Wasser-Pfade …

15. Januar 2018
Wir haben einen kleinen Balkon – und dort gab’s heute Frühstück in der Sonne!!!

Nette Unterhaltung hatten wir auch – zwei Loris (konkret – Allfarb Loris!) hüpften um uns rum und schnappten sich jeden Krümel, der vom Toast auf den Boden fiel.

Kein bisschen scheu – vermutlich wären sie mir auch auf die Hand gehüpft, wenn ich sie gelockt hätte.

Hätte ich da schon gewusst, dass Loris sich fast ausschließlich von Nektar und weichen Früchten ernähren, hätte ich ihnen einen Klecks Marmelade gegönnt …

Es war weiterhin windig heute, aber deutlich wärmer als gestern. Baden stand trotz der schönen Strände rings um Merimbula nicht auf dem Programm – aber anschauen wollten wir sie dennoch mal. Merimbula liegt an einer riesigen verzweigen Lagune, dem Merimbula Lake, der allerdings noch eine schmale Verbindung zum Meer hat.

Strände gibt es sowohl direkt am Meer als auch sehr geschützte innerhalb der Lagune. Der Strand am Short Point, unserem ersten Ziel, ist eine Art Zwitter – er hat auf der einen Seite Kontakt zum offenen Meer, auf der anderen blickt er zum Back Lake, einer weiteren Lagune.

Ein Spaziergang nach vorne, zum Kap – da fängt es doch prompt mal wieder zu regnen an! Aber wir nehmen’s gelassen, haben uns inzwischen schon so sehr an das wechselhafte Wetter gewöhnt, dass wir vermutlich ganz irritiert sind, wenn es mal ein paar Tage lang stabil bleibt!

Wir fahren ein Stückchen weiter, zu einem weiteren Weg an der Küste entlang – dieses Mal gesponsert vom Rotary Club! Überhaupt – ohne Sponsoren würde hier wohl einiges im Argen liegen. Wanderwege und Parks, sogar der Gehweg an der Esplanade sind mit Hilfe von Sponsoren finanziert worden – an der Esplanade erinnern Plaketten auf dem Gehweg alle paar Meter daran.

Der Blick auf Sandbänke und Strände des Merimbula Lake in diversen pastelligen Blau-Schattierungen ist aber einzig der Natur geschuldet!
Oder allenfalls noch den Austern-Farmern – die wirken hier auch kräftig am Styling mit. Austernfans sind hier im Paradies: Austernbänke beherrschen das Bild überall an der Küste, Austern stehen auf jeder Speisekarte, man findet sie in jedem Supermarkt zu Dumping-Preisen. Um die 8$ oder auch noch weniger für das Dutzend, je nach Qualität …

Leider mögen wir die Glibberdinger nicht …

Unser Wirt hatte uns zwei Highlights ans Herz gelegt – die Kängurus auf dem Golfplatz und den Boardwalk am Merimbula Lake. Die Kängurus sollen erst am späteren Nachmittag auftauchen, der Boardwalk steht aber jederzeit zur Verfügung.

Und er ist einfach nur wunderschön! Windet sich mal am, mal über dem Wasser entlang. Vorbei an tanzenden Mangroven …


Er schlängelt sich durch das Mangrovendickicht.


Oder durch den Sumpf.

Vorbei an silbernen gefallen Ästen und filigranen Gräsern.


Ein kleines Mädchen hockt auf den Holzplanken und schaut gebannt in den Schlamm. Ich hocke mich neben sie und frage, was da so spannend ist. „Crabs!!“ sagt sie. „Tiny crabs, with big colored claws!“ Ich sehe erst mal gar nichts. Allerdings sehe ich auch nicht besonders gut.
Wir sind ganz still – und dann kommen sie heraus. Aus winzigen Löchern im Schlamm, stieläugig, mit orange-roten Scheren!

Das kleine Mädchen schaut mich triumphierend an – „I told you!“ Und ich hab mal wieder erlebt, dass kleine Wunder immer möglich sind. Manchmal muss man nur nach unten schauen. Oder nach oben …

Nach ca. 2 km sind wir an der Brücke angekommen und kehren um. Jetzt wäre ein Kaffee nicht schlecht!
Uns fallen die Kängurus am Golfclub ein – dort gibt es garantiert Kaffee und vermutlich auch Kuchen. Also nichts wie hin!

Wie überall in den Clubs sind Gäste hier herzlich willkommen, wir müssen uns heute nicht mal registrieren. Auf der Terrasse hat man einen tollen Blick über den Platz – wir interessieren uns aber erst mal für das kulinarische Angebot. Mit Anthea, der netten Dame am Tresen, unterhalte ich mich ein Weilchen, sie legt mir dringend den Zitronen-Sahne-Kuchen ans Herz. Zwar habe der „One million calories – but each and every one is worth it!!!“
Irgendwie kommt es jetzt auf eine Million Kalorien mehr oder weniger auch nicht mehr an, Anthea schneidet ein großzügiges Stück ab (macht bestimmt 250.000 Kalorien obenrauf ;-)) und wir genießen Kaffee und Kuchen in der Nachmittagssonne.

Ach ja – Kängurus gab es übrigens auch noch! Einige. Viele! Eine ganze Herde!!! Wir zählten am Ende so um die 50 Stück…


Und es gibt sogar extra Regeln dazu im Club! Siehe Nr. 8 …

Im warmen Nachmittagslicht gondelten wir zurück nach Merimbula – und abends ging’s wieder um die Ecke zu Dulcie. An so einem tollen lauen Sommerabend unter einem alten Jacarandabaum zu sitzen, ein kühles Bier in der einen, einen saftigen Hamburger in der anderen Hand – schön ist das!

Unsere kleine Rundfahrt heute.

Ein Kommentar zu “Wasser-Pfade …

  1. Danke für deine Berichte und natürlich für die Fotos. Die Aufnahmen sind ja alle super. Bist du mit der Kamera genau so zufrieden wie mit der FZ200? Ist die „Neue“ schon ein gelungener „Ersatz“?
    Die Wetterkapriolen sind sicher besser zu ertragen als „Friederike“ und co. 😉 Beste Grüße aus Soc Trang, wo es eigentlich nur grau ist.

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