Einfach lecker: Essen auf dem Wasser

Wer an einem Wochenende in Bangkok ist, hat’s gut! Denn dann locken nicht nur die üblichen Sehenswürdigkeiten, sondern auch diverse Märkte, die es so unter der Woche gar nicht gibt.

Der größte, bekannteste und meist-besuchte ist der Chatuchak Markt – hier gibt es praktisch nichts, was es nicht gibt. Allerdings muss man schon zur Sorte der Shopaholics oder Schnäppchen-Jäger gehören, um den Trubel und die Enge dort wirklich genießen zu können.

Wem der Sinn eher nach einer ruhigeren Location steht, wo man zudem noch exzellent essen und davor oder danach eine Bootsfahrt durch die kleinen Klongs Thonburis machen kann, sollte den Taling Chan Floating Market besuchen.

Schon vor 4 Jahren waren wir dort gewesen – und hingerissen von der Idylle. Statt mit Boot und Bus hin zu fahren, machten wir es uns dieses Mal allerdings etwas einfacher und nahmen einfach ein Taxi. Das geht schneller (falls man nicht gerade im Stau steht), ist weniger umständlich und war mit rund 120 Baht auch alles andere als teuer.

Der ehemals recht einfache Markt hat sich mächtig rausgeputzt – es gibt jetzt eine überdachte Markthalle vor den schwimmenden Pontons.

Hier werden Blumen und Gemüse angeboten …



…aber auch unzählige kleine Leckereien zum aus der Hand essen.Den Markt gibt es schon seit 30 Jahren – 1987 wurde er als Projekt gegründet, das Bauern und Fischern aus dem Umland Absatzmöglichkeiten für ihre Produkte erschließen sollte.
Weil Thais lieber fertiges Essen kaufen als selbst kochen, entwickelte sich zusätzlich zu den Obst- und Gemüseständen an Land schnell ein schwimmender Markt, wo auf Booten gekocht und auf Flößen, die am Land waren, gegessen wurde.


Aus ursprünglich 5 Bambus-Flößen sind inzwischen 11 große Plattformen mit Tischen geworden, die von unzähligen Booten aus mit Leckereien vom Grill, aus dem Wok oder dem Suppentopf beliefert werden.Und alles, was da auf den Tellern landet, ist wirklich sagenhaft gut! Und dabei auch noch unglaublich günstig – kein Wunder, dass die Tische alle gut besetzt sind.Obwohl der Markt gut erreichbar ist, sieht man hier fast keine (westlichen) Touristen.

Wir sehen einen Stand, an dem Klong-Fahrten angeboten werden – zu Preisen, bei denen sofort klar wird, dass man hier KEINE Touristen im Blick hat: Gerade mal 80 Baht (= ca. 2€) kostet eine Stunde Fahrt durch die Klongs mit Besuch eines Wats – normalerweise zahlt man dafür mindestens das 5-fache!

Klar, dass wir uns ein Ticket kaufen und wenig später (als einzige Ausländer) in einem Langschwanz-Boot mit jeder Menge aufgekratzter Thais sitzen, die das Wochenende genießen.Es geht über schmale Kanäle, vorbei an Stelzen-Häusern, direkt an und ins Wasser gebaut.


Andere Langschwanzboote kommen uns entgegen, oft mit Touristen, die uns verwunderte Blicke zuwerfen 😉

Mal ist es üppig grün am Ufer …

… mal passieren wir kleine Siedlungen mit fröhlich bunt bemalten Häusern …


… oder skurrilen kleinen Geschäften.

Damit sich niemand verfährt, gibt es ordentliche Wegweiser an den Kreuzungen.

Ein Stopp an einem alten Tempel, dort tanzt ein junges Mädchen zu Ehren Buddhas (und natürlich auch für die Besucher).

Als wir zum Markt zurück kommen, bereitet sich dort gerade eine Gruppe Musiker auf eine Darbietung vor.Nie gesehene Instrumente und traditionelle Thai-Musik – da hält man einfach ein Weilchen inne, genießt und hört zu. Und wirft am Ende ein paar Baht in den aufgestellten Spenden-Topf, denn die Truppe versucht, alte thailändische Musikkunst zu pflegen und zu bewahren.

Zurück geht’s dann auf dem Fluss, das heißt, erst mit dem Taxi bis zur Phra Pinklao Bridge, von dort mit dem Express-Boot bis zur Station Si Phaya. Unsere müden Füße bekommen noch eine entspannende Massage – und dann ist es schon wieder Zeit für den Sonnenuntergangs-Blick vom 30. Stock.

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