Ganz entspannt nach Down Under

7./8. Januar 2018
Halbwegs ausgeschlafen folgte Teil 2 des Fluges. Auf die Stadtrundfahrt in Taipei hatten wir angesichts des grauslichen Wetters verzichtet und stattdessen ein ausgedehntes Schläfchen gehalten.

Im immer noch strömenden Regen ging’s gegen 20 Uhr zum Flughafen. Weil wir für den Flug nach Melbourne ein Upgrade in die Businessclass hatten, konnten wir die Dynasty Lounge von China Airlines benutzen – und da hatte ich mir einen vermeintlich schlauen Plan zurecht gelegt.

Der allerdings kläglich scheiterte …

Im Terminal 1 gibt es eine absolut tolle Lounge, die schon diverse Preise eingeheimst hat, während die in unserem Abflugterminal 2 eher bescheiden sein sollte. Also hatte ich überlegt, einfach zum Terminal 1 zu fahren, dort so zwei Stündchen in der schicken Lounge zu verbringen und dann gemütlich mit dem Skytrain zum anderen Terminal zu fahren.

Tja – leider hatte ich übersehen, dass die Lounge HINTER der Passkontrolle liegt, während der Skytrain DAVOR abfährt. Und da man nicht einfach beliebig rein und raus durch die Passkontrolle gehen kann, mussten wir uns mit der bescheideneren Lounge zufrieden geben.

Aber – das ist Jammern auf hohem Niveau, denn auch hier konnte man es durchaus ein, zwei Stunden aushalten. Es gab ein warm-kaltes Büffet mit überwiegend chinesischen Speisen – die waren aber erstaunlich lecker!

Auch die Getränkeauswahl war passabel – 3 Sorten Bier, außerdem Weiß- und Rotwein und diverse Softdrinks. Cognac, Whiskey und Gin gab es ebenfalls. Nur der Schampus fehlte …

Den gab es aber wenig später an Bord! Und dort stellten wir fest – Fliegen kann doch schön sein! Zumindest dann, wenn man dank eines China Airline Werbe-Schnäppchens nicht in der Holzklasse sitzen und aus Aluschälchen essen muss, sondern sich in den üppigen Sesseln der Businessclass breit machen kann und ein exzellentes Essen serviert wird.

Wenn Kuon, eine fröhliche Taiwanesin, einen mit Namen begrüßt (wobei wir uns rasch auf die Vornamen einigten – deutsche Nachnamen sind für sie schwer auszusprechen) und noch vor dem Abflug eine dicke Speise- und Getränkekarte präsentiert. Zwar waren wir eigentlich gar nicht mehr hungrig – einigten uns aber mit Kuon auf Vor- und Nachspeise, den Verzicht auf den Hauptgang und Champagner als Getränk.

Obwohl wir in einer “alten” Version saßen, wo es keine horizontalen Betten gab, war der sehr breite Sitz doch in allen nur denkbaren Varianten verstellbar und bot eine flache, wenn auch geneigte Liegefläche. Ein dickes Kissen und eine Steppdecke sorgten für Komfort, die übliche Kosmetikbox gab es in einer größeren Version als am Vortag und die Pantoffeln waren heute nicht aus Papier, sondern aus Plüsch.

Was hatte ich gestern über Flugzeugessen geschrieben??? Was hier auf den – mit einer gelben Tischdecke gedeckten – Tisch kam, war absolut top! Ein Vorspeisen-Medley mit Prawns, zartem eingelegtem Schweinefleisch und diversen Gemüsen, dazu Knoblauch-Baguette und zum Nachtisch ein Stückchen Apfelkuchen und ein kleiner Cheesecake….

Und dazu richtigen französischen Champagner – wobei das Glas permanent wieder aufgefüllt wurde, denn Kuon erklärte, wir müssten die Flasche leer machen, weil außer uns keiner Champagner trank …

Zwischendurch war sogar noch Zeit für ein bisschen Unterricht – ich lernte, wie man auf Chinesisch „Bitte“ und „Danke“ sagt, Kuon wollte wissen, was „good morning/day/evening/night“ auf Deutsch heißt. Sie schrieb sich die Vokabeln gleich auf und konnte uns am Ende des Fluges mit einem perfekten „Dankeschön, auf Wiedersehen“ verabschieden.

Der Schlaf stellte sich danach fast von selbst ein – als ich wieder wach wurde, waren schon 6 der 9 Flugstunden vergangen. Noch ein ebenfalls fantastisches Frühstück mit Birchermüsli und Quiche, viel Obst und frisch gebrühtem Kaffee – dann war Melbourne bereits erreicht.

Völlig anders als beim letzten Mal gab es keinerlei Gepäck-Kontrollen bei der Ankunft – wir waren innerhalb kürzester Zeit draußen.

Qantas hatte unseren Flug nach Sydney um 30 Minuten nach hinten geschoben, wir hatten also reichlich Zeit, um zum Domestic Terminal zu pilgern und dort einzuchecken – was an einem Automaten selbst erledigt werden muss. Bordkarten und Gepäckbanderolen mussten ausgedruckt, die Koffer selbst auf’s Band gestellt werden.

Fliegen mussten wir allerdings nicht selbst -mit reichlich Verspätung startete der Pilot nach Sydney. Und dort mussten wir wieder eine Weile warten, bis der Flieger endlich andocken konnte.

Leider ging es auch anschließend nicht wirklich gut weiter – aber das kommt morgen! Und dann erfahrt ihr auch, weshalb die heutigen Bilder so wenig und eher schlecht sind …

Unsere Route:

Von Taipei nach Melbourne:

Von Melbourne nach Sydney:

3 Kommentare zu “Ganz entspannt nach Down Under

  1. Hallo Rena,
    ich habe gerade gesehen, dass Ihr schon unterwegs seid. Ich wünsche Euch eine entspannte und interessante Reise in Down Under und hoffe, dass es mit unserem Treffen klappt.
    Liebe Grüße
    Gisbert

  2. Eine ganze Flasche Champus, aber Hallo! So fängt 2018 gut an.
    Liebe Grüße Christina

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