Little Beach: Klein – aber so was von fein!

Wenn man solche Juwelen hat, wie die Westaustralier, kann man auch mal ein bisschen tiefstapeln.

Kann einen Traumstrand schlicht und ergreifend „Little Beach“ nennen. Und so tun, als wäre so ein kleines Juwel das normalste auf der Welt.

Als wäre Puderzucker-Quarzsand, türkises glasklares Wasser und das alles eingerahmt von dramatischen Felsen völlig alltäglich!

Also, für uns ist es das nicht -- deshalb fahren wir auch gerne rund 20 km bis zur Two Peoples Bay, um uns das kleine Wunder anzuschauen. Weil der Tag aber erst angefangen hat, schauen wir uns zunächst mal am Emu Point im Fischereihafen um. Stoßen dort -- natürlich -- auf Boote, aber auch auf Pelikane, Möwen und tiefentspannte Locals. Schließlich ist Samstagvormittag, da hat man außer Fischen nicht viel vor …

Mindestens genauso entspannt fahren wir weiter, lösen am Eingang zum Nationalpark am Automaten ordentlich unsere Karte, denn hier sind die Ranger sehr aufmerksam! Letztes Mal wurden wir ohne Ticket erwischt und mussten am nächsten Tag in Albany bei der Verwaltung nachzahlen …

Heute nehmen wir gleich ein 5 Tages-Ticket, das gilt dann auch in Esperance (und anderen NPs in Western Australia) und kostet nur 25$ -- der einmalige Eintritt beträgt 15$. Es gibt noch diverse andere Tickets für Touristen -- sehr teuer sind sie alle nicht.

Die Straße zur Two Peoples Bay ist prima, wir sind im nu dort -- und können endlich staunen! Schon vom Parkplatz aus bieten sich Blicke auf eine Idylle in Grün, Schneeweiß und Türkis, eingerahmt von honigfarbenen Felsen.


Statt gleich runter zum Strand, gingen wir erst mal links herum, um auf die Felsen zu kommen. Felsenklettern macht hier einfach unglaublich Spaß, es ist auch total ungefährlich.

Zwar gibt es auf der „anderen“ Seite keinen Traumstrand, aber dafür tolle Rockpools.



Schließlich kletterten wir dann doch runter zum Strand -- Flipflops aus, Hosen hoch gekrempelt (ja -- auch wenn man es auf den Bildern nicht sieht oder ahnt -- es war keineswegs heiß! Und es wehte ein ziemlich kühler Wind!) und los gelaufen.



Der Sand ist reiner weißer Quarzsand, also ein „squeaky beach“! Bei jedem Schritt quietscht der feine Sand unter den Füßen. Wenn man die Füße ein bisschen schleifen lässt, kann man fast eine Melodie erzeugen. Wir wandern also quasi musizierend den Strand entlang …


Viel los ist nicht hier -- trotz Wochenende verirren sich nur ganz wenige Menschen an diesen kleinen Strand. Allerdings hat das Wasser auch nicht unbedingt Badetemperatur --  eine Frau, die ins Wasser ging, quietschte noch lauter als der Sand, weil sie offenbar bei dem karibischen Flair auch mit karibischen Wassertemperaturen gerechnet hatte.


Auch wenn man hier locker den ganzen Tag verbringen kann -- mangels Schatten bleiben wir nicht ewig, sondern machen uns auf den Rückweg. Noch ein letzter, sehnsüchtiger Blick zurück …

Dann ging’s wieder auf die Straße. Vorbei an üppig goldgelb blühenden Bäumen, die eine kurzen Stop rechtfertigten.


Ein weiteres Bremsmanöver galt sagenhaft weißen Dünen in der Ferne, vor tiefblauen Seen.

Auf dem Rückweg hielten wir Ausschau nach der Old Marron Farm, denn derzeit ist Marron Season! Marrons sind ziemlich große Flusskrebse, die es nur zwischen Dezember und Ende März gibt und die sehr gut schmecken sollen! Fast hätten wir das Schild übersehen -- eine kleine gelbe Fahne und ein ziemlich verwittertes Schild wies auf das „Nippers Café“ hin, das zur Farm gehört.

Dort gab es tatsächlich Marrons, die auch absolut lecker aussahen (ich bin da ziemlich ungeniert und schaue den Leuten direkt auf den Teller, frage sie auch mal , wie’s geschmeckt hat) -- aber leider nur als Mahlzeit vor Ort und nicht zum Mitnehmen. Vermutlich sind wir zu unflexibel -- aber nachmittags um 15 Uhr will ich eher Kaffee und Kuchen als Krebse! Das gab es dort zwar auch -- wir wollten aber lieber in unser Gärtchen …

Aber vorher gab’s noch einen kurzen Schlenker -- Nanarup klang verlockend, Dieter sah schon einen kleinen Fischerhafen vor seinem geistigen Auge! Nur -- am Ende der Straße war keineswegs ein Ort, sondern lediglich ein  Inlet, das zu einem weißen Strand führte.




War auch nicht schlecht …
Jetzt ging’s aber wirklich zurück nach Albany, und zwar wieder über die aussichtsreiche Straße oberhalb der Bucht. hier hat man tolle Blicke sowohl Richtung Stadt als auch zurück, Richtung Middleton Beach.


Noch ein Stückchen weiter, am Hafen vorbei und Richtung Osten, steht ein Nachbau der Brig Amity.

Immer wieder ein nettes Fotomotiv … Aber auch in der Stadt gibt es einiges zu sehen -- hübsche Kolonialhäuser säumen die Hauptstraße. Die ist übrigens ab 17 Uhr völlig verwaist -- 30 Minuten früher gab es hier keine freien Parkplätze, jetzt herrscht gähnende Leere, denn alle Geschäfte schließen um 17 Uhr!


Lediglich die Speicher am Hafen stören das Bild etwas -- immerhin hat man zumindest den Versuch unternommen, sie etwas netter zu gestalten …

Nur die Supermärkte und Bottleshops haben jetzt noch auf -- wir nutzen das und kaufen noch Bier und Wein bei Dan Murphy, bevor es endlich in unser wunderbar gemütliches Gartenhäuschen geht.

Wieder ein toller Tag in Western Autralia!!!! Nochmal alles zusammengfasst im Video:

Und hier die Strecke:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: