Kleine Fische, große Fische

Fische und sonstige Meeresfrüchte kommen hier wirklich immer absolut frisch auf den Tisch! Hier gibt es weder Tiefkühlware noch irgendwas aus fragwürdiger Zucht – die Gäste der kleinen Restaurants bekommen ausschließlich das, was die Andamanensee hergibt.

Dafür sorgen die vielen Fischerboote, die jede Nacht von dem Fischerdörfchen Gyeiktaw auf’s Meer hinaus fahren und in den frühen Morgenstunden zurück kommen. Alle Wirte der Uferkneipen haben „ihren“ Fischer, der ihnen seinen nächtlichen Fang bringt – oder auch mal das, was Gäste vorbestellt haben.

Gyeiktaw liegt nicht weit von unserer Unterkunft entfernt, und obwohl wir eigentlich bekennende Langschläfer sind, raffen wir uns eines Morgens doch auf um zu schauen, was da so an Land gebracht wirdUnser kleiner Elektroroller stand schon morgens um 7 Uhr aufgeladen bereit, in der noch ziemlich kühlen Morgenluft ging’s die staubige Straße entlang bis zum Dorf. Dort führen schmale sandige Stichwege zum Strand.

Es war eine Menge los am Strand – allerdings war der Großteil des Fanges offenbar schon an Land gebracht! Unzählige Frauen waren bereits dabei, die kleinsten Fische auf riesigen Plastikplanen auf dem Sand zum Trocknen auszubreiten.

Dennoch herrschte im und am Wasser noch reger Betrieb, wurden noch Körbe voller Fische an Land gebracht, richtig große Exemplare auch einzeln in der Hand getragen.

Auch die Frauen hatten zu tun – es wurde sortiert, gewogen, aber auch schon Körbe ausgewaschen.



Wir schlenderten am Strand entland, über dem noch lange bläuliche Schatten lagen.


Vorbei an kleinen Hütten suchten wir uns den Weg zurück zu unserem Roller.

Kein leichtes Leben, was wir da so beobachten konnten – auch wenn es für uns spannend und bunt aussieht. Das kann man auch im Video sehen!

Jetzt gab es für uns aber erst mal ein Frühstück! Dazu mussten wir von unserer Residence aus ein Stück am Strand entlang gehen bis zum Sandoway Resort – dort wartete ein wirklich fantastisches Frühstücksbüffet auf uns. Täglich ein bisschen anders und alles von höchster Qualität. Und das alles mit direktem Blick auf Strand und Meer.

Bestens gestärkt rollerten wir wenig später nochmal Richtung Dorf. Dieses Mal ging’s ganz bis ans Ende, rauf auf eine schmale Landzunge. Dort ist ein kleiner Pier, von dem man einen guten Blick über die Bucht hat. Unzählige Fischerboote liegen hier relativ geschützt und warten auf den Einsatz in der nächsten Nacht.

Irgendwo sollte hier auch ein nettes Restaurant sein, das Lighthouse – aber mehr als ein Schild fanden wir nicht.

Glasklares Wasser lud zum Baden ein …

Aber das hatten wir ja auch direkt vor unserer Haustür – also schauten wir stattdessen nur ein bisschen einem Fischer zu, der seinen Fang sortierte und schlenderten ein Stück durchs Dorf.



Dann noch ein kurzer Abstecher auf die andere Seite der Bucht. Dort thront ein großer Buddha auf einem Hügel – um dort rauf zu steigen, war es uns allerdings entschieden zu heiß!

Stattdessen rollerten wir lieber zurück zu unserer Residence, zur schattigen Terrasse, zu frischen Mangos und Ananas von einer Strandverkäuferin und immer mal wieder zu einem Bad im Meer. Und abends gab’s fangfrischen Fisch mit Tomatensalat – eine burmesische Spezialität mit viel frischem Koriander, fein gehackten Erdnüssen, sanft geröstetem Knoblauch und Zwiebeln – ein Gedicht!

Kurz – schön ist’s hier!!!! Und wer sich für Geographie interessiert – hier die heutige Fahrstrecke!

2 Kommentare zu “Kleine Fische, große Fische

  1. Hallo,
    da sitze ich nun und lese euren Reisebericht, (was ich übrigens regelmäßig mache) und bin wie immer begeistert von den Bildern und auch den Infos zu Myanmar.
    Was mich jetzt aber jetzt schwer zum Nachdenken bringt ist folgendes“ wir haben schon Flug gebucht Mitte Januar für 2 Monate nach Thailand. Wir waren schon oft dort und es gefällt uns auch gut.
    Wollte diese Woche nach Frankfurt fahren und das Visum beantragen, aber jetzt lese ich den Bericht über Myanmar und überlege vielleicht Thailand mit Myanmar zu verbinden. Dann bräuchte ich natürlich kein Visum für TH.
    Jetzt muß ich aber erstmal schwer nachdenken und das alles wegen euerm tollen Blog.
    Mal sehen was dabei rauskommt 🤔

    • Also – wenn ihr schon mehrfach in Thailand wart wäre es doch sicher mal Zeit für was Neues 😉 !
      Myanmar ist wirklich einfach zu bereisen und vor allem der Süden ist noch recht untouristisch und auf jeden Fall eine Reise wert! Auch der Norden – Inle See, Loikaw – haben uns wieder total begeistert.

      Falls du konkrete Fragen hast, kannst du mir gerne eine Mail schicken – die Mailadresse steht auf der Seite „Über mich/Kontakt“.

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