Wechselhaft wässrig

Von der Isle of Skye ging es zunächst nach Inverness.

Wir waren voller Vorfreude – es sollte mit der Fähre von Armadale nach Mallaig gehen und dann ein Stück eine einfach wunderschöne kleine Küstenstraße entlang, später am Glenfinnan Viaduct vorbei, wo wir uns einen Blick auf den Hogwarts Express erhofften und evtl. nochmal den Turm besteigen wollten, von dem aus man einen tollen Blick über Loch Shiel hat.

Aber – es war ja mal wieder ein Reisetag – also schüttete es schon am frühen Morgen wie aus Kübeln! 

Der Weg zur Fähre war so eine Art Blindflug – man sah kaum etwas. Das wurde leider auch auf dem Festland nicht besser, den imposanten Glenfinnan Viaduct konnte man noch nicht mal erahnen! Eine Spur heller wurde es erst in Fort Augustus, dort gab es auch eine winzige Regenpause, die wir für einen kurzen Spaziergang zu den Schleusen nutzten.

Es war einiges los dort, denn die Briten lassen sich von so einem bisschen Wasser von oben keinesfalls davon abhalten, ihre Wasserwege zu befahren. Und die Mädels auf dem Segler sahen auch aus, als würden ihnen selbst kräftige Stürme wenig ausmachen.


Lange hielt die Regenpause allerdings nicht an, statt des eigentlich eingeplanten langen Spaziergangs am Kanal gab’s deshalb nur Tee und Kuchen im Café und noch einen kurzen Blick auf das Treiben in den diversen Schleusenkammern, die sich wie Treppen den Hügel hoch ziehen.


Nicht mal für ein paar Schritte Richtung Loch Ness reichte es – aber immerhin sorgte der Regen dafür, dass hier alles üppig grünt und blüht.

Es blieb uns nicht viel mehr übrig, als einfach weiter am Loch Ness entlang nach Inverness zu fahren. Dort begeisterte uns unsere Unterkunft nur mäßig – nicht, weil sie schlecht war, sondern weil man nirgendwo parken konnte! Unsere Wirtin schickte uns etliche Straßen weiter in eine Wohngegend, wo wir unser Auto abstellten und am folgenden Morgen einen wütenden Zettel an der Windschutzscheibe vorfanden. Ein Anwohner fand es gar nicht gut, dass Touristen ihnen hier die knappen freien Parkplätze wegnehmen … Kann man ja auch irgendwie verstehen – nur hatten wir leider keine Wahl.

Inverness hatte auch bei diesem Besuch nicht mehr Charme als bei den letzten drei Visiten. Die Innenstadt bietet zwar eine nette Burg und ein paar hübsche alte Häuser, ist aber ansonsten zugepflastert mit Billigläden und Souvenirshops, vieles steht leer.

Für uns gab es bisher jedenfalls noch nie Anlass, dort länger als eine Nacht zu bleiben – am folgenden Tag ging’s dann auch gleich weiter!

Der heutige Weg, einschließlich Fähr-Überfahrt:

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