Brisbane – Stadt am Fluss

Brisbane und Bangkok haben erstaunlicherweise einiges gemeinsam – beide Städte liegen an einem Fluss, den sie auch als wichtige Verkehrsader nutzen.

Auf dem Brisbane River kann man die Stadt entweder ganz gemächlich erkunden, mit dem kostenlosen City Hopper. Die knallroten kleinen Boote fahren fast alle Piers in der engeren Innenstadt an, sind allerdings ziemlich langsam.

Es geht aber auch deutlich rasanter – mit den City Cats. Die flotten Katamarane fahren fast bis zur Mündung des Flusses und sind ebenfalls eine günstige Variante.

Nur 4,90€ kostet das Ticket, damit kann man bis zu 2 Stunden hin und her fahren. Heute probieren wir mal beide Varianten aus. Dazu spazieren wir zunächst wieder zum Eagle Street Pier, vorbei an dem hübschen Treppenwasserfall und open-air Lokalen, die schon am Vormittag gut besucht sind.


Am Pier wartet schon ein kleiner Hopper, der bringt uns in gemütlicher Fahrt bis zum Pier des Maritime Museums. Auf der Fahrt sieht man, dass Brisbane nicht nur Hochhäuser sondern auch viel Grün aufweist!

Und auch für Fitness wird überall gesorgt.


Vom Pier aus geht’s zu Fuß weiter Richtung Victoria Bridge – wobei wir alle paar Meter stehen bleiben, weil es einfach schön hier ist und viel zu sehen gibt. Zwischen den Bäumen blitzt ein Uhrturm hervor, überall blüht es.

Der Weg führt durch mit Bougainvillea bewachsene Bogengänge, die prima Schatten spenden.


Auch direkt am Fluss ist für reichlich Schatten gesorgt – dort stehen große alte Bäume.


Konfuzius hat ebenfalls ein schattiges Plätzchen erwischt.

Ein Stückchen weiter geraten wir ins Paradies der Sonnenabeter. Die riesige Sand- und Wasserlandschaft an den South Banks direkt am Fluss ist kostenlos zugänglich und ein sehr beliebtes Ziel bei Groß und Klein.



Vorne kann man sich äußerlich, hinten innerlich abkühlen. Hinter dem Badeparadies erstreckt sich eine Flanier- und Kneipenmeile.

Sogar wenn man auf Weißbier, Schnitzel und Hax’n steht, wird man hier fündig! Kinder essen am Sonntag umsonst, auch sonst sind die Preise sehr moderat  – hier kann man’s aushalten!

Weißbier gibt’s für uns zwar nicht – zu früh – aber Lemon, Lime&Bitters geht immer! Und dann geht’s weiter – mitten zwischen den Badenden hindurch!


Da kommt doch richtiges Strandfeeling auf! Das hat nichts gemeinsam mit den rechteckigen Chlorbädern bei uns daheim! Und das alles zum Nulltarif – ebenso wie weite Teile des ÖPNV in der Stadt bzw. den meisten größeren Städten.

Auch wer lieber auf dem Trockenen bleibt, kommt hier auf seine Kosten.

Vom Strand kommen wir in den Dschungel – ein kleiner Regenwald wurde hier angepflanzt, mit Wasserläufen und Mini-Teichen.

Gleich dahinter steht das Brisbane Wheel – ein gigantisches Riesenrad.

Uns tun so langsam die Füße weh – sie ins Wasser zu hängen, ist keine Option, denn an unsere Badesachen haben wir nicht gedacht! Aber an kann ja (wieder) auf’s Wasser gehen! Dieses Mal nehmen wir die flottere Version und steigen in ein City Cat.

Die fliegen förmlich übers Wasser, wir stehen ganz vorne und lassen uns den Wind um die Nase wehen. Die Kassiererin bestätigt, dass wir für 4,90 (=ca. 2,80€) pro  Person zwei Stunden lang herumfahren können.

Blitzschnell sind wir wieder am Eagle Street Pier, fahren wenig später unter der markanten Story Bridge hindurch.



Rechts taucht ein wunderschönes Kolonilahaus aus, mit super gepflegtem Rasen – wir vermuten, dass es die Gouverneurs-Villa ist.

Als ich frage, wer in dem Haus wohnt, erfahre ich, dass es eine teure Prvatschule ist … Inzwischen haben wir den Innenstadtbezirk fast schon verlassen, es geht vorbei an der Endstation der kleinen Cityhopper.

Der Kapitän gibt jetzt richtig Gas – hier liegen die Haltestellen weiter auseinander und er kann zeigen, was das Boot so drauf hat. Uns begegnen Ausflugsboote, die praktisch die selbe Strecke fahren , wie wir – aber vermutlich 10 Mal mehr kosten!

Schließlich sind wir am Ende der Strecke angelangt. Hier wechselt auch die Crew – wir kommen mit dem Kapitän ins Gespräch und er merkt, wie begeistert wir von der Fahrt ist und verspricht eine tolle Rückfahrt. Es ist so einfach, hier überall mit den Leuten in Kontakt zu kommen – alle sind herzlich, interessiert, freundlich …

Es geht jetzt wieder zrurück in der Stadt – der Kassierer erzählt, dass wir hier nicht weit weg sind vom Flughafen und tatsächlich – über uns fliegt ein Flugzeug nach dem anderen!

Die Haltestellen haben witzige Namen – man merkt immer wieder ganz detulich, dass Asutralien ein Einwanderungsland ist und Ortsnamen oft von Heimweh geprägt sind.

Gelegentlich begegnen sich zwei Cats an einem Pier – der Takt ist sehr kurz, alle 10-15 Minuten fährt ein Boot. Ideal, wenn man abends mal in die Uferkneipen möchte – man ist schnell und für kleines Geld vor Ort und kommt genauso fix nachts nach Hause, denn die Boote fahren bis Mitternacht.

Kurz vor der Story Bridge fällt uns auf, dass der Uferweg hier durch’s Wasser führt – wo am Ufer wenig Platz ist, gibt es eben einen Boardwalk über Wasser!

Fast genau 2 Stunden hat unsere  Rundfahrt gedauert (und vermutlich hätte keiner was gesagt, wenn wir länger gefahren wären), als wir am Eagle Street Pier aussteigen.

Wir müssen noch ein paar Dinge für’s Frühstück besorgen, also gibt’s nochmal einen Abstecher in die Queen Street Mall.

Hier erleben wir, dass man auf Plastikeimern prima Musik machen kann, ein kleiner Junge tanzt völlig selbstvergessen dazu .

Bei „Woolies“, wo wir noch Brot und Joghurt besorgen wollen, falle ich fast um!  Ganze Schwärme von ziemlich chinesisch aussehenden Menschen deckt sich da gerade mit Einkaufswagen voller Konserven, Reis und Nudeln ein! Die Kassiererin zuckt mit den Achseln – sie meint, das wird alles nach China geschickt, weil es dort fast nichts mehr gibt …. Ob das stimmt???

Egal – die sonstigen Aussies beteiligen sich jedenfalls ersichtlich nicht an der Hamsterei und auch wir sind mit ein paar Kleinigkeiten zufrieden ..

Später geht’s ein letztes Mal an den Fluss.

Heute sind wir beim Bayern -beim „The Bavarian“ am Eagle Street Pier! Bei Weißbier, Kartoffelsalat und Schnitzel – denn die kommenden (und letzten!) drei Wochen werden sehr reis-lastig werden! – genießen wir den letzten Abend in Australien und den Traumblick auf die Story Bridge.

Und ärgern uns ein bisschen, dass wir Brisbane nicht mehr Zeit gegönnt haben. Aber vieleicht gibt es ja ein nächstes Mal!

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