Kleiner Grenzverkehr – Von Champasak nach Ubon

Heute ging’s von Laos nach Thailand, konkret – von Champasak nach Ubon Ratchathani. 

Für den Weg gab es zwei Alternativen, keine begeisterte uns wirklich. Da mangels Nachfrage zur Zeit keine Minibusse die Strecke befahren, gibt es nur zwei Busse am Tag – einen um 8 Uhr, einen um 15 Uhr.

Variante 1 bedeutet, früh aufstehen, denn man muss ja erst mal zum Busbahnhof in Pakse. Würde heißen, Aufbruch so gegen 7 – und auf’s Frühstück verzichten! Geht gar nicht …

Variante 2 heißt, Ankunft erst bei Dunkelheit und vermutlich erst, wenn der Mietwagenschalter am Flughafen bereits zu hat. Zwar hatten wir den Wagen ab 17 Uhr zur Abholung angemeldet – aber es war illusorisch, zu glauben, dass der Bus pünktlich abfahren und wirklich innerhalb von 2 1/2 Stunden in Ubon sein würde. Außerdem müssten wir ja noch vom Busbahnhof zum Flughafen kommen … Und um 19 Uhr wird der Schalter zu gemacht.

Deshalb waren wir Variante 3 gegenüber sehr aufgeschlossen! Die hieß: Fahrt im Minibus des Hotels bis zur Grenze, dort würde uns ein Taxi erwarten und direkt zum Flughafen bringen. Und das Beste – das kostete unterm Strich gerade mal ca. 20€ mehr als die Bus-Varianten!

Und so kam es, dass ich morgens ganz entspannt den überwältigenden Sonnenaufgang genießen und danach noch eine kleine Runde schlafen konnte.

Und mich genauso entspannt durch die Frühstückskarte futtern konnte. Der Chocolate-Banana Pancake hatten mich schon die letzten Tage gereizt – heute hatte ich ihn auf dem Teller! Schließlich wird das Frühstück die nächsten 6 Wochen im Isaan und in Myanmar deutlich dürftiger ausfallen – da darf man schon nochmal zuschlagen!

Gut – die Sahne hätte nicht sein müssen – aber ansonsten war das Ding jede Kaloriensünde wert!

Ein letzter Blick auf den laotischen Mekong …

Um 11:30 ging’s dann los. Eine gute Stunde – auf prima Straße – dauerte es, dann war die Grenze erreicht. Wir mussten aussteigen und rauf in die laotische Grenzstation, wo wir den Ausreisestempel bekamen.

Dann winkte unser Fahrer einen Gepäckträger heran, der unsere Koffer auf einen Karren verlud und davon trabte, seinen Kollegen hinterher, die deutlich mehr zu schleppen hatten.


Eigentlich wollten wir das gar nicht – waren aber wenig später sehr froh darüber! Denn als wir dem Schild „Thailand“ folgten und um die Ecke bogen …

… standen wir plötzlich vor einer Art Unterführung! Der Grenzübergang verläuft hier offenbar unterirdisch!



Bei den vielen Stufen waren wir mehr als froh, nicht auch noch Gepäck schleppen zu müssen! Wieder am Tageslicht, tauchte die thailändische Grenzstation auf.

Hier hieß es, Einreiseformular ausfüllen und einer gelangweilten Grenzbeamtin was zu tun geben … Die ließ sich reichlich Zeit – man merkte die Nähe zu Laos.

Schließlich standen wir endgültig auf thailändischem Boden – hinter uns die bombastische lila Grenzstation mit einem Foto des designierten neuen Königs (dessen Krönung im Mai stattfinden soll!)

Ein Mann mit einem Schild, auf dem „Dieter“ stand, erwartete uns – das hatte also schon mal prima geklappt. Nur, wo war unser Gepäck? Weit und breit war nichts davon zu sehen.

Etwas unschlüssig liefen wir unserem Fahrer hinterher zu seinem Auto – und da stand der brave Gepäckträger und verlud gerade die Koffer in den Kofferraum des Taxis! Wir waren begeistert über die tolle Organisation und zahlten die Gepäckgebühren gerne.

Nach einer weiteren Stunde Fahrt wurden wir am Flughafen in Ubon abgesetzt. Es war erst kurz nach 14 Uhr, also rund 3 Stunden vor der vereinbarten Abholzeit. Das störte die nette junge Dame bei Thairentacar aber überhaupt nicht, sie strahlte uns an und meinte nur „Do you mind if we give you another car? An upgrade to a Pajero – same price?“ Gebucht war ein Toyota Altis und obwohl ich keine Ahnung hatte, was ein Pajero ist, war Dieter sofort einverstanden.

Als ich das Riesending dann allerdings sah, musste ich erst mal schlucken – nicht ganz einfach, hier einzusteigen, wenn man keine langen Beine hat! Aber vielleicht ist so ein Gefährt mit reichlich Bodenfreiheit im Isaan gar nicht so schlecht!

Zunächst mussten wir jetzt aber unser Hotel in Ubon finden – denn wegen der ursprünglich für später geplanten Mietwagenübernahme hatten wir uns für eine Übernachtung in der Stadt statt einer Fahrt in der Dunkelheit nach Khong Chiam entschieden.

Das Sunee Grand Hotel entpuppte sich als riesiger Kasten, das Zimmer ist geräumig, der Preis niedrig, die Lage gut. Ein unglaublich netter älterer Parkwächter hilft uns, auf dem vollen Parkplatz vor dem Hotel einen Platz zu finden – er nimmt einfach ein paar Hütchen weg und verschafft uns damit einen Parkplatz direkt vor dem Hotel!

Unter dem Hotel ist eine große Shopping Mall mit mehreren Restaurants und Cafés, auch Starbucks, Dunkin‘ Donuts und MacD. sind vertreten. Vor dem Hotel ein riesiger Parkplatz, auf dem sich aber bereits jetzt, am Nachmittag, einiges tut. Alles deutet darauf hin, dass hier ein Nachtmarkt im Aufbau ist!

Und tatsächlich – nachdem wir von einem Streifzug durch die Mall zurück kommen (ich musste meine Simcard aufladen), hat sich einiges getan und es sieht jetzt so aus:

Damit war die Abendunterhaltung schon mal gesichert – und ein paar Leckereien obendrauf! Zwar locken mich interessante Accessoires, wie z.B. diese tolle Brillen ebenfalls …

Aber wichtiger war jetzt erst mal ein kühles Bier! Direkt vor dem Chang-Ausschank ergatterten wir tatsächlich einen Tisch – und dann genossen wir einfach nur noch den Abend und die vielen gut gelaunten Leute!  Und das an einem stinknormalen Werktag!

Im Hintergrund oben ist das Sunee Hotel zu erkennen – wir hatten es später also nicht weit ins Bett. Das war vorerst allerdings kein Thema – es gab kaltes Bier, interessantes Essen …


… und unglaublich gute Live-Musik! Der junge Gitarist auf der Bühne war dermaßen gut, dass er an Mark Knopfler in jungen Jahren erinnerte.

Kein Wunder, dass es nicht bei einem Chang Bier blieb … der Abend wurde deutlich länger, als geplant!

So sind wir heute gefahren:

4 Kommentare zu “Kleiner Grenzverkehr – Von Champasak nach Ubon

  1.         Nun seid Ihr ja fast in der Heimat Suchats: noch ca. 200 km Richtung Nord-Westen/Westen (Straße 23 bis Yasothon, dann die 202 Richtung Südwest, dann nach Westen nach Nadun). Maha Sarakham ist sein Geburtsort, dort war auch seine Mutter immer im Krankenhaus, bevor sie starb. Bei größerren Einkäufen fahren sie allerdings eher nach Roi Et.
    

    Noch weiter gute Reise!
    Paul

  2. Wir waren im.Januar auch in Ubon.
    Was mich echt umhaut, sind die Fotos vom Nachtmarkt. Wir haben einen Sitzplatz gesucht und – ebenso, wie auf einigen anderen Nachtmärkten, keinen gefunden. In Ubon mussten wir uns mit unseren Mahlzeiten, die wir auf dem Nachtmarkt erstanden hatten, in den nahe gelegenen Park verziehen. Die Verkaufsstände standen dicht an dicht, absolut keine Sitzmöglichkeiten. Da ich das von früheren Jahren nicht kannte, war ich schon echt enttäuscht.

  3.         Diesen Übergang nach Thailand hatten wir vor 2 Jahren auch!! Uns ging es auch so, was für ein Luxus den Koffer nicht selber schleppen müssen. Und einen Reiseleiter, der zumindest das auf der laotischen Seite für uns erledigte. Bei uns "steppte der Bär" am Grenzübergang. Wir sind dann direkt zum Flughafen und über BKK nach Yangoon geflogen.
    

    Herzliche Grüße aus dem eiskalten München

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