Irrflug mit Umwegen …

Es sah alles nach einem sehr entspannten Reisetag aus.

Unser Flug mit Air Asia nach Yangon ging um 13:15, der Flughafen ist nur eine Viertelstunde Fahrzeit entfernt, die Flugzeit gerade mal 1 1/2 Stunden – also keine Hektik am Morgen undd nur ein kurzer Hüpfer.

Wir freuten uns auf einen entspannten Nachmittag in Yangon und eventuell schon einen abendlichen Besuch in der Shwedagon Pagode.

Weil wir nach dem Frühstück nicht so recht wussten, was wir noch im Hotel sollten, waren wir schon kurz nach 10 Uhr auf dem Weg. Es musste ja auch noch getankt und das Auto abgegeben werden.

Das erste ging schnell, das zweite wäre schnell gegangen, wenn wir nicht mal wieder die falsche Einfahrt zum Flughafen genommen hätten. Das hieß: Erst mal in einer langen Schlange einmal komplett um den Parkplatz herum und am Terminal entlang fahren, dann wieder raus auf die Straße und die nächste Einfahrt nehmen. Denn dort sind die Parkplätze der Mietwagen-Gesellschaften – das steht allerdings absolut nirgends!

Danach ging’s dann aber wirklich flott – der Wagen war in zwei Minuten direkt auf dem Parkplatz abgegeben und durchgecheckt, und obwohl er einige Patina bekommen hatte, war alles okay.

Mit unseren Koffern rollerten wir durch das Domestic durch bis zum International Terminal – der Air Asia Check-in ist in der allerhintersten Ecke! Da alle Versuche, in den letzten Tagen online einzuchecken, irgendwie nicht funktioniert hatten, mussten wir uns in eine bereits endlos lange Schlange einreihen. Dass Air Asia lediglich einen einzigen Schalter geöffnet hatte, war absolut nicht nachvollziehbar – die Leute standen fast durch die gesamte Halle!


Jetzt waren wir doch froh, dass wir recht früh dran waren, denn es ging elend langsam voran. Bis wir endlich am Schalter waren, war es bereits nach 11:30.
Ich reichte die Passe über den Tresen, das Ticket hatte ich im Handy. Der junge Mann studierte die Pässe eine halbe Ewigkeit – weil ich mitbekommen hatte, dass vorher jemand nach einem Visum gefragt wurde, schob ich auch noch unsere Visa über den Tresen.
Da fragte er plötzlich „When are you flying?“ Also echt – so ne saublöde Frage! Trotzdem sagte ich höflich „13:15“ Und fügte hinzu „To Yangon Er schaute uns an, als hätten wir nicht alle Tassen im Schrank und sagte „But the flight is cancelled!“

WAS??????? Echt jetzt!!!!???? Jetzt waren wir die, die verdattert schauten. Er fragte, ob wir keine Email bekommen hatten – hatten wir natürlich nicht, sonst wären wir ja wohl kaum hier! Aber da war nichts, nicht der kleinste Hinweis, obwohl Air Asia uns permanent mit Werbung zuspammt und ich heute morgen noch mal versucht hatte, über die App einzuchecken.

Jetzt begann eine hektische Telefoniererei, der junge Mann wusste ganz offensichtlich nicht so recht, was er tun sollte. Schließlich sagte er „You can fly to Bangkok. Na toll – wir wollten aber nicht nach Bangkok, sondern nach Yangon. Dann fügte er hinzu „And from there you can fly to Yangon.“
Nach längerem Hin und Her schälte sich langsam heraus, dass wir um 13:25 nach Bangkok fliegen sollten und dann um 16:10 von dort weiter nach Yangon. Gerade hatten wir uns damit abgefunden, als er nach neuem Telefonieren meinte, der Flug gehe schon um 12:20. Inzwischen war es aber schon kurz vor 12 Uhr – das konnte wohl kaum noch hin hauen.

Er meinte aber, das würde klappen, druckte schon mal die Bordkarten aus und erklärte, das Gepäck werde durchgecheckt bis Yangon. Das war die gute Nachricht – die schlechte kam gleich hinterher – wir mussten aber hier in Chiang Mai durch die Immigration!

Jetzt sah ich den Flieger wirklich schon ohne uns starten. In knapp 20 Minuten vom Check-in durch die Immigration und dann bis zum Gate im Domestic Terminal …

Eine Mitarbeiterin von Air Asia nahm uns quasi am Händchen und lotste uns in einem Affentempo auf allen möglichen Schleichwegen zur Immigration. Dort durften wir den Schalter der Airline Crews benutzen, und dann ging’s im Galopp zum Gate, wo man schon nach uns Ausschau hielt. Sekunden später plumpsten wir erleichtert in unsere Sitze – es waren offenbar die letzten zwei, denn die Maschine war bis zum letzten Platz besetzt.

Kaum konnte ich wieder normal atmen, kam die nächste Sorge – wir konnten uns wirklich nicht vorstellen, dass die Koffer diesen Sprint ebenfalls geschafft hatten und sahen uns schon ohne Koffer in Yangon stehen.

Um es kurz zu machen – es war zwar schon fast Abend, als wir schließlich in Yangon ankamen, aber die Koffer waren ebenfalls da! Und jetzt konnten wir wirklich ganz entspannt ins Chatrium Hotel fahren und den Myanmar-Teil der Reise beginnen lassen!

In einem wirklich gemütlichen und geräumigen Zimmer, mit Blick auf Pool und Pagode …



Und später einem fantastischen Essen im Garden Bistro am See – mit toller Live-Musik aus den 50-70er Jahren.

3 Kommentare zu “Irrflug mit Umwegen …

  1. Also das war ja ein starkes Stück! Habt ihr hinterher erfahren, wieso der Flug gecancelt wurde? Und vor allem, wieso man euch nicht per e-mail benachrichtigt hatte?

    • Ich glaube, die sagen sich „Never complain, never explain …“ Die jungen Leute beim Check-in hatten keine Ahnung, warum der Flug gecancelt wurde (ich vermute, zu wenig Buchungen) und warum wir keine Infos bekommen hatten.
      Aber letztlich sind wir ja doch angekommen!

  2. Heieiei…. auch wenn es letztendlich alles super geklappt hat und … das muss man nicht haben, oder? Oder ist es das würzende Salz in der Suppe, ohne die der Urlaub nur halb so spannend wäre? Ich weiß nicht…. ich glaub‘, darauf kann ich verzichten 😉 Viel Spass weiterhin!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: