Lauter Ups – keine Downs …

P1280903Wer sich mal ne Landkarte von Westaustralien ansieht, stolpert im Südwesten des Staates garantiert über die mehr als seltsamen Ortsnamen.  Eine ganze Menge davon endet nämlich auf die Silbe “up”.

Viele sind richtige Zungenbrecher – um Gnowangerup, Yallingup, Manjimup oder Gidgegannup flüssig auszusprechen, muss man schon ein bisschen üben.

Hinter all den Ups steckt natürlich eine Bedeutung: Die Silbe kommt aus dem Dialekt der Noongar, einem hiesigen Aborigines-Stamm, und bedeutet “Ort von”.

Yallingup” bedeutet “Ort der Liebe”, “Gnowangerup” ist der Ort, wo die Mallee Henne brütet und “Gidgegannup” der, wo Speere gefertigt werden.

Und um das Wortspiel mal fortzusetzen – die Region South West in Western Australia ist wirklich eine Weltecke, wo sich die Superlative überbieten und es im Grunde keine Enttäuschungen gibt.

Auf jeden Fall nicht bei den Stränden! Nicht nur, dass der Sand hier strahlend weiß ist, das Wasser eine unglaubliches Türkis-Aquamarin zeigt – es ist auch glasklar und absolut sauber. Das liegt natürlich zum einen daran, dass hier vergleichsweise wenige Menschen leben, aber vor allem daran, dass es nur sehr wenig Industrie gibt. Und auch nur einige wenige Tiefseehäfen, die Frachtschiffe anlaufen können.

Also lauter Ups …

Wer mit Sand und Meer nichts anfangen kann, sollte jetzt einfach weg-klicken. Der heutige Beitrag ist extrem strandlastig!

Wobei ich natürlich auch erst mal die eine oder andere Bemerkung über unser tolles Frühstück machen könnte – vom 5-Minuten Ei über Joghurt und Obst, Cheddar-Käse und Parmaschinken nebst richtig gutem Brot alles selbst gemacht. Bzw. zumindest selbst getoastet, gekocht und auf den Tisch gestellt. Schließlich sind wir ja nicht im Hotel, sondern in einem Ferien-Apartment!

Nach dem Frühstück fing dann aber wirklich das Strand-Leben an – und zwar schon direkt vor unserer Haustür. Nur ca. 50m entfernt ist das Meer und davor – das:
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Nicht wirklich viel los an unserem Hausstrand …

Nun könnten wir den Tag ja auch hier verbringen – aber nur Sand und Wasser, so ganz ohne Liegestuhl, Sonnenschirm oder sonstigem Schatten geht gar nicht. Und überhaupt – wir müssen schließlich nachschauen, ob alle Strände noch wirklich da und noch immer so schön sind wie vor zwei Jahren Zwinkerndes Smiley

Da wäre z.B. der kleine Castle Rock Beach – dominiert von einem riesigen Felsen, der dem Strand seinen Namen gab und junge Männer offenbar zu Mutproben verleitet.
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Wie er da rauf gekommen ist, will ich lieber nicht wissen. Und hoffe, dass er nicht runter springt … Wir beschäftigen uns lieber mit dem Sand unter unseren Füßen und dem Wasser zwischen den Zehen …
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Das ist übrigens ziemlich frisch – der Indische Ozean ist nichts für Warmduscher!

Auf den Meelup Beach werfen wir nur einen kurzen Blick – da ist es ja richtig voll!! Das geht schon mal gar nicht.
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Es gibt auch kleine Felsstrände, die durchaus ihren Reiz haben, selbst wenn man hier nicht so gut schwimmen kann. Schön anzuschauen sind sie auf jeden Fall!
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Egal, ob groß oder klein – überall, wo ein Fleckchen Sand am Wasser ist, sind heute Menschen. Es ist heiß, es weht ausnahmsweise mal nur wenig Wind, es ist Wochenende. Während wir bei den letzten Besuchen kaum jemand am Strand sahen, ist heute überall was los.
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In der fast endlos langen Bunker Bay wollte ich endlich auch mal ins Wasser – Badeanzug an und losmarschiert…
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Sah eigentlich alles prima aus, sanfte Wellen schwappten sachte an den Strand … Das änderte sich allerdings in Sekundenschnelle – die gerade auflaufende Flut brachte ziemlich Bewegung in die Sache. Und plötzlich sah es dann eher so aus:
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Nun bin ich zwar absolut nicht wasserscheu – habe aber eine schon fast panische Angst vor hohen Wellen, die einen von den Füßen reißen. Irgendwann hatte mich mal eine übel erwischt und ich kam kaum wieder an die Oberfläche. Seither muss das Meer ruhig sein, damit ich rein gehe. Und das war es jetzt auf keinen Fall mehr!

Was mich in leichte Panik versetzte, begeisterte die Surfer, die sich jetzt mit ihren Brettern ins Wasser stürzten. Und denen einfach mal eine Weile zuzusehen, war schließlich auch ganz schön …

Weil das Café in der Bunker Bay heute leider wegen einer Hochzeitsfeier geschlossen war und wir auf Kuchen verzichten mussten, gab’s zum Trost heute Abend ein üppiges Mahl aus australischen Riesen-Prawns mit Pellkartoffeln und Salat. Wenn man schon am Meer ist, muss es ja auch ab und zu mal was aus dem Meer geben.

Ach – und morgen, morgen gibt’s eindeutig weniger Sandstrand. Dafür mehr Felsen. Und Tier. Viele Tiere. Sehr viele Tiere … Versprochen!

Bleibt einfach dran 😉

2 Kommentare zu “Lauter Ups – keine Downs …

  1. Knirscht der Sand da auch so schön? Fast wie frischer Schnee (blöder Vergleich, ich weiß)? Wir waren ganz angetan vom Knisch-Quietschen in Port Stephens/Nelson Bay (NSW).

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    • Du hast recht – an einigen Stränden ist der Sand so fein, dass er richtig quietscht – so wie wir es auch schon am Squeaky Beach im Wilsons Prom erlebt hatten! Am schönsten gequietscht hat es am Little Beach bei Albany – da konnte man mit den Füßen richtig laute Geräusche machen!
      Schon toll, was die Natur so alles auf Lager hat 😉

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