Nicht viel Neues in Chiang Mai

Unsere letzte Station in Thailand – Chiang Mai. Rund 1.600 km Autofahrt liegen hinter uns – diverse Umwege und Abstecher nicht eingerechnet. 

Von Ubon Ratchathani, ganz im Süden des Isan, bis zur „Blume des Nordens“, Chiang Mai,war es eine durchweg entspannte Fahrt auf fast immer guten Straßen mit sehr wenig Verkehr. Erst jetzt, in Chiang Mai, wird es wieder laut und trubelig.

Chiang Mai ist wunderschön, reich an Tempeln – gefühlt kommt ein Wat alle 50m – und auch die Umgebung lohnt einen Besuch.

Nur – wir waren schon so oft hier, dass es dieses Mal ein reines Stoppover wurde. Mit Zeit, das Auto auszuräumen (das müssen wir hier wieder abgeben), die Koffer zu sortieren, Wäsche zu waschen …

Hier übernachten wir wieder gut und günstig im kleinen Mhonsa Hotel – nix besonderes, aber eine prima Lage direkt an der Stadtmauer, Parkplätze direkt vor dem Haus und nur 15 Minuten bis zum Flughafen. Die Zimmer sind groß und blitzsauber, die Dusche hat endlich mal wieder richtig Druck und die Wäsche wird für 50 THB das Kilo innerhalb von 6 Stunden gewaschen. Und einen kleinen Pool gibt es auch.

Nur wenige Meter vom Hotel entfernt, am Chiang Mai Gate, ist tagsüber ein großer überdachter normaler Markt, jeden Abend findet im Freien auch ein großer Foodmarket statt – hier mit reichlich Sitzgelegenheiten! Und am Samstag wird die benachbarte Wua Lai Road zur kilometerlangen Walking Street mit Nachtmarkt.


Man kann sich hier wirklich entspannt durchfuttern – neben den üblichen Thai-Leckereien findet man aber auch erstaunliches wie Straußenfleisch oder Krokodilköpfe. Wobei letzere vielleicht nur reine Deko waren …

Wir nutzen den Folgetag für diverse „Hausarbeiten“ – zwei Wochen lang konnten wir unseren Krempel einfach irgendwie ins Auto schmeißen, jetzt muss wieder alles ordentlich verpackt werden. Und das dauert schon ein Weilchen!

Dann geht’s zu einem Spaziergang durch die Nachbarschaft, die Wua Lai Road entlang. Wua Lai hat sich zum angesagten hippen Stadtteil entwickelt, mit kleinen Cafès und Bars, interessanten kleinen Läden und recht wenig Touristen. Hier steht aber auch ein Wat, den wir bisher noch nicht gesehen haben – der Wat Sri Suphan,der Silver Temple. Und der hält wirklich, was sein Name verspricht – er ist mehr oder weniger komplett aus Silber!

Ringsum liegen die Werkstätten der Silberschmiede, der schon im Jahr 1500 erbaute Holztempel wurde von ihnen nach und nach komplett mit Silber bedeckt.

Selbst der Zaun, der den Tempel umgibt, ist silbern – und Plaketten zeugen davon, dass er mit Spenden finanziert wurde.

Als Enkelin eines Silber- und Tochter eines Goldschmiedes faszinieren mich die unglaublich feinen Ziselierarbeiten ganz besonders. Nur – als Frau habe ich keine Möglichkeit, dem Tempel wirklich nahe zu kommen. Frauen ist der Zutritt nämlich strengstens verboten! Wer dagegen verstößt, muss zwar nicht mit einer weltlichen Strafe rechnen, es werden aber Unglück und schlimme Folgen für die Frau  prophezeit.

Auch ohne Hautkontakt kann man dem Tempel und dem umgebenden Areal aber einiges abgewinnen. Hier stehen z.B. wunderbar detailreiche Bronzestatuen von früheren Königspaaren.

Hier sitzt der Elefantengott Ganesha friedlich silberglänzend (und mit Maus!) zwischen Buddhastatuen.

Es werden Opferkerzen in einen Wasserwirbel gesetzt und Katzen schlafen friedlich daneben.


Egal, ob en gros oder en detail – der Tempel ist unbedingt sehenswert!

Aber auch die daneben stehende große Halle kann sich sehen lassn, sie wartet mit tollen Drachen und bunten Farben auf.


Wir folgen hämmernden Geräuschen und sehen plötzlich in der Werkstatt von Silberschmieden.

Riesige silberne Bordüren werden von hinten mit einer Art Pech gefüllt und so verstärkt.

Das Pech blubbert über einem Feuer im großen Topf so vor sich hin …

Nebenan wird in einem Tempo an einer silbernen Filigranarbeit gehämmert, dass nicht mal der Sportmodus der Kamera die schnelle Bewegung einfrieren kann!


Ein Stückchen die Straße runter kommen wir an einer Holzwerkstatt vorbei, wo eine Figur steht, die derart lebendig wirkt, dass es einen fast gruselt. Sie sieht unendlich traurig aus …

Wir wandern zurück in die Altstadt, zur Stadtmauer. Der Wassergraben und die ihn umgebenden Grünanlagen sind sowas wie die grüne Lunge von Chiang Mai – hier kann man mal kurz durchatmen.


Das Flower Festival und das chinesische Neujahrsfest stehen unmittelbar bevor – beide werden gebührend vorbereitet.


Auf Wat-Besuche verzichten wir dieses Jahr, die hatten wir reichlich in den vergangenen Jahren. Stattdessen gibt’s noch eine ganz ausführliche Massage und später ein gutes Essen (mit Frozen Margharitas zum Nachtisch!).

Morgen geht’s weiter – nach Myanmar!

Und hier nochmal die gesamte Route durch den Isan und Nordthailand – schön war’s!!!!!

 

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