Südlicher geht’s nimmer!

6. Februar 2018
Bis zum südlichsten Punkt der Südinsel wollten wir heute fahren – näher an der Antarktis als am Äquator! Allerdings hofften wir auf un-arktische Temperaturen und trockenes Wetter!

Nachdem es die ganze Nacht heftig geschüttet hatte, war dem Himmel wohl das Wasser ausgegangen – er strahlte wie frisch gewaschen in schönstem Blau (zumindest in eine Richtung)! Und wir sahen, was für eine begnadete Lage unsere Unterkunft hatte!
Rechts die kleine Kirche von Waikawa, links Wasser und Hügel.



Zwar gibt es hier weder Internet noch ein Mobilfunknetz – aber man kann sich ja auch mal ein paar Tage offline wohl fühlen! Und dass die Waikawa Harbour View Cottages ziemlich basic sind – macht nix! Wir haben prima geschlafen und die Dusche funktioniert ebenfalls – was will man mehr! Vielleicht was essen – da sieht es eher mau aus, falls man sich nicht selbst versorgt.

Wir sind ohnehin häufig Selbstversorger – und nach einem üppigen Frühstück mit Ei, Schinken, Käse, Joghurt, Saft usw. brechen wir auf. Gleich um die Ecke gibt es den ersten Halt – die Curio Bay! Spektakuläre Felsen und Blowholes auf der einen, ein halbmondförmiger Sandstrand auf der anderen Seite einer kleinen Halbinsel machen diese Ecke zu einem sehr beliebten Ziel für Urlauber und Tagestouristen.

Wir halten erst mal unterhalb des Felsens an – hier brodelt es schon gewaltig!

Oben auf dem Felsen ist die Aussicht grandios – aber der Wind hat sich inzwischen zum Sturm entwickelt und bläst derart stark, dass wir uns kaum noch auf den Füßen halten können! und die Kameras kaum noch festhalten können!


Und wer schon mal versucht hat, bei einem orkan-artigen Gegenwind Luft zu holen, weiß dass man dabei ziemlich in Atemnot geraten kann!

Aber es macht Spaß – wir lehnen uns in den Wind und grinsen uns an – manchmal fühlt man sich nur halb so alt wie man ist! Erst als die ersten Tropfen fast waagrecht über uns hinweg peitschen, steigen wir wieder ins Auto.

Sehr weit fahren wir nicht, es geht zum Slope Point, dem südlichsten Punkt auf der Südinsel Neuseelands. Da muss man einfach mal gewesen sein – wenn man schon mal in der Nähe ist!

Inzwischen scheint wieder die Sonne, der Wind hat zwar kaum nachgelassen, aber das macht nichts, es fühlt sich gut an! Wir schauen über das Land mit unzähligen weißen Schaf-Punkten hin zum tief-blauen Meer und laufen los. Fühlen uns fast wie in England – man geht über Weiden, steigt über Stiles …



Teilt sich den Weg mit Schafen.

Nur das Gras ist anders – diese Tussock-Büschel gibt es in Großbritannien nicht.

Und dann haben wir ihn erreicht – den südlichsten Punkt der Südinsel! Ziemlich unspektakulär – nur ein etwas rostiger kleiner Turm und ein wackeliges Schild.

Aber immerhin in einer tollen Umgebung!
Für uns geht’s jetzt aber zügig den Schafen hinterher zurück zum Auto.
und dann weiter Richtung Invercargill. Nur ein kurzer Tankstopp hier, dann fahren wir an der Küste entlang und später über die Southern Scenic Route Richtung Manapouri.

Die ersten Berge tauchen auf.

Dann erreichen wir Manapouri mit seinen verwirrenden Wegweisern …
Und wenig später sind wir am Ziel, in Te Anau. De Sonne strahlt, das Aden Motel ist nicht nur wirklich hübsch, wir werden auch mit winzigen Cupcakes begrüßt!

Der Abend war warm und sonnig und endete mit einem guten Essen (heiß geräucherter Lachs aus Akaroa, Pellkartoffeln und Salat – selbst gekocht!) und einem Spaziergang am See.

Und so sind wir heute gefahren:

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