Man kann . . .

21. Februar – Napier
Kann man einfach mal … nichts tun??? 

Wenn man in so einem tollen Land unterwegs ist. Wo es so unendlich viel zu sehen und zu tun gibt ….

Ja – man kann! Vielleicht nicht wirklich „nichts“ tun, aber eben auch nicht viel.

Einfach ausschlafen, lange und ausgiebig auf dem Balkon frühstücken, dabei den Möwen zusehen.

Dann erst mal frische Luft schnappen, am Cape Kidnappers.Das liegt ein paar Kilometer hinter Napier. 

Das langgestreckte Kap mit den schroffen Kalksteinfelsen wurde von Captain Cook so genannt, nachdem Maori einen taihitischen Schiffsjungen zu entführen versucht hatten. Es war ein tragisches Missverständnis, denn die Maori glaubten, der Junge sei einer von ihnen, den wiederum Captain Cook entführt hatte.

Die Besatzung der Endeavour tötete sämtliche Maori, der Junge hingegen wurde gerettet.

Heute ist das Kap vor allem durch seine große Kolonie von Gannets (Basstölpeln) bekannt. Man kann mit einer Art Traktor für recht viel Geld dorthin fahren – da wir aber vorhaben, die Vogelkolonie in <em;“>Muriwaizu besuchen, sparen wir uns das heute. Das Kap ist auch ohne die Vögel recht eindrucksvoll.

Über eine hässlichen und trostlosen Campingplatz – nur Betonwüste und viele abgewrackte Camper – laufen wir hinter, bis die Steilküste beginnt. Weiter geht’s im Moment nicht, da Flut herrscht – nur bei Ebbe kann man am Strand entlang weiter gehen.

Danach ein Bummel durch die Stadt. Allerdings ohne Hund …

In der Fußgängerzone liegt noch der Kunstrasen, der vermutlich für das Art Deco Festival verlegt worden war. Auch die Deko ist noch nicht vollständig weg geräumt.

Es ist gespenstisch leer in der Stadt – Napier ist ein eher verschlafener kleiner Ort, hat aber ein paar erstaunliche Geschäfte! Hier kann man sich komplett im Stil der 1920er Jahre einkleiden!


Ein kurzer Ausflug zu einem noblen Weingut – The Mission Estate. Französische Missionare hatten 1851 hier eine Mission gegründet und mit dem Weinanbau begonnen – zunächst wurde nur Meßwein gekeltert, aber schon bald entwickelte sich das Geschäft und der Wein wurde auch verkauft. Heute ist es eines der großen Weingüter der Region.

Auf der Suche nach einer netten Kneipe für den Abend fahren wir nach Ahuriri, einem Vorort von Napier, direkt hinter dem Industriehafen. Ahuriri ist erst nach dem Erdbeben entstanden. Vorher gab es hier nur Wasser, erst durch das Beben kam das Land empor und dort entstand um den Yachthafen herum ein hippes Kneipen-Viertel.

Vor allem am Quay West gibt es eine Reihe wirklich guter Lokale – und man sitzt direkt am Wasser, mit Blick auf die Fischerboote direkt vor einem und den Yachten dahinter.

Wir kehren beim durstigen Wal ein, stillen unseren Durst mit einem Ale aus der hauseigenen Brauerei – und freuen uns über einen wunderbar warmen sonnigen Abend.


Und genießen die Stimmung am Wasser, während die Sonne immer tiefer sinkt.

Während wir hier einen lauen Sommerabend genießen, ist man anderenorts mit Aufräumarbeiten beschäftigt – es gab massive Überschwemungen,im Bereich Taraniki sind Tausende von Haushalten ohne Strom und Wasser, und in der Golden Bay, im Norden der Südinsel, wo wir vor wenigen Tagen noch waren, sind 6000 Personen, darunter rund 1000 Touristen, eingeschlossen.
Die einzige Straße in die Region, über den Takaka Hill, ist durch eine ganze Reihe von Erdrutschen schwer beschädigt und gesperrt.
In vielen Gegenden wurde der Notstand ausgerufen – den Norden der Südinsel und den Westen der Nordinsel hat der Sturm voll erwischt!

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