Lazy Oban Sunday

Sommerlich warm sollte es heute werden – und wir hatten im Grunde nichts vor.

So richtig viel gibt’s in der unmittelbaren Umgebung von Oban nicht, Lust auf größere Fahrerei hatten wir allerdings heute auch nicht – also erkundeten wir einfach mal die direkte Nachbarschaft.

Zuerst ging’s links herum, vorbei an den Fährenpiers von CalMac. Da führt ein kleines Sträßchen direkt am Wasser, am Sound of Kerrera, entlang, parallel zur Insel Kerrera.

Die langgestreckte Insel bietet Obans Hafen perfekten Schutz vor allzu heftigen Winden.

Kerrera ist ein Paradies für Wanderer und Radfahrer – entsprechend groß war das Gedränge an der kleinen Fähre über den Sound.

Die wartende Truppe hätte locker auf die Fähre gepasst – aus unerfindlichen Gründen wurden jedoch stur nur maximal 9 Personen gleichzeitig befördert! So dauerte es eine ganze Weile, bis alle drüben waren …

Und wir verbannten gleich alle Gedanken an eine Wanderung auf Kerrera – denn da mehr als 20 Personen warteten, betrug die Wartezeit fast eine Dreiviertelstunde für die letzten. Stattdessen schlenderten wir ein Stück den Weg entlang und betrachteten die Insel von gegenüber.

Anschließend legten wir einen kurzen Zwischenstopp in Oban ein. Nachdem gestern alle Restaurants voll gewesen waren, wollten wir uns heute einen Platz sichern. Und zwar im Ee-usk , direkt am Pier, dessen charakteristisches knallrotes Dach man schon von weitem sieht , wenn man in den Hafen einläuft.

Das Restaurant war zwar für den Abend schon wieder gut gebucht, aber wir sicherten uns gerade noch einen Tisch um 18:30. Noch ein kurzer Hafenrundgang …

… und ein Blick nach oben, zum Mac Craigs Tower. Was einmal ein Nachbau des Kollosseums werden sollte und von einem Bankier 1897 in Auftrag gegeben worden war, wurde nie fertig gestellt, prägt aber sehr nachdrücklich das Stadtbild von Oban.

Uns zog es jetzt raus aus der Stadt. Nächstes Ziel war Dunstaffnage Castle, ein Bau, der wie aus den Felsen emporgewachsen wirkt. Auf einer kleinen Halbinsel thront die Burg trutzig und kompakt auf dunklen Felsen, umgeben von einem kleinen Park.

Hier kann man prima Picknicks veranstalten oder sich einfach in der Sonne aalen. In den Park kann man umsonst, nur, wer in die Burg hinein will, muss Eintritt bezahlen.

So langsam wurde es Zeit für Tee und Scones. Und die gibt’s mit toller Aussicht im Pierhouse in Port Appin! Zum Pierhouse kann man entweder kurz und schmerzlos auf der A28 bis Appin fahren und dann links nach Port Appin und zur Lismore Ferry abbiegen – oder länger, schöner und richtig romantisch am Loch Creran entlang.

Das Pierhouse ist nicht nur ein zauberhaftes kleines Hotel (allerdings nicht ganz billig!), sondern es hat auch eine fantastische Küche! Wenn die Fahrerei nicht wäre, hätten wir heute Abend gerne hier gegessen – allerdings muss man da schon einige Tage vorher reservieren, denn es ist sehr beliebt und nicht groß.


The Pierhouse Port Appin

So blieb es für uns beim Cream Tea mit Scones, clotted Cream und hausgemachter Marmelade.

Und beim einfach nur in-der-Sonne-sitzen, der kleinen Fähre zuschauen, die zwischen der Insel Lismore im Loch Linnhe und Port Appin im Stundentakt hin und her pendelt.

 

Mal ein Blick zum winzigen Leuchtturm …

… mehr brauchten wir heute Nchmittag nicht. Auf dem Heimweg noch ein kurzer Blick auf Castle Stalker, das mitten im Wasser steht – dann ging’s zurück nach Oban.

Unterwegs mussten wir noch tanken – und sahen, dass eine Tankstelle durchaus mehr bieten kann als Benzin! Hier stehen nämlich Selbstbedienungs-Waschmaschinen und Trockner! Clevere Idee!

Hätte ich das mal früher gewusst – so ne kleine Wäsche zwischendurch ist bei 4 Wochen Reisezeit ja nicht schlecht!

Aber auch ohne frische Wäsche genossen wir unser Abendessen am Pier im Ee-usk. Und das ist absolut ernst gemeint – es war wirklich fantastisch! Weil wir so früh dran waren, kamen wir in den Genuss eines „Early Bird Menus“ – es gab ein wunderbares 3-gängiges Fischmenü mit einem sündhaften Nachtisch für schlappe 17 £!!! Dazu ein frischer Weißwein – ein fantastisches Geburtstagsessen für meinen Mann!

Unsere kleine Rundfahrt:

3 Kommentare zu “Lazy Oban Sunday

  1. Ein schöner friedlicher Tag – und als Krönung ein fantastisches Abendessen. Beim Anblick deiner Fotos läuft mir das Wasser im Mund zusammen 🙂

  2. Happy Birthday und weiterhin so eine wunderschöne Reise durch Schottland. Wir waren vor sehr vielen Jahren mit unseren Kindern und VW-Bus dort, bis auf die Orkney Island.
    Herzliche Grüße aus dem heißen München Christina

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