Strandperlen …

Es ist Sonntag. So ein richtig schöner Sommer-Sonntag-Morgen. Mit blitzblankem Himmel, strahlender Sonne, leichtem Wind.

Ideal für ein gemütliches Frühstück mit allem, was unser Kühlschrank so her gibt. Und das ist so einiges!
Tasmanischer Räucherlachs, Schinken, Cheddar, cremiges Joghurt, Orangensaft, krosses Sauerteigbrot. Nur Eier gibt es nicht, weil wir keinen Herd haben. Und in der Mikrowelle klappt das nur sehr bedingt bei mir!

Aber ewig konnte das Getrödel nicht weiter gehen,  wir hatten heute eine ziemliche Strecke vor uns: Fast 500 km bis Esperance!  Also Auto vollgepackt und los. Zunächst aber nur bis runter zum Hafen. Denn Dieter hatte irgendwo gelesen, dass es dort jeden Sonntag Morgen einen Fischmarkt gibt. Und wenn mein Mann sich -- neben Leuchttürmen und Schiffen -- etwas nicht entgehen lässt, sind es Fischmärkte!

Also Auto am Hafen geparkt und losgestiefelt, und zwar dort hin, wo sich eine größere Menschenmenge versammelt hatte. Nur -- da gab es alles andere als Fische! Chromblitzend und in schillernden Farbe standen da stattdessen jede Menge Oldtimer auf einem Platz. Wohl weniger zum Verkauf, als zum sehen und gesehen werden.




Das war fast so gut wie ein Fischmarkt, denn Männer freuen sich immer über schöne Autos! Ein kleines Stückchen weiter wurden wir dann aber doch auch noch kulinarisch fündig. Zwar ist es kein reiner Fschmarkt (frische Fische gibt es aber auch!), sondern eher eine Art Bauernmarkt, wo Erzeugnisse aus der Umgebung verkauft werden.

Marmelade und Honig wanderten in meine Tasche, das Brot sah zwar lecker aus, aber wir waren noch versorgt. Dann ging es endlich wirklich los, immer nach Osten.

De Fahrt ist lang und nicht sonderlich abwechslungsreich -- Sand und Bäume am Straßenrand, immer wieder gößere Strecken, wo die letzten Buschfeuer ihre Spuren hinterlassen haben.

In Ravensthorpe gab es eine Pause -- wieder nicht im Palace Hotel und dieses Mal auch nicht an der Tankstelle mit dem miserablen Kaffee.

Ravensthorpe hatte sich seit 2014 deutlich vergrößert und hat jetzt ein nettes kleines Café in einem Süßwarenladen. Dort bekam Dieter einen richtig guten Kaffee und ich mein Lieblingsgetränk -- Lemon, Lime&Bitters! Die verführerischen Lollies etc. verkniff ich mir mal lieber. Bikinifigur usw….

Auch hier bemüht man sich, hässliche Industriebauten etwas zu verschönern.

Obwohl wir uns penibel an die Geschwindigkeitsgrenzen hielten, waren wir schon nach 4 1/2 Stunden in Esperance. Hier haben wir wieder ein Apartment -- nichts besonderes, aber mit einer großen geschützten Terrasse und zwei Schlafzimmern.

Und einem Haustier!!!

Esperance ist mit mehr als 12.000 Einwohnern schon recht groß, die Menschen leben hier zum einen vom Tourismus, zum anderen auch vom größten Tiefseehafen an der Südküste Australiens. Eisenerz, Nickel, aber auch Getreide werden hier verschifft, Dünger und Öl importiert.

Dafür interessieren wir uns aber nicht sonderlich, sondern bewundern lieber die mittlerweile fertiggestellte Uferpromenade und genießen ein hervorragendes Abendessen mit Blick aufs Wasser direkt am Jetty in den Taylor St. Quarters. 

Die Strecke von heute:

Der nächste Tag wird dann wieder extrem strand- bzw. küstenlastig!

Der Great Ocean Drive, eine ca. 40 km lange Rundstrecke, führt von einem atemberaubend schönen Strand zum nächsten, dazwischen auch mal schroffe Felsküste. Wie Perlen an einer Schnur sind die Strand-Highlights hier aufgereiht!

Als erstes verschaffen wir uns am Rotary Lookout mal einen Überblick. Blicken zurück auf die Stadt und nach vorne zu einer ganzen Reihe von Buchten.


Es folgt der West Beach -- langgestreckt und mehr als malerisch!

Eine steile Treppe führt runter zum Strand -- wir wandern rund 500 m bis zum nächsten Aufgang, gehen oben lang zurück zum Auto und sind einfach nur begeistert.

Weiter geht’s zum Blue Haven Beach -- „Blue Haven is a Place on Earth!“  Den Song kennt jeder -- wir wissen jetzt, was damit gemeint ist!



Wirklich paradiesisch schön -- aber das Paradies hat leider ein paar Schönheitsfehler -- Haie!

Seltsamerweise gibt es nur an einigen Stränden derartige Warnungen -- an anderen scheint das Baden also sicher zu sein. Und das sehen wir auch nur wenig später -- am Twilight Beach hat keiner Angst vor bissigen Fischen.

Da baden Kinder und Erwachsene völlig unbeschwert -- allerdings ist die Bucht auch durch Felsen recht gut geschützt. Ein langer Strandspaziergang, immer mit den Füßen im Wasser. Da es hier extrem flach ist, muss man schon sehr weit rein gehen, um überhaupt richtig nass zu werden!

Noch ein Lookout, hoch oben auf den Felsen eines Kaps. Hier wird an die erinnert, die als erste hierher gekommen sind und nach denen Städte und Landschaften benannt wurden. 1702 landete hier die Esperance unter dem Kommando von Kapitän D’Entrecasteaux. Überhaupt waren die Franzosen und Holländer die ersten, die nach Australien gekommen sind -- trotzdem wurde der gesamte Kontinent letztlich Teil des britischen Empires.

Die Blicke von hier oben über die felsige Küste sind atemberaubend -- trotzdem merken wir, dass es für heute genug Strand war.

Wir verzichten auf den Rest der Runde -- der Pink Lake ist zur Zeit ohnehin nicht Pink -- , nehmen lieber die Strandroute wieder zurück. Ganz gemächlich, mit weiteren Stopps, schließlich haben wir Unmengen an Zeit!

Hier nochmal das Ganze im Video -- zwecks besserer Bildqualität die Auflösung unten rechts am Einstellungsrädchen erhöhen!

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