The Indie is Windy!

Diesen Spruch hatte uns vor Jahren Hewel, unser Gastgeber in einem kleinen B&B in Margaret River mit auf den Weg gegeben.

Und er hat absolut recht: Es pfeift ganz schön hier am Indischen Ozean!

Ob es immer noch die Nachwirkungen von Cyclone Claudia sind oder ob sich da schon was Neues zusammenbraut – wir wissen es nicht. Jedenfalls ist derzeit (und noch eine ganze Weile) eindeutig Cyclone-Season – davon hatten wir vor ein paar Jahren sogar auf Bali ein dickes Paket abgekriegt!

Damals, im Februar 2013, hieß der Übeltäter Rusty und sorgte dafür, dass wir nicht per Schiff auf die Gilis konnten und fast auch nicht mehr zurück kamen!

Ganz so schlimm ist es zur Zeit hier nicht – und irgendwie sorgt der Wind auch dafür, dass sich 39°C doch recht erträglich anfühlen! Zumindest die Touristen, die sich an den weißen Stränden Kalbarris aalen, finden es überhaupt nicht schlimm!

Wobei diese Strände ja streng genommen gar keine Meeresstrände sind – sie gehören vielmehr zur Mündung des Murchison Rivers, der sich dort in weiten Schleifen Richtung Meer schlängelt. Aber wen stört das schon, wenn das Wasser kühl und klar ist!

Für uns steht heute ebenfalls Küste auf dem Programm -allerdings ist die dramatische Küste, die Teil des Kalbarri Nationaparks ist, keine Kuschel- und Wohlfühlküste. Sandstrände sind hier eher rar, stattdessen gibt es dramatische Klippen.

Bevor es zu den Klippen geht, gibt’s jedoch noch einen kurzen Ansteig zum Chinamans Rock, der den Chinamans Beach überblickt.

Warum der so heißt, weiß kein Mensch – an den chinesischen Touristen kann es jedoch nicht liegen, denn die haben für Strand gar keine Zeit!

Gleich um die Ecke ist das offene Meer – da sieht das Wasser schon deutlich unruhiger aus!

Wir stoßen auf ene Gruppe junger Frauen, die hier surfen wollen. Zwar sind die Wellen nicht übermäßig hoch, aber es reicht offenbar, um Spaß zu haben!

Wenig später kommt der erste Aussichtspunkt. Man muss hier regelmäßig ein Stück laufen, um etwas zu sehen, aber das tut nicht nur der Figur gut – man bekommt auch ein gutes Gefühl für die Landschaft.

Noch dominieren hier die sandigen Buchten …

Aber das ändert sich schnell! Jetzt fangen die Felsen an. An denen ist in der Vergangenheit so manches Schiff zerschellt, denn nicht nur die Küste selbst steckt voller Felsen, auch draußen lauern Riffe und Untiefen. Schon 1712 sank hier ein holländisches Schff, die Zuytdorp, mit Mann und Maus und vielen Gallonen Gold an Bord.

Ganz besonders ndrucksvoll ist die Geschichte von George Grey, dessen zwei Schiffe 1839 hier zerschellten und der sich anschließend zu Fuß auf den rund 650 km langen Weg zurück nach Perth machte.

Wir entschließen uns, zunächst bis ans Ende des Bigurda Trails – der heißt so nach einem hier heimischen kleinen Känguru – zu fahren und die Highlights quasi von hinten her aufzurollen. Das bringt uns zunächst zur Natural Bridge, einem dramatischen Felsbogen.


Nicht weit davon staunen wir über den Island Rock, der ein bisschen an die 12 Apostel an der Great Ocean Road erinnert. Allerdings muss man diesen Felsen von oben bewundern und kann nicht wie an der Ostküste, dazwischen herumwandern.


Es mag so aussehen, als wären wir hier allein auf weiter Flur gewesen – dem ist allerdings nicht so! Das chinesische Neujahrsfest steht unmittelbar bevor, und auch wenn die chinesische Regierung jetzt massenhaft Flüge ihrer Bürger ins Ausland unterbindet, um eine Verbreitung des neuen Coronavirus zu verhindern, sind doch eine Menge chinesischer Touristen bereits unterwegs.

Die haben manchmal interessante Vorstellungen über die richtige Kleidung für so eine Felsentour!

Aber da sie IMMER in Gruppen auftreten und nie viel Zeit haben, genügt ein bisschen abwarten, dann hat man die Natur wieder für sich…

Wer gut zu Fuß ist, kann den ca. 8 km langen Trail sehr bequem bewandern. Der Weg ist fast völlig eben, über weite Strecken gibt es Boardwalks oder andere befestigte Wege. Wir sind für eine 16 km Wanderung (man muss ja auch wieder zurück!) allerdings zu faul und fahren immer wieder ein Stück mit dem Auto zum nächsten Aussichtspunkt.

Vom Grandstand aus sieht man ein wirklich beendruckendes Küstenpanorama!

Der Weg endet für uns heute an der Pot Alley, wo rote Sandsteintafeln zu aberwitzigen Gebilden gestapelt sind.




Es wird jetzt Zeit für einen Nachmittagskaffee! Und da die örtliche Bakery sehr leckere kleine Apple- und Rhabarberpies im Angebot hat (und noch jede Menge andere wirklich verführerische Kuchen!), nehmen wir davon was mit und genießen das auf unseren gemütlichen Terrasse!
Später pilgern wir mit zwei Dosen Bier zum Jetty Seafood Shack, holen uns dort eine Portion Gold Band Snapper, gegrillt mit Zitronenpfeffer, und einen wirklich leckeren griechischen Salat und futtern das Ganze vor dem Shack mit Blick auf die Marina. Das ist das Nette hier – gibt’s kein Bier, bringt man sich einfach was mit.

Hier die (scheinbar) kurze Strecke – wir haben einige Stunden damit zugebracht! (Video gibt’s heute keines – die heutige Tour ist schon im gestrigen Video mit drin!)

Ein Kommentar zu “The Indie is Windy!

  1. Das waren wieder 2 wunderschöne Tage am Muschelstrand und in Kalbarri samt National Park. Auch das Wetter scheint mir perfekt, denn 39° mit Wind dürften sehr viel angenehmer sein als 39° ohne Wind.

    An den Flußstränden von Kalbarri ist vermutlich gefahrloses Schwimmen möglich, so sieht es jedenfalls aus – hast du es einmal ausprobiert?

    Ich wünsche euch weiterhin eine tolle Reise!

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