Tiefentspannt : BRISBANE!

Scheiden tut weh – Hervey Bay war wirklich schön! Und absolut entspannt.

Glücklicherweise geht’s jetzt aber (noch) nicht zurück ins kalte Deutschland, sondern zunächst ins mindestens genauso entspannte Brisbane.

Schon vor 5 Jahren waren wir hingerissen von der Stadt, wo es Hektik nicht zu geben scheint und alle Leute irgendwie unendlich viel Zeit für die angenehmen Seiten des Lebens zu haben scheinen.

Ein letztes Mal beladen wir morgens unseren Mietwagen und fahren durch eine wirklich wunderbare und sehr grüne Landschaft Richtung Stadt. Es ist wieder Freitag und wir hatten befürchtet, dass die Straßen genauso voll sein könnten wie vor einer Woche, als wir angekommen waren. Aber es ging flott voran und nach knapp 3 Stunden hatten wir die Außenbezirke Brisbanes erreicht.

Unser Plan war, mit dem Wagen zum Hotel zu fahren, erst mal einzuchecken und das Gepäck unter zu stellen, dann den Wagen zum Flughafen zu bringen und mit dem Zug zurück zu fahren. Oder das Ganze erst morgen anzugehen und den Wagen über Nacht in der hoteleigenen Tiefgarage zu lassen.

Nun stellten wir aber fest, dass wir direkt am Flughafen vorbeikommen! Also kurze Planänderung – Auto sofort abgeben und mit dem Taxi in die Stadt fahren! Zwar war der Alamo-Schalter wieder genauso unbesetzt wie bei unserer Ankunft, es gab jedoch einen Schlüsselkasten, in den wir unsere Wagenschlüssel einwarfen und lediglich auf einem Zettel notierten, wo wir ihn abgestellt hatten.

Bei derart unbürokratischen Abwicklungen ist mir zwar immer ein bisschen mulmig – aber wir bekamen schon während der Taxifahrt eine Mail, dass alles okay sei. Also auch hier völlig entspannt …

Zwar fand unser Taxifahrer das Meriton in der Adelaide Street nicht auf Anhieb (obwohl es fast das höchste Gebaude der Stadt ist!), aber letztlich kamen wir doch an und konnten ein sehr geräumiges Apartment im 24. Stock beziehen. Leider gab es keinen Flussblick – aber auch Stadtblicke haben ihre Reize. Allerdings sieht es in die Richtung absolut nicht nach Großstadt aus!

Auf jeden Fall hatten wir mal wieder viel Platz! Wohnraum mit Küche, Schlafzimmer und ein Bad mit Fenster!

Auch im schönsten Apartment bleibt man hier aber nicht lange – nicht, wenn die Sonne scheint und der Fluss mit unzähligen Kneipen nur ein paar Gehminuten weg ist! Die Lage des Meriton ist genial – in 5 Minuten ist man am Brisbane River und kann dort kilometerweit auf bequemen Boardwalks den Fluss rauf und runter wandern. Allerdings ist Vorsicht geboten – den Weg teilt man sich als Fußgänger nicht nur mit den Radfahrern,sonder mittlerweile auch mit denen, die auf E-Rollern durch die Gegend flitzen! Und das sind eine ganze Menge!

Geht man nach rechts, kommt man, am alten Zollamt vorbei, schnell zum Eagle Street Pier, wo die kostenlosen City Hoppers ablegen und es von Lokalen nur so wimmelt.

Hier gibt es auch immer wieder Abstellstationen für E-Roller.

Geht man nach links, unterquert man die Story Bridge und landet auch hier wieder bei einer ganzen Reihe von Restaurants und Pubs.

Die Kneipenszene heben wir uns für den Abend auf und schlendern zunächst Richtung Innenstadt. Vom Eagle Street Pier aus ist man schnell bei diversen Sehenswürdigkeiten. Wie in allen größeren Städten Australiens gibt es auch hier viele schöne und gut erhaltenen Bauten aus der Kolonialzeit, hier stehen sie oft zwischen riesigen Hochhäusern, die sie manchmal fast zu erdrücken scheinen.

Die hübsche St. Stephens Kathedrale im neogotischen Stil ist ringsum eingepfercht von gläsernen Giganten.

Auf der anderen Straßenseite geht es durch eine schmale Gasse zum kleinen Post Office Square Park.

Wenige Schritte weiter ist man dann in der Fußgängerzone, der Queen Street Mall. Weil es hier deutlich häufiger und mehr regnet als in Perth, sind große Teile der Mall überdacht – dadurch hat sie nicht die Leichtigkeit der Malls in Perth.

Am Ende der Mall steht das imposante ehemalige Schatzamt, das heute ein Casino enthält.

Vorbei an weiteren alten Gebäuden schlendern wir Richtung Botanischer Garten.

Wie überall in Australien muss man auch hier nichts bezahlen, die großzügige Anlage steht allen als öffentlicher Park zur Verfügung. Es ist wunderschön hier und es wimmelt von Leben! Bunte Papageien knabbern an knallroten Beeren.

Ein unbekannter Vogel scheint Nektar aus Blüten zu schlürfen, kranichartige Vögel stolzieren über den Rasen, Wasser schießt im kleinen Teich in die Höhe.

Vorbei an Teichen, unter alten Bäumen, über saftige-grünen Rasen spazieren wir einfach herum.

Durch eine Baumallee geht es zum Fluss.

Mit Blick auf die dümpelnden Boote geht’s langsam zurück zum Pier und zum Hotel.

Am frühen Abend machen wir uns dann auf zu „Felons“, direkt unter der Story Bridge, wo es – wie übrigens überall – brechend voll ist, obwohl das Gelände der Brauerei bestimmt mehrere hundert Sitzplätze bietet. Man sitzt entweder ganz vorne auf Barhockern direkt am Fluss und hat einen begnadeten Blick auf den Fluss. Oder weiter hinten, auf einer Wiese.

Getränke holt man sich selbst an der Bar, dort bestellt man auch das Essen – das nicht nur wirklich sehr gut ist, sondern auch erstaunlich günstig. Und dann genießt man einfach nur noch den lauen Sommerabend!

Um einen guten Eindruck von Brisbane zu bekommen, ist Google Street View in der Globus Ansicht genial! Einfach mal reinzoomen – und schon kann man am Fluss spazieren gehen!

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