Last Day in Paris …

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Ich hasse Abschiede.
Vor allem, wenn etwas Schönes zu Ende geht.
Wenn eine – kurze oder lange – Reise zu Ende geht…

Aber – irgendwie macht das ja auch Platz für Neues.
Und die nächste große Reise kommt ja auch schon bald
🙂

Da bleibt nur – ein letztes Mal die Morgenstimmung in der Rue Greneta genießen …
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Dann sammeln wir unsere Siebensachen ein. Schon erstaunlich, wie schnell man sich in so ner Wohnung ausbreitet- und bei den vielen Schränken muss ich höllisch aufpassen, dass nichts zurück bleibt.

Allen Überredungs-Versuchen zum Trotz müssen wir um 10 Uhr raus – die nächsten Gäste kommen am Nachmittag und vorher muss noch geputzt werden. Die Auscheck-Prozedur ist schmerzlos-schnell: Tür abschließen, Schlüssel unter die Fußmatte legen …. 😉 – das war’s.

Unser Zug geht erst um 15:20, also noch viel Zeit. Mit Koffer läuft man allerdings nicht gerne herum – wir beschließen deshalb, unser Gepäck in einem Schließfach im Gare de l’Est zu deponieren. Der Bahnhof ist riesig, sehr elegant – aber erstaunlich übersichtlich und sehr gut beschildert.
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Ohne Probleme finden wir die Gepäckaufbewahrung im Untergeschoss, der Koffer wird akribisch geröntgt, dann dürfen wir in den Schließfach-Bereich. 9€ kostet uns die Aufbewahrung des Koffers – aber Alternativen gibt es keine.

Deutlich erleichtert schauen wir uns noch oben um, wo die Züge abfahren – filigrane Dachstrukturen und schöne alte Details …
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Anders als bei uns gibt es keine aushängenden Fahrpläne, auf den elektronischen Anzeigen sind die Nachmittagszüge natürlich noch nicht zu sehen, und niemand kann uns konkret sagen, von welchem der mehr als 20 Gleise unser Zug heute Nachmittag abfahren wird. Aber das werden wir dann schon noch rauskriegen.
Jetzt geht’s erst mal wieder runter ins Untergeschoss, zur Metro. Hier wird für Pipi-Pausen bei 300 km/h geworben …
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Ich kann bestätigen, dass das problemlos klappt 😉
Es geht Richtung Oper – ein Prachtbau mit viel Gold und malerischen Fassaden-Details.
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Leider fängt es jetzt etwas zu Nieseln an – und wir flüchten in ein Gebäude, das der Traum von Frauen und vermutlich der Albtraum vieler Männer ist: Die Galeries Lafayette. Natürlich stand das Kaufhaus ohnehin auf meiner to-do Liste – aber so was sagt man einem Mann vorher besser nicht. 😉

Un dort findet man/Frau fast alles, was das Modeherz begehrt – Schuhe von Jimmy Choo, Klamotten von Armani bis Versace – und gut essen kann man ebenfalls in diversen Restaurants, Sushi-Bars und Cafés. Auch Feinkost gibt es – und wer nicht weiß, was er mit den Köstlichkeiten machen soll, kann sogar einen Kochkurs besuchen.

Allerdings wollte ich dort weder einkaufen noch essen –  es ging mir einzig und allein um die sagenhafte Glaskuppel. Anfang des 20. Jh. wurde der Flagshipstore der Galeries Lafayette erbaut – und im Herzen des Gebäudes eine 33 m hohe kreisrunde Galerie-Halle (die stark an die Logen in einer Oper erinnern), gekrönt von einer 40 m hohen Glaskuppel.

Nur wenige Meter weiter der nächste Shopping-Tempel – das nicht weniger berühmte Kaufhaus Au Printemps„.Auch hier lupenreiner Jugendstil – sogar noch etwas älter als die Galeries Lafayette. Auch hier gibt es eine wunderbare Glaskuppel – aber wir wollten den Tag ja nicht in Kaufhäusern verbringen und zockelten weiter, Richtung Place Vendôme.

Was aus der Ferne einfach nur wie eine hohe Säule zwischen Häuserfluchten aussieht …
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… entpuppt sich aus der Nähe als wunderschöner,  fast schon intimer, Platz – mit tanzenden Bäumen!

Eine Kunst-Installation verwandelte den Platz für einige Woche quasi in eine Tanzbühne …

Durch die Bogengänge des Carré des Feuillants mit seinen farbenfrohen Mosaik-Böden schlenderten wir Richtung Tuilerien, zur Metro-Station.

Vorbei an malerischen kleinen Geschäften und Imbisswagen.Unterirdisch ging’s auf die andere Seite der Seine, zum Invaliden Dom. Um in den Dom rein zu kommen, muss man durch den Hof des Armee-Museums gehen – wo man am Eingang akribisch kontrolliert wird. Keine Handtasche, kein Rucksack bleiben derzeit in Paris ungeöffnet, wenn man in irgendeine Sehenswürdigkeit hinein will. Zu tief sitzt die Angst vor weiteren Anschlägen.

Im Hof ging’s martialisch zu – reihenweise stehen dort Kanonen. Vermutlich geht aber keine von ihnen jemals wieder los.
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Vom Dom sah man erst mal nur die Kuppel – der Eingang zur Kirche liegt jedoch an der Stirnseite des Hofes. Innen ist es – naja, eben wie in einer Kirche… Zum Grab Napoleons kommt man über einen anderen Eingang und nur nach Zahlung einer Gebühr – das sparten wir uns heute.

Stattdessen umrundeten wir die Anlage, um von der anderen Seite einen bessern Blick zu bekommen. Und da schob er sich dann auch ziemlich malerisch ins Bild.
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So langsam wurde es Zeit, wieder Richtung Bahnhof zu ziehen – also rein in die Metro, zwei Mal umsteigen, dann waren wir wieder am Gare de l’Est. Und weil doch noch noch Zeit war, stiefelten wir noch eine Weile in der Gegend rum. Bis zum wunderschönen Canal St. Martin sind es vom Bahnhof nur ein paar Schritte durch einen hübschen kleinen Park.
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Noch ein Kaffee in einer kleinen Bar …
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Noch ein Blick in die Schaufenster der süßen kleinen Läden …
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Dann schlendern wir zurück zum Bahnhof, der inzwischen weiß-leuchtend in der Sonne liegt.
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Holen unseren Koffer aus dem Schließfach, kaufen noch ein bisschen Kuchen für unterwegs – und stellen oben fest, dass noch immer nirgendwo angezeigt ist, wo unser Zug abfährt.

Allerdings stehen nur zwei ICEs im Bahnhof und einer davon hat unsere Zugnummer! Statt auf dem zugigen Bahnsteig herum zu stehen, steigen wir einfach mal in den noch total leeren Zug ein – obwohl es noch 20 Minuten bis zur Abfahrt sind.
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Wir machen es uns bequem – und das kann man wirklich so nennen! So viel Beinfreiheit hätte ich gerne mal in einem Flugzeug!
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Tja – und dann dauert es – trotz Verspätung! – nur noch gute 3 1/2 Stunden, bis wir wieder ein Heidelberg ankommen.

Schön war’s – müsste man öfter machen … 😉

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