Geographe Bay – Leuchtturm, Strände, Felsen

Die Wetterapp sorgt für schlechte Laune: Für morgen ist ein rapider Wetterumschwung angesagt! Ein Temperatursturz auf knapp 20°, nur eine einzige Stunde Sonne – ansonsten Regen.

Also – der heutige Tag muss richtig ausgenutzt werden!

Denn noch scheint die Sonne vom makellos blauen Himmel, das Thermometer zeigt um die 30°C. Mit einem leichten Wind ist es aber richtig angenehm!

Wir könnten entweder nach Süden oder nach Norden fahren – im Süden locken ausgedehnte Wälder und die Hamelin Bay mit ihren Rochen, außerdem Augusta mit einem tollen Leuchtturm. Dort stößt der Indische auf den Pazifischen Ozean, es brodelt ziemlich im Wasser.

Der Norden bietet ebenfalls einen Leuchtturm, außerdem Traumstrände en masse und eine dramatische Felsenküste. Der Norden macht heute das Rennen …

In beide Richtungen fahren wir am liebsten über die Caves Road – im Süden vorbei an einer ganzen Reihe von Höhlen, im Norden sind es vor allem Weingüter. Die  überbieten sich mit ausdrucksstarker Gestaltung ihrer Außenanlagen – Teiche, Wasserspiele, Skulpturen.

Man könnte hier Tage damit verbringen, eines nach dem anderen zu besuchen und sich durch die Weine zu probieren, zwischendurch mal eine Brauerei, eine Käse- oder Schokoladenmanufaktur, eine Töpferei …

Stattdessen fahren wir einfach durch bis zum nördlichen Ende. Hier bildet der Leuchtturm von Cape Naturaliste das westliche Ende der weitläufigen Geographe Bay, die von Bunbury bis zum Kap reicht.

Die Bucht ist bekannt für ihre sehr seichtes Wasser, das größeren Schiffen die Landung erschwert – deshalb auch der mehr als 1800 m lange Busselton Pier.

Uns interessiert jetzt aber weniger das Meer als der Leuchtturm – der steht schneeweiß hoch oben auf dem felsigen Kap.

Die Besichtigung kostet Eintritt, die Umrundung nicht – wir entschließen uns zu einer kleinen Wanderung. Schon zwei Mal haben wir hier die Runde über „The other side of the moon“ gedreht (braun/schwarz), heute entschließen wir uns zu der Leuchtturm-Runde (rot).

Es geht auf sandigem Weg durch den Busch – heute glücklicherweise ohne Fliegenbelästigung!


Der Leuchtturm bleibt dabei stets auf der rechten Seite – mal mehr, mal weniger gut in Sicht.

Zur Linken leuchtet das Meer tiefblau.

Der Weg ist nur ca. 40 Minuten lang – und bei weitem nicht so schön und abwechslungsreich wie die andere Seite des Mondes. Dort kann man bis zum Wasser runter gehen, zu einer Plattform, von der aus man in den Wintermonaten Wale beobachten kann.

Aber – schön war’s trotzdem, und jetzt geht’s zum Strand! Zur Bunker Bay und dort ins „Bunkers“, ein kleines Café, direkt am Strand, mit hervorragender Küche! Der Fisch kommt ausschließlich aus der Umgebung und wird mit der Leine gefangen, der Kuchen ist zum Niederknien lecker!

Wir begnügen uns mit Kaffee, Lemon, Lime&Bitters und einem gigantischen Apfel-Rhabarber-Blaubeer Muffin mit Streuseln on top. Der wurde so schnell verputzt, dass er es nicht mehr aufs Foto schaffte …

Danach folgte weiterer Genuß – einer der schönsten Strände Westaustraliens! Endlos lang, schneeweiß, feinsandig, sauber, das Wasser türkis und glasklar – und kaum was los!


Mit den Füßen im Wasser wandern wir den Strand entlang, bestaunen Wasserwirbel und freuen uns über die sanften kleinen Wellen, die ganz sachte an Land laufen.


Und als wäre das nicht schon genug, kommt plötzlich eine Gruppe Delfine fast bis an den Strand geschwommen! Ein paar Schwimmer sind offenbar völlig überrascht und gehen fast auf Tuchfühlung mit den Tieren!
So schön es hier ist – wir ziehen weiter. Schließlich gibt es hier nicht nur Strände, sondern auch tolle Felsen! Der Sugarloaf Rock gehört zum Beispiel dazu. Der riesige Granitbrocken im Meer hat zwar nur eine sehr entfernte Ähnlichkeit mit einem Zuckerhut – aber eindrucksvoll ist er allemal!

Zumal auch die Umgebung wirklich wunderschön ist!

Man kann hier auch prima wandern – dazu ist es uns aber heute 1. zu heiß und 2. warten noch ein paar schöne Strände! Wenn man nämlich die Stichstraße vom Sugarloaf Rock wieder zurück fährt, kommt schon wenig später ein Abzweig zur Eagle Bay und zur Eagle Bay-Meelup Road. Und diese Straße sollte man unbedingt fahren, wenn man hier in der Ecke ist und schöne Strände mag. Denn wie Perlen an einer Schnur liegt hier ein Traumstrand neben dem anderen!

Zuerst die Eagle Bay – da hatte allerdings gerade eben ein größeres Schiff eine ganze Truppe chinesischer Touristen abgesetzt.

Die sieht man zwar nicht auf dem Foto, weil sie weiter links waren, aber hier war es uns zu voll! Weiter ging’s zum Meelup Beach – auch hier war Betrieb.

Selbst am sonst eher verschlafenen Castle Rock Beach war heute einiges los – offenbar nutzten noch andere den möglicherweise letzten sonnigen Tag für einen Strandausflug. Der mt Felsen durchsetzte Strand mit dem prägnanten riesigen Castle Rock am Ende ist toll für eine Strandwanderung.




Es gibt einiges zu sehen -unter anderem eine junge Pazifik Möwe, die sich auf einer Felsenbank sonnte. Die Pazifik Möwen gibt es fast nur hier, sie werden bis zu 65 cm groß und haben einen sehr merkwürdigen Schnabel.

Genug Strände für heute – noch ein paar Felsen vor dem Heimweg! Zuerst die Canal Rocks, eine weitere spektakuläre Felsformation. Zwischen fast parallel liegenden Felsen schießt das Wasser durch einen Kanal, ein wirklich beeindruckender Anblick. Mittlerweile gibt es sogar schon eine Brücke, über die man näher an die Felsen heran kommt.



Leider steht die Sonne mittlerweile so tief, ist das Gegenlicht so stark, dass Bilder fast nicht mehr möglich sind. Für heute haben wir ohnehin genug gesehen und machen uns auf den Heimweg.

Dort lockt ein Bier in der Settlers Tavern, später daheim ein heißgeräuchertes tasmanisches Lachsforellenfilet, dazu gaz bodenständige Bratkartoffeln und Salat. So stärken wir uns physisch und psychisch für den Schlechtwettertag, der für morgen prophezeit ist!

Und hier die Strecke von heute:

Ein Kommentar zu “Geographe Bay – Leuchtturm, Strände, Felsen

  1. Die Strände heute waren wirklich traumhaft schön – vor allem der mit den Delphinen – war das Bunkers Bay? Muß ein überwältigendes Erlebnis sein, wenn plötzlich Delphine neben einem schwimmen…

    Aber muß man eigentlich gar keine Angst vor Rochen, Quallen und anderen exotischen Gifttieren haben?

    Man mag kaum glauben, daß nach einem solch herrlichen Sonnentag Regen kommen soll – ich hoffe für euch, daß es nicht so schlimm wird wie vorausgesagt, aber ihr habt ja immerhin ein sehr schöne Unterkunft, in der sich auch eine Schlechtwetterphase ganz gut aushalten läßt.

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