24. Juni – Klippen, Sand und Wind: Gower Peninsula

Von Schottland sind wir ja schon viel gewohnt – „Four Seasons in a Day“ ist dort an der Tagesordnung.

Wales ist allerdings noch um einiges unberechenbarer – hier ändert sich das Wetter manchmal im Minutentakt!

Wo eben noch Nieselregen jede Lust auf eine Wanderung verdirbt, scheint 5 Minuten später die Sonne, gefolgt von dunklen Wolken, heftigem Wind, evtl. sogar Nebel – und kurz darauf erneut warmem Sonnenschein.

Als wir morgens aufbrachen, nieselte es. Dieser zarte Regen, fast nur ein nebliger Hauch, ist Balsam für die Haut – und einer der Hauptgründe für den legendären englischen Teint. Was Frauen in kälteren oder trockeneren Ländern teuer bezahlen – Nebel-Duschen bei der Kosmetikerin, Mineralwasserspray aus dem Drogeriemarkt – um die Haut zu befeuchten, schafft im Königreich ein kurzer Spaziergang.

Der Blick auf den Mumbels Pier im zarten Regendunst war also Kosmetik pur!

Die nächsten Regentropfen gab’s dann wieder von außen auf die Autoscheibe.

Schon an der nächsten Ecke schien aber wieder die Sonne!

Am Oxwich Beach kam uns eine aufgekratzte Truppe junger Männer in Kilts entgegen – sie waren Gäste bei einer Hochzeit im nahe gelegenen Hotel.

Wieder was gelernt – nicht nur die Schotten, auch die Waliser tragen Kilt (sind eben auch Kelten)!
Ein breiter Sandstrand, fast menschenleer, öffnete sich vor uns.


Eine kleine Strandwanderung, dann ging’s weiter. Wieder über extrem schmale einspurige Landsträßchen.


Wir erreichten Rhossilli, stellten das Auto auf dem Parkplatz des National Trust ab, bekamen netterweise noch eine Wanderkarte in die Hand gedrückt und marschierten los. Vor uns erstreckte sich der – angeblich – schönste Strand von Wales, der Rhossilli Beach.

Nach Baden war uns heute allerdings nicht, wir marschierten weiter. An dramatischen Klippen entlang – alle paar Meter eine neue, noch spektakulärere Aussicht!Immer weiter, Richtung Worms Head. Das vorgelagerte Inselchen hat seinen komischen Namen daher, dass es bei Flut so aussieht, als strecke ein Ungeheuer – so à la Nessie – Rücken und Kopf aus dem Wasser.

Wir erlebten es bei Ebbe, da kann man sogar rüber laufen – allerdings nur in einem genau festgelegten Zeitfenster.




Auf die Kraxelei über ziemlich unwegsames Geländer hatten wir wenig Lust – lieber wanderten wir einfach noch ein Stück über die Klippen. Das Meer zur Rechten …



…. sonnengelbe Rapsfelder vor grünen Hügeln zur Linken.


Und zu Füßen gab es auch immer wieder Sehenswertes.




Zurück zum Parkplatz ging es quer durch die Felder.



Die verbrauchten Kalorien wurden anschließend sofort wieder zugeführt – es gab Cream Tea mit Aussicht!


Die komischen Stecken, die unten aus dem Sand ragen sind übrigens die Überreste eines 1880 gestrandeten Schiffes – das Wrack versinkt hier langsam aber sicher im Sand.
Frisch gestärkt fuhren wir weiter, nach Port Eynon. Wilder Fenchel und Strandhafer auf dem Weg zum Strand …


Und reges Treiben am Strand.


Die Nachmittagssonne ließ die Fischerhäuschen erstrahlen.

Nachdem inzwischen Flut war, kehrten wir nochmal um, zurück nach Rhossilli – wir wollten doch sehen, ob die Sache mit dem Seeungeheuer stimmte! Der breite Strand war durch die Flut deutlich geschrumpft …

… und mit etwas Fantasie (und evtl. noch höherem Wasserstand) konnte man sich durchaus vorstellen, dass hier ein riesiges Ungeheuer herum schwamm 😉

Es war mal wieder Zeit für einen Wetter-Wechsel – sanfter Regen begann und wir sahen zu, dass wir zurück zum Auto kamen. Bis wir allerdings in den Mumbles angekommen waren, schien bereits wieder die Abendsonne …

Die heutige Rundfahrt:

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