Summertime – and the livin‘ is easy …

30. Januar 2018
Wenn der Himmel am Morgen azurblau strahlt, die Sonne golden scheint, das Meer aquamarinblau schimmert , sind das schon mal ein paar gute Zutaten für einen entspannten Sommertag.

Wenn das Wetter ideal ist – sommerlich warm, aber nicht zu heiß, eine leichte Brise – dann kommen wir dem perfekten Sommertag noch ein Stück näher.

Wenn es dann noch auf’s Wasser geht, Delphine ums Boot springen und man das auch noch mit einem Glas kühlem Sauvignon Blanc in der Hand genießen kann –

dann ist das ein total entspannter, hinreißender, perfekter Sommertag!

Und genau so einen Tag erlebten wir heute – entspanntes Frühstück in der Morgensonne. Dann einmal rund um Akaroa herum gefahren und noch ein Stückchen nach Süden.  Ein schmales Sträßchen mäandert von Akaroa aus mal hügelauf, mal am Wasser entlang bis ins kleine Maori-Dörfchen Onuku.

Gleich am Ortseingang steht das Marae, das Versammlungshaus. Zwei Maori-Stämme leben hier und heute Vormittag war das Haus schon gut besucht. Grimmig dreinblickende Figuren halten Wache …


Wenige Meter die Straße entlang steht eine zauberhafte kleine Kapelle, eine Symbiose aus Maori-Symbolik und -Geistern und dem christlichen Kreuz.

Zwischen den Flax-Büschen schauen wir auf’s gegenüberliegende Ufer – das Wasser ist frei, der Kreuzfahrtriese ist weg!!! Nur ein kleines Fischerboot tuckert übers Wasser …

Auf dem Rückweg kommen wir am kleinen Leuchtturm vorbei – okay, aus der Nähe ist er gar nicht mal sooo klein!

Und er ist durchaus eine Besonderheit – einer der ganz wenigen hölzernen Leuchttürme Neuseelands. Allerdings fragt man sich, was der Leuchtturm hier soll, denn hier ist man ja bereits im total geschützten Bereich der Bay! Tja, hier stand er nicht immer – früher trotzte er an der Westseite der Einfahrt zur Bay den Stürmen und bot Orientierung. 1977 wurde der Betrieb jedoch eingestellt, der kleine Turm zerlegt und an der jetzigen Stelle wieder aufgebaut.

Macht sich durchaus gut hier!

Wir machten uns jetzt auf in die Höhe – die Summit Road stand immer noch auf unserer Liste, deswegen hatten wir die Bootsfahrt auch erst für den Nachmittag gebucht.

Schon nach wenigen Minuten auf der kurvigen Straße lagen Bay und Hügellandschaft zu unseren Füßen.

Wenn man das Allgäu ans Meer transportieren würde – dann würde wohl so was ähnliches dabei herauskommen! Eine unglaublich malerische Melange!

Wobei man das Meer ja gar nicht sieht – die Bay ist am Anfang etwas gekrümmt, so dass man von keinem Punkt der Straße eine Sicht bis zum offenen Meer hat, es könnte genauso gut ein See sein.



Wir geben die Suche nach einem Aussichtspunkt, von dem man das offene Meer sieht, auf – nachher werden wir es vom Boot aus schon sehen!

Auf unserem eher kleinen Boot waren wir eine überschaubare Truppe von Menschen – und ein Hund! Buster sollte die Delphine aufspüren und Laut geben, wenn er welche hörte/roch/sichtete – was oder wie auch immer.

Im Moment lag Buster aber noch ziemlich desinteressiert herum und suchte Schatten … Weil er schon drei Mal über Bord gegangen ist, trägt er jetzt eine Schwimmweste – denn ein richtiger Seehund ist er eben doch nicht 😉

Unser Aufbruch wurde kritisch beäugt.

In der Bucht gab es zunächst an Land interessantere Tiere als im Wasser – ein Trupp Kühe schien sich in die Fluten stürzen zu wollen. Seekühe???

Um die Ecke – und dann sahen wir, dass die Bay tatsächlich mit dem Meer verbunden war!

Gleichzeitig wurde Buster zunehmend nervöser. Auch das angebotene Gläschen Rotwein konnte ihn nicht beruhigen – er hatte was gesehen!

Wir sahen erst mal nichts, außer ein paar Höhlen auf der Backbord-Seite. Aber dann – da war tatsächlich eine Rückenflosse!

Und dann ging es richtig los! Eine ganze Truppe der kleinen Hector Delphine – die so völlig anders aussehen als alle anderen Delphine! – schwamm mal vor, mal neben dem Boot – am liebsten schienen sie aber unter dem Boot mit zu schwimmen, als wäre es ein Wettbewerb Boot gegen Fisch!


Während ich mit der noch immer ungewohnten Technik der Kamera kämpfte – Serienbilder wollte sie partout nicht machen, stattdessen kamen Videos heraus! – schossen die munteren Tiere um uns rum.
Schließlich legte ich die Kamera zur Seite, ließ mir ein Glas kühlen Weißwein und einen riesigen Keks geben und genoss von jetzt an einfach nur … Muss auch mal sein!
Denn

„Summertime, and the livin‘ is easy – 
Fish are jumpin‘ and the cotton is high …“ (George Gershwin)

Die hügelige Landschaft zog an uns vorbei, der Kapitän sparte nicht mit Kommentaren, aber so richtig interessierte das niemand. Es war warm, es war schön, es war entspannt … Noch ein paar spektakuläre Felsen und faule Seehunde.


Und dann tuckerten wir in der blauen Stunden langsam zurück zum Pier.

Ganz entspannt. Ganz easy. In einen wunderbar lauen Sommerabend …

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