Bicheno

Mittlerweile kennen wir das ja schon – morgens Regen, am Nachmittag Wetterberuhigung, manchmal sogar Sonne!

So war es auch heute – im Regen liefen wir zum Parkhaus, im Regen beluden wir das Auto, im Regen starteten wir. Vorher buchten wir an der Rezeption aber noch einen Parkplatz im Haus, denn in 8 Tagen sind wir wieder hier!

Und ich beschwor die Dame nochmal eindringlich, uns dann auf jeden Fall ein Apartment mit mehr Fenstern zu geben!!!

Und nochmal wurde uns versichert, es würde ganz bestimmt alles gut …

Halbwegs beruhigt machten wir uns auf den Weg. Eine halbe Stunde später, in Sorell, wurde es schon heller. Hier wurden bei Coles nochmal unsere Frühstücks-Vorräte aufgestockt – Eier, Joghurt, Saft, richtig gutes Brot und sogar leckere frische Plunderstückchen für den Nachmittags-Kaffee. Und außerdem zwei Steaks – vom australischen Weiderind, das ausschließlich Gras zu futtern bekommen hat. Denn in unserer nächsten Unterkunft haben wir endlich mal wieder einen richtigen Herd und gelegentliche Selbstversorgung spart doch einiges.

Noch ein kurzer Besuch in einem großen Drogeriemarkt, wo ich mal interessehalber nach Handdesinfektionsmittel und Atemschutzmasken fragte. Immerhin wollen wir ja in knapp 4 Wochen nach Bangkok und weiter nach Myanmar und Corona wirft seine Schatten schon irgendwie.

Die Verkäuferin lachte nur – alles ausverkauft! und das im hintersten Winkel Tasmaniens! Aber offenbar besuchen hier ansässige Chinesen alle Drogerien im Land, kaufen alles, was sie kriegen können und schicken es dann ihren Verwandten in China. Das vermutete zumindest die Verkäuferin – denn hier ist das ansonsten überhaupt kein Thema!

Sie drückte mir dann noch ein Päckchen antibakterieller feuchter Tücher in die Hand und meinte, auch damit könne man einiges in Schach halten …

Es blieb zwar reichlich düster und wolkig auf der Weiterfahrt, aber es regnete nicht mehr. Das Satellitenbild von Tasmanien zeigte ein hartnäckig an der Küste klebendes Wolkenband, während der Rest der Insel absolut wolkenfrei war!

An der Spiky Bridge gab es einen kurzen Fotostopp.


Die wirklich erstaunliche Brücke (die heute nicht mehr genutzt wird) wurde 1843 von Sträflingen erbaut und man rätselte lange, warum sie oben auf dem Geländer senkrecht stehende Steine – Spikes – hat. So richtig sicher weiß es bis heute niemand – mal hieß es, dadurch sollte verhindert werden, dass das Vieh von der Brücke fallen konnte , mal meinte man, dadurch könnte die Brücke stabilisiert worden sein …

Auf jeden Fall ist die Brücke sehenswert.

Die Strecke bis Bicheno ist wirklich nicht weit – wir kamen deshalb auch schon recht früh an. Während wir beim letzten Mal in einem Motel waren, hatten wir dieses Mal ein Apartment gebucht mit dem schönen Namen „Waternish“. Waternish liegt auf der schottischen Isle of Skye – und genau diese Gegend war auch wirklich der Namenspatron für das Apartment!

Barbara, unsere Gastgeberin, hatte uns geschrieben, dass die Tür offen sei und der Schlüssel auf dem Tisch liege – wieder mal einchecken auf australisch! Und dieses Apartment war ein absoluter Volltreffer – einer vom Typ „Ankommen, umschauen, wohl fühlen – und einfach da bleiben wollen!“

Hier stimmte einfach alles – gemütlich, bequem, und mit allem ausgestattet, was man irgendwie brauchen könnte. Im Kühlschrank war Butter, Käse, Marmelade, Milch und Wasser, auch ein Brot lag neben dem Herd. reichlich Tee und Kaffee gab es ebenfalls.

Und außerdem hatten wir sogar Meerblick (leider mit unserem Riesen-Auto davor …)

So schön es hier war – uns zog es bald wieder fort. Das Wetter hatte sich deutlich gebessert, es war ziemlich warm, aber recht windig und zudem lief die Flut gerade rein – ideale Voraussetzungen  also für das Blowhole! Zwischen malerischen Felsen im Süden von Bicheno hatte das Wasser über Tausende von Jahren hinweg ein Öffnung in der Decke einer Höhle geschaffen und bei entsprechenden Bedingungen schießt hier das Meerwasser wie eine Fontäne oder ein Geysir zuerst in die Höhe und ergießt sich dann über die Felsen.

Egal aus welcher Perspektive – es ist immer wieder unglaublich eindrucksvoll, die Gewalt des Wassers zu erleben!


Ein Spaziergang über die Felsen bringt immer wieder neue Eindrücke – heute vor allem von der tobenden See!

Schaut man aber mal nach unten, gibt es auch dort einiges zu entdecken!

Gleich um die Ecke ist eine Art kleiner Hafen mit einer vorgelagerten felsigen Insel. Die darf nicht betreten werden, sie ist Vogelschutzgebiet. Das hört und irecht man selbst in einer Entfernung noch sehr deutlich!

So langsam wurde es uns kalt – der Wind pfiff uns heftig um die Ohren. Ein letzter Blick aufs Wasser …

… dann ging’s heimwärts. Zum Glück gibt es in unserer tollen Unterkunft nicht nur eine Heizung, sondern sogar beheizbare Unterbetten!

Und es gab saftige Steaks mit Pellkartoffeln und Salat, dazu ein kühles Bier und später einen süffigen Rotwein – da kann man nun wirklich nicht meckern!

Die heutige Strecke:

 

Ein Kommentar zu “Bicheno

  1. Das ist so mit den Chinesen, stand bei uns un der Zeitung das sie überall wo sie sind alles an Masken aufkaufen und mit nach Hause nehmen. Schöne Reise weiterhin und besser Wetter 🙋‍♀️👋

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

%d Bloggern gefällt das: