Uluwatu

Die Nähe zu den Fischern war nicht der einzige Grund dafür, dass wir in Jimbaran unsere letzte Station auf Bali einlegten. Ganz in der Nähe gibt es einen der meist-besuchten Tempel der Insel – und den hatten wir trotz mehrfacher Bali-Besuche bisher noch nicht gesehen.

Der Uluwatu Tempel – oder Pura Luhur Uluwatu – ist eine der 6 großen Tempel Balis, die quasi als spirituelle Grundpfeiler gelten.

Hoch über dem Meer, auf einer 70 m hohen Klippe, bietet er einen spektakulären An- und Ausblick. 

Natürlich kommt man dort mit dem Taxi hin (oder mit einer organisierten Tour) – aber ein bisschen Abenteuer muss doch sein, wir nahmen den Motorroller. In Jimbaran ist der Verkehr ziemlich heftig, obwohl das Örtchen nicht besonders groß ist. Aber kaum hat man die Stadtgrenze hinter sich gelassen, wird es richtig idyllisch. Kleine Häuser, Felder, Wiesen, auf denen Wasserbüffel weiden…

Die Entfernung hatten wir ein bisschen unterschätzt – aus den veranschlagten 15 wurden gut 30 Minuten, dann waren wir aber da. Allerdings waren wir nicht die einzigen Besucher – mehrere Reisebusse standen bereits auf dem Parkplatz vor dem Eingang, alle paar Minuten kamen neue oder fuhren welche ab. Die Fahrgäste kamen praktisch ausschließlich aus dem chinesischen Raum.

Einige hatten ziemlich exotische Vorstellungen davon, wie ein geeigneter Sonnenschutz aussehen sollte …

Unser Roller wurde unter einem schattigen Baum abgestellt, der Eintrittspreis von 40.000 IDR (= ca. 2,85€) gezahlt – aber so, wie wir gekleidet waren (Bermudas und Capri-Hosen), durften wir nicht hinein! Wir bekamen beide einen Sarong bzw. mussten uns einen aus einem Berg bunter Stoffe heraus fischen, außerdem eine gelbe Schärpe – erst dann waren wir angemessen bekleidet.

Das Areal ist riesig, eine gewaltige Parkanlage mit wunderschönen alten Bäumen. Wegweiser oder Infos gab es keine, wir gingen also mal auf gut Glück einen der Wege entlang und dann Treppe hoch.


Ein Weg am Klippenrand bot unglaubliche Aussichten.

Nach links dramatische Felsen …

Ein bisschen erinnerten sie uns an die Kreidefelsen auf Rügen. Und zur Rechten sah man den – erstaunlich winzigen – Tempel hoch oben auf der Klippe thronen.

Ein bisschen näher wollten wir schon an den Tempel ran, das war allerdings mit einem schweißtreibenden Aufstieg verbunden. Aber die Blicke zurück entschädigten für jeden Schweißtropfen!

Der Eintritt zum Heiligtum bleibt Touristen allerdings verwehrt – für mich absolut nachvollziehbar, denn letztlich handelt es sich hier um eine religöse Stätte, die denen, die hier beten wollen, ungestört zur Verfügung stehen soll. Nur ein kurzer Blick durchs Tor …Ein paar Meter weiter erneut atemberaubende Blicke zur anderen Seite des Tempels.

Es war – trotz der vielen Menschen – einfach wunderschön hier. Obwohl es ziemlich heiß und schwül war, konnten wir uns nur schwer von den Aussichten trennen und gingen den Weg bis ganz nach vorne zum Klippenrand. Und von dort hatte man dann einen traumhaften letzten Blick auf den Tempel hoch oben auf der Klippe.

Raus aus der Sonne, in den Schatten eines der unzähligen Lokale, die den Parkplatz umrunden und jede Menge Flüssigkeit tanken – danach ging’s weiter. Und es blieb spektakulär – auch wenn es jetzt ganz andere Sehenswürdigkeiten waren. Klippen und Meer gab es zwar weiterhin …

Aber jetzt waren die Wellen und die, die sie ritten, die Attraktion. Bali ist ein Surfer-Paradies – und am Uluwatu Beach schien alles zu stimmen, es war jedenfalls eine Menge los!Zwar war der Weg bis runter zum Strand lang, treppenreich und steil (und der Rückweg erneut schweißtreibend!) – doch unten angelangt landeten wir in einer Art Mini-Dorf, das ausschließlich von Surfern bewohnt zu sein schien.
Eine Menge kleine Kneipen kleben an den Felsen, dazwischen schlängeln sich schmale Wege, es gibt auch einige sehr einfache Unterkünfte – und sogar Google Streetview war bereits hier und hat etliche wirklich spektakuläre Aufnahmen zu bieten.

Auf dem Heimweg hätten wir noch etliche andere Strände besuchen können – eine schöner als der andere.

Aber jetzt brauchten wir dringend einen Kaffee – außerdem braute sich am Horizont offenbar was zusammen, also nichts wie nach Hause. Und kaum angekommen, brach ein heftiges Unwetter los – das wir allerdings ganz entspannt auf unserem geräumigen Balkon genießen konnten.


Aber selbst balinesische Regentage enden meist versöhnlich – mit einem wieder gigantischen Sonnenuntergangs-Spektakel! Nasser Sand, wie zerknittertes Goldpapier, matt glänzend …

Von Minute zu Minute wurde der Goldton intensiver …

… wurde schließlich zu rotgold .. .


… bis die Sonne zwischen den Wolken verschwand.
Unser Essen kam heute noch, bevor es zu dunkel zum Fotografieren war –
– und alles schmeckte genauso lecker, wie es aussieht!
Eine kleine Musiker-Truppe sorgte zum Nachtisch noch für Unterhaltung.

Und „daheim“ gab es noch ein Glas Rotwein am Pool – ein rundum schöner Tag!

Unser Motorroller-Route:

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