Abschied von Myanmar

p1260437Rasend schnell war sie vorbei, die Zeit in Myanmar.

Wir hatten vorher lange überlegt, ob wir dieses Land nochmal besuchen sollten, nachdem wir in den vergangenen 12 Jahren bereits 5 mal da waren.

Seit der Öffnung hatten wir nicht nur Gutes gehört und gelesen – und uns deshalb entschieden, dass wir sämtliche touristischen Hotspots auslassen und uns auf den noch eher ursprünglichen Süden konzentrieren würden.

Und da war es auch tatsächlich noch, das ganz ursprüngliche Myanmar. Zwar hat sich das Leben der Menschen auch hier deutlich verändert und vermutlich auch verbessert, haben Internet und Handys Einzug gehalten, gibt es fast überall stabile Stromversorgung und moderne Fahrzeuge – aber das Leben geht immer noch sehr gemächlich seinen Gang.
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Für uns ging die Zeit in Myanmar heute auch eher gemächlich zu Ende – noch mal ein tolles Frühstück im Garten, stressfrei zum Flughafen, denn wir wollten nach Chiang Mai (Nordthailand) fliegen. Das internationale Terminal sieht heute aus – naja, wie eben Flughäfen so aussehen.
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Allerdings war es auf Kühlschrank-Niveau runter gekühlt – und ich hatte leichtfertig meine Fleecejacke in den Koffer gesteckt und nur ein dünnes Baumwoll-Jäckchen dabei.

Zum Glück ging der Check-in recht fix, danach wanderten wir noch ein bisschen staunend im Terminal herum. Kein Vergleich zu der heruntergekommen Wellblech-Baracke des alten Flughafens, wo die ankommenden Koffer einfach mit einem Wagen in die Halle gefahren und dort in einem Berg abgeladen wurden. Wo die Ein- und Ausreiseprozedur umständlich und langwierig war. Wo Tickets und Gepäckanhänger noch von Hand geschrieben wurden …

Jetzt ist alles digitalisiert und im Ankunftsbereich sind Schalter, wo man sich spottbillig mit Simkarten fürs Handy versorgen kann. Das lohnt sich, denn das Wlan in den Hotels ist nicht immer sehr zuverlässig und oft recht langsam.

Auch Bankschalter gibt es, an denen man wechseln kann – aber wenn man nach der Ankunft einfach rechts um die Ecke herum geht, findet man dort auch ATMs.
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Vorbei die Zeiten, als man mit dicken Bündeln möglichst druckfrischer US-Dollar im Gepäck anreiste und die auf dem Schwarzmarkt tauschte. Heute braucht man wirklich keine Dollar mehr mitzunehmen, nicht mal als Reserve – nirgendwo hatten wir auch nur die geringste Chance, unsere vorsorglich mitgebrachten Dollar an den Mann zu bringen.

Zwar weisen hochpreisige Hotels und auch die Fluggesellschaften ihre Zimmer- bzw. Flugpreise noch immer in Dollar aus, die zahlt man aber sowieso nicht bar, sondern mit Kreditkarte. Und alles andere wird in Kyat bezahlt.

Unser Flug mit Bangkok Airways startete ein ganzes Stück früher als geplant – und das war dann der Abschied vom Land der goldenen Pagoden.
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Da bei dem meist extrem langsamen Internet in Myanmar leider die Erstellung der täglichen Reiseroute auf der Karte nicht möglich war, werden die Karten mit dem Reiseverlauf innerhalb Myanmars hiermit nachgereicht.

So bald wir wieder in Thailand sind, wo das Netz deutlich besser und schneller ist, wird es wieder regelmäßie Routenkarten zu den Beiträgen geben.

1. Bangkok – Mae Sot (mit dem Flieger)
2. Mae Sot – Hpa An – Moulmein – Ye – Dawei

Hier haben wir allerdings die Strecke zwischen Hpa An und Moulmein (Mawlamyine) nicht auf der Straße, sondern mit dem Boot zurück gelegt – nur ließ sich das in den Google-Maps nicht darstellen.

3. Dawei – Yangon

2 Kommentare zu “Abschied von Myanmar

  1. Ich bin seinerzeit von Mawlamaying nach Yangon mit dem Zug zurück gefahren. Eine durchaus spannende Möglichkeit, die allerdings viel Zeit in Anspruch nimmt, aber zu nette Begegnungen geführt hat. Leider hatte ich Flitzefisch und konnte nicht alles probieren, was mir da so während der langen Fahrt von den Sitznachbarn angeboten wurde.

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    • Zug fahren ist in Myanmar natürlich ein ganz besonderes Erlebnis – aber man braucht schon ziemlich viel Sitzfleisch und viel Geduld, denn pünktlich sind sie so gut wie nie.

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