Reise-Erinnerungen …

Eigentlich …

Tja -- eigentlich hätten wir heute Morgen das Auto voll gepackt und wären nach Calais gefahren. Und morgen früh mit der Fähre nach Dover und von dort aus gute 3 Wochen durch den Südwesten Englands gereist.

Corona-bedingt ist das jetzt alles ins Wasser gefallen. Und wird wohl auch in diesem Jahr nicht nachgeholt werden können, dazu sieht es in Großbritannien derzeit nicht gut genug aus.

Und eigentlich würden wir schon längst an der Planung einer weiteren großen Winterreise sitzen. Aber auch da gibt es im Moment ja weltweit keine verlässlichen Reisebedingungen.

Was macht man dann stattdessen? Man hat endlich mal Zeit, eine vergangene Reise ausgiebig Revue passieren zu lassen. Sie nochmal so richtig nachzuerleben. Unsere letzte Reise war -- vom Ende mal abgesehen -- dermaßen schön und so prall voll mit Erlebnissen, dass ich sie jetzt nochmal quasi im Schnelldurchlauf und auf Video an mir und euch vorbeiziehen lassen möchte.
Es begann Anfang Januar in Bangkok, nur für einen Tag, dann ging es nach Singapur. Kreuz und quer wanderten wir durch die Stadt und um die Stadt herum. Vom Araberviertel mit der goldenen Sultan Masjid Moschee über die Marina Bay bis hin zu Baumwipfelpfaden und der eindrucksvollen Henderson Wave.

Kleiner Hinweis vorab -- zur Verbesserung der Wiedergabequalität auf PCs und Laptops nach dem Start des Videos unten rechts auf das kleine Rädchen klicken und die Auflösung höher einstellen. Und wer oben links auf den kleinen Leuchtturm klickt, kommt zur Playlist mit allen unseren Reisevideos.

Von Singapur aus flogen wir am 14. Januar nach Westaustralien, nach Perth mit Streifzügen durch Parks und Stadt.


Es folgte eine fast 4-wöchige Rundreise mit dem Auto -- zunächst nach Norden, bis zur Shark Bay mit dem Francois Peron Nationalpark.



Dann gemächlich die Küste entlang zurück in den Süden. Ein Zwischenstopp in Kalbarri -- dramatische rote Felsencanyons und wilde Küste.

Goldgelb und malerisch waren die uralten Felspyramiden der Pinnacles, schneeweiß und tiefblau die Strände auf dem Weg in den Süden -- und sehr lecker die riesigen Langusten, die überall angeboten wurden!


Es folgten 4 Tage im malerischen Margaret River, umgeben von Weingütern, Traumstränden -- für Surfer und Badefreunde -- und einfach total entspannend.

Dann ging es weiter in die Hafenstadt Albany, die ebenfalls mit tollen Stränden und fantastischen Felsformationen am Meer punktet. Albany war lange Zeit der einzige Tiefseehafen Westaustraliens und ist ein wirklich hübsches und liebenswertes Örtchen, wo man prima ein paar Tage verbringen kann.

Noch ein Stück weiter östlich liegt Esperance -- hier sind die Strände im Cape Le Grand Nationalpark so weiß, dass man fast zwei Sonnenbrillen braucht. Und nicht nur Menschen schätzen die schneeweiß-türkise Küstenlandschaft, auch Kängurus aalen sich am Strand!

Durch das brüllend heiße Outback ging es einige Tage später nach Kalgoorlie, einer alten Goldgräberstadt, in der bis heute Gold gefördert wird.

Und zum Schluss der Westaustralien-Runde verbrachten wir noch ein paar Tage im herrlich entspannten Fremantle -- Wir lieben FREO!

Von Fremantle aus gab es einen ziemlich großen Sprung nach Osten, einmal quer über ganz Australien hinweg bis nach Tasmanien. Die Hauptstadt Hobart verzauberte uns auch beim zweiten Besuch wieder mit ihren schönen alten Häusern und fantastischem Essen.Aber auch die Umgebung kann sich sehen lassen!

Nächster Stopp war Bicheno -- winzig klein, aber mit vielen Naturhighlights und einem wirklich tollen Naturreservat, in dem Wombats und tasmanische Teufel, Kängurus und Wallabies sowie etliche andere Tiere leben.

Nur eine gute Fahrstunde weiter Richtung Norden kamen wir nach St. Helens und zur Bay of Fires mit ihren leuchtend roten Felsen und azurblauem Meer.

Im Inneren der Insel liegt Launceston -- sehr malerisch mit wunderschönen alten Häusern und einer eindrucksvollen Schlucht, die man auf bequemen Wegen durchwandern kann. Und von da aus ging es dann noch ganz in den Nordwesten -- leider bei weniger gutem Wetter.

Die Runde schloss sich wieder in Hobart, von hier aus flogen wir zurück auf’s Festland, nach Brisbane in Queensland, nahmen einen Mietwagen und fuhren gleich weiter nach Noosa. Noosa punktet mit schönen Stränden -- von denen wir mangels Sonne nicht viel sahen -- und den Everglades, ein gigantischer Irrgarten aus Wasserläufen und Inseln.

Von Noosa aus ging’s zur Hervey Bay und zum absoluten Highlight unserer Reise -- Fraser Island! Zwei Tage lang streiften wir mit dem Landrover über die Insel, die nur Sandwege und keine einzige asphaltierte Straße besitzt.


Den Abschluss des Australien-Teils gab es in Brisbane -- eine der liebenswertesten Städte, die wir kennen. Hier spielt sich vieles an und auf dem Wasser ab, es gibt viel Grün, aber auch wirklich eindrucksvolle Architektur.

Von Australien ging es über Bangkok nach Myanmar -- dieses Mal allerdings nur für 10 Tage Strandurlaub am Ngapali Beach.Es hätte wunderschön sein können, wenn nicht permanente Flug-Umbuchungen und düstere Corona-Szenarien uns den Spaß nach einigen Tagen doch ziemlich verdorben hätte. Trotzdem -- der Ngapali Beach ist auf jeden Fall eine Reise wert!

Unser Reise endete Mitte März im fast menschenleeren Bangkok, das dieses Mal so ganz anders war als in all den Jahren davor. Trotzdem gab es auch dieses Mal wieder Neues zu entdecken -- und wenn es nur skurrile Filmaufnahmen in Chinatown waren oder zauberhafte Kunst in kleinen Gässchen.

Tja -- und jetzt fragen wir uns, ob und wann wir so was ähnliches wieder erleben, wieder planen können -- oder ob man nie wieder so reisen können wird wie früher …

3 Kommentare zu “Reise-Erinnerungen …

  1. Wie immer eindrucksvolle bewegte Bilder. Wie schön doch die Erde ist! Wie schade, sie nur noch ein paar Jahre unbeschwert genießen zu können. Aber die Erinnerungen werden bleiben- ein Polster für die Seele. Trotz, teilweise auch wegen Corona haben wir uns v.5.-12.Juni eine Auszeit in NL am Grevelinger Meer/ Atlantik gegönnt. Sturm, Regen, goldene See in der Sonne-Alles war drin. Einfach schön in einem Tinyhaus auf einem sehr naturbelassenen, weitläufigen Gelände nahe dem Surfzentrum am Brouwerdamm. Mein Stand up Brett zum Kajak umgebastelt, der Körper hat‘s mit Muskelkater gedankt. Die Zeit nach Corona wird Euer „Fernweh heilen“ – viel Spaß dabei, und berichtet weiter!
    Beste Grüße H. G.

  2. Mein Bali-Urlaub im März/April wurde schon ein Corona-Opfer. Ich habe einen Gutschein von Emirates bekommen, da der Flug nicht storniert war.
    Im Februar habe ich ausserdem einen Flug nach Bangkok gebucht – Anfang November bis Anfang Dezember 2020 – mit Qatar.
    Ich weiss, ich kann das Ticket umbuchen – das macht mir keine Sorgen. Manchmal vergesse ich die Realität und denke – ja, vielleicht kann ich im November fliegen. Aber selbst wenn ich bis dahin wieder nach Thailand einreisen könnte, ein Backpacking-Urlaub wie gewohnt kann es nicht mehr sein, ich brauche mir nur bestimmte Situationen vorzustellen und merke – nein, das geht nicht. Das Gefühl der Freiheit und Unbeschwertheit …
    Ich bin sooo froh, dass ich meine Träume so weit wie möglich realisiert und nicht in eine ungewisse Zukunft verschoben habe.

  3. Ich bin froh, dass wir im Februar nochmal los waren. Jetzt fahren wir mit dem Campingbus in Norddeutschland rum. Auch schön. Wer weiss, wie es weiter geht…
    Liebe Grüsse, ich hab schon an euch gedacht. Susanne A.

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