, dann warten wir in der Rue Rivoli auf den Bus No. 72, der uns zu einer kostengünstigen Sightseeing-Tour fahren soll.

Paris kann man zu Fuß entdecken – wenn man sehr konditionsstark ist. Oder mit teuren Sightseeing-Bussen, wenn man faul ist und/oder Geld keine Rolle spielt. Oder man fährt einfach mit den Linien-Bussen, steigt aus, wo man Lust hat und fährt weiter, wohin man Lust hat Zwinkerndes Smiley. Uns fährt der Bus No. 72 mitten durch die Stadt und dann am Seine-Ufer entlang bis zur Pont de Bir Hakeim.

Diese Brücke ist so was wie ein Geheimtipp für Eiffelturm-Fotos und außerdem absolut sehenswert! Sie hat zwei Stockwerke – oben fährt die Metro, unten fahren Autos und gehen Fußgänger.

Und man hat einen absoluten Top-Blick auf den Eiffelturm und die Hausboot-Flotte, die zu seinen Füßen liegt.

Richtig gemütlich hat sich hier so mancher auf seinem Boot eingerichtet – auch wenn gelegentlich etwas seltsame Gegenstände auf Deck zu sehen sind.

Es sind nur wenige Schritte von der Brücke zum Eiffelturm – aber so richtig nah ran kommt man leider nicht mehr. Auch einfach mal zwischen den eisernen Füßen hindurch schlendern zum Champ de Mars – Fehlanzeige!

Alles ist hermetisch abgeriegelt, Dutzende bewaffnete Soldaten lassen nur Leute hinter die Absperrung, die ein Ticket haben – und auch die werden akribisch durchsucht.p1250748
Wir pirschen uns vorsichtig an der Seite entlang, vorbei am Kinderkarussell.P1250747
Und landen in einem kleinen Park, von dem man unerwartete und wunderschöne Blicke auf den Eiffelturm hat. Oder zumindest auf die Beine …

In seiner ganzen Größe und Schönheit sehen wir ihn dann von gegenüber – am anderen Ufer der Seine, von den Stufen des Trocadero aus.
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Das Trocadero hat zwar durch den teilweisen Abriss bei der Weltausstellung 1937 einiges an Pracht verloren, ist aber mit seinen Springbrunnen und Wasserbecken immer noch ziemlich eindrucksvoll und monumental.
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Von hier aus müssen wir erst mal nach Hause fahren – denn ich hab mal wieder meinen Ersatz-Akku vergessen und die Kamera streikt … Zum Glück ist das mit Tagesticket und schneller Metro kein größeres Problem. Und ein Tässchen Kaffee daheim auch ganz willkommen.

Es ist deshalb schon späterer Nachmittag, als wir am Fuß des Montmartre ankommen – aber dafür werden wir mit tollem Licht belohnt!p1250795
Der kleine wendige Montmartrobus nimmt uns einen großen Teil der Kletterei nach oben zum „Butte Montmarte“ ab. 130 m klingt zwar nicht sonderlich hoch, aber hier geht es überwiegend über Treppen und steile Gässchen nach oben – und wir haben heute doch schon etliche Kilometer in den Beinen.

Als wir aussteigen, sind es dann nur nur noch wenige Meter bis zur Basilika Sacré-CœurVorbei an Andenkenläden, unzähligen Kneipen, mit und ohne Straßenmusikanten und durch schmale Gässchen nähern wir uns der Basilika.

Und da steht sie – schneeweiß vor einem tiefblauen Himmel…

Aber – auch der Blick nach unten, über die Stadt ist gigantisch!
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Ein Schlenker zu den Malern und Galeristen, für die der Montmartre bekannt und berühmt ist …

… dann geht’s wieder nach unten.

Auf halber Höhe setzen wir uns in ein Straßencafé und genießen bei Pastis und Bier den Blick auf die Dächer von Paris in der Abendsonne.
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Vorbei an kleinen Lädchen, in denen ich Stunden verbringen könnte, an Bäckereien, deren Ware jedes Hüft-Kilo wert sind, geht’s weiter.

Das Licht schwindet langsam, die Schatten werden länger – aber in diesem Licht wirkt sogar das Moulin Rouge fast schon romantisch!

Zurück im Marais gibt es wieder ein Abendessen im Straßencafé in der Rue Montorgueil und später den Blick vom Balkon zur „Kleinen Kneipe am Ende der Straße“  – hier ist jeden Abend bis spät in die Nacht was los!
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6 Kommentare zu “Il est cinq heures, Paris s’éveille ….

  1. hachja, der eiffelturm und paris – kann man sich immer wieder anschauen ❤ besonders mag ich das foto von invalides mit den warmen, weichen farben. wunderschön!

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