R E G E N T A G …

23. Dezember
Die Wetter App hatte – allen Hoffnungen zum Trotz – leider recht: Es war nicht nur total trüb heute, es regnete auch!

Erst nur ein leichtes Nieseln – im Laufe des Vormittags wurde dann ein heftiger Regen daraus.

Was macht man an so einem Tag bloß???

Zuerst mal ausgiebig frühstücken – im kleinen Café neben dem Hotel gibt’s Kaffee in Halbliter-Tassen und sündhaft süße Versuchungen, aber auch vernünftige Sandwiches und Omelettes. Man kann dort durchaus einige Zeit zubringen …

Und kann dann sein Glück an der Rezeption versuchen – denn nach wie vor war das Zimmer alles andere als ideal.

Und eines muss man dem Kew Green Hotel lassen – das Personal ist unglaublich freundlich und sehr bemüht, die Gäste glücklich zu machen. Die nette Dame an der Rezeption suchte eifrig nach einer Alternative – wir wären ja auch durchaus bereit gewesen, einen Aufpreis für ein größeres Zimmer zu zahlen, aber sie wollte erst mal innerhalb der gebuchten Kategorie nach etwas besserem suchen.

Schließlich strahlte sie mich an – „I think I found a good room for you“ meinte sie nach einer Weile – und tatsächlich, das neue Zimmer ist erheblich größer als das vorherige, hell, luftig und mit einem sehr geräumigen Bad. Hier fühlen wir uns jetzt richtig wohl – da machen auch ein paar Regenschauer nichts mehr aus.

Nachdem der Umzug bewältigt war und wir einen Schirm ausgeliehen hatten (so was hatten wir optimistischerweise nicht im Gepäck!), zogen wir dann doch noch los.

Es war Sonntag – und da treffen sich hunderte philippinischer Hausmädchen auf dem Statue Square. Das muss man einfach gesehen haben – obwohl wir wegen des Regens etwas skeptisch waren. Aber da saßen sie – unter Schirmen, unter Kartons, unter allem, was ein bisschen Schutz bot.

Mittlerweile regnete es heftiger – Plan B musste her. Und der besteht in Hongkong darin, dass man eine ausführliche Stadtrundfahrt macht. Mit der Straßenbahn! Die fährt nämlich quasi die komplette Länge von Hongkong Island ab, ist doppelstöckig und wenn man einen Platz ganz vorne ergattert, hat man eine super Panoramablick!

Zudem ist das ein extrem billiges Vergnügen!

Mit der Metro ging’s zunächst bis zur Endhaltstelle im Westen, nach Kennedy Town. Dort suchten wir die Endhaltestelle, denn nur, wenn man ganz am Anfang der Route einsteigt, hat man eine Chance auf einen Platz vorne oben.

Mit der anfangs noch leeren Bahn ruckelten wir dann gemächlich Richtung Osten. Ruckeln ist genau der richtige Ausdruck – die Bahn eiert und schwankt heftig! Wer einen labilen Magen hat, sollte auf dieses Vergnügen besser verzichten!

Viele Bilder konnte man durch die regennassen Scheiben nicht machen – immerhin das von den Bauarbeitern, die bis zur allerletzten Sekunde an den Gleisen schweißten, bevor sie schnell zur Seite sprangen, als die Bahn über die frische geflickten Gleise rollte.



Rund zwei Stunden dauerte de Fahrt – durch den strömenden Regen!



Abends war’s dann so heftig, dass wir nur schnell in die vietnamesische Suppenküche nebenan flitzten, wo eine große Schüssel duftender Phở unsere Lebensgeister wieder weckte.


Und morgen – morgen ist 1. Weihnachten und 2. soll der Regen sich verziehen!

4 Kommentare zu “R E G E N T A G …

  1. wünsche euch noch sonnige Tage in Hongkong. War noch nie dort, ist aber eine fasziniernde Stadt. und dank deiner Berichte komme ich jetzt doch noch hin.Bei Hongkong denke ich immer an den Roman Suzie Wong.

  2. Regen -zumal länger anhaltender- zu dieser Jahreszeit ist aber wirklich mehr als ungewöhnlich…
    Es freut mich für euch, daß ihr doch noch ein Zimmer bekommen habt, das euch gefällt, so etwas ist ja speziell an Schlechtwettertagen sehr wichtig.

    • Für Hongkong ist das um diese Zeit tatsächlich eher ungewöhnlich – der Dezember ist der trockenste Monat hier! Normalerweise ist es dann trocken und warm.
      Deshalb haben wir auch dieses Mal den Dezember für einen längeren Aufenthalt gewählt – nachdem wir im Februar (dem regenreichsten Monat) schon mehrfach nur Regentage hatten.
      Aber mittlerweile spielt das Wetter ja weltweit verrückt!

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