Fernweh heilen …

… ist in Corona Zeiten nicht wirklich einfach!

Wo man gerne hin will, lassen sie einen nicht rein – im Juni wollten wir ja eigentlich nach Südengland … Allerdings will man da zur Zeit auch nicht unbedingt sein.

Und wo man problemlos hin darf, ist es Corona-mäßig nicht immer optimal.

Aber manchmal gibt’s dann doch ganz unerwartete und richtig schöne Alternativen!

Obwohl wir ja erst Ende März aus Australien/Südostasien zurück gekommen sind, plagt uns das Fernweh schon wieder ganz gewaltig. Die Aussicht, die nächsten Monate allenfalls mit Kurzausflügen in die Umgebung verbringen zu müssen, hat uns nicht richtig begeistert. Aber es schien, als dürfe/könne man fast nirgendwo mehr hin.

So ganz langsam kamen dann aber im Juni die ersten Öffnungen. Österreich, Italien – der Reisehorizont wurde plötzlich wieder weiter. Und dann hieß es überraschend, dass auch Norwegen sich für einige wenige Länder  wieder öffnet. Ab 15. Juli dürfen neben einigen Skandinaviern auch Einwohner der EU – mit einigen Ausnahmen – wieder Richtung Mitternachtssonne reisen!

Wir waren elektrisiert – zwar hatten wir Norwegen nicht wirklich auf dem Schirm für dieses Jahr, aber das war eine einmalige Gelegenheit! Kreuzfahrtschiffe dürfen nämlich bis September nicht anlegen, das heißt, weder quergelegte Hochhäuser in kleinen Städten wie Stavanger oder Bergen, noch unzählige Busse mit Tausenden von Kreuzfahrern an allen Hotspots.

Außerdem auch keine Heerscharen von Selfiestick-bewaffneten Touristen aus asiatischen Ländern.

Am liebsten wären wir gleich losgefahren – aber in Corona-Zeiten ist das nicht mehr so einfach. Beim letzten Mal hatten wir lediglich unser Auto bei EPC registriert, um die Maut-Abrechnung zu vereinfachen. Mittlerweile wird aber dringend empfohlen, sich auch bei Autopass zu registrieren und sich einen Transponder/Chip (= brikke) sowie eine Karte für die unzähligen Fähren (=Ferjekort) zu bestellen, um nicht nur die Maut für Straßen, sondern auch Gebühren für Fähren, Tunnels und Brücken kontaktlos bezahlen zu können.

Mehr noch – mit der Autopass Ferjekort spart man bei Maut und Fähren bis zu 50% der normalen Gebühren!

Wahrscheinlich hätten wir das alles nie erfahren, wenn es nicht den Nordlandblog gäbe! Conny und Sirko haben einen tollen Blog, der nicht nur Lust auf den Norden macht mit traumhaften Fotos und detaillierten Reisebeschreibungen, sondern auch eine einfach unglaubliche Fülle an Informationen bietet.

Dank ihrer Schritt-für-Schritt-Anleitung haben wir es nicht nur problemlos geschafft, Brikke und Ferjekort zu bekommen (und sparen damit kräftig bei Straßen-/Tunnelmaut und Fähren), sondern wissen auch – durch die Zoll-App „Kvote Appen“ ganz genau, was wir an Wein und Bier mitnehmen dürfen und wieviel Zoll es kostet, wenn man mehr als erlaubt dabei hat. Das ist übrigens gar nicht so viel, jedenfalls erheblich weniger, als Wein und Bier im Land kosten. Und man kann per App den Zoll ganz bequem schon im voraus online entrichten!

Der Tipp, die Fähre von Dänemark nach Norwegen nicht auf der deutschen, sondern auf der norwegischen Seite zu buchen, brachte dann auch noch fast 20% Ersparnis.


Da Norwegen zwar ein traumhaft schönes, aber auch ziemlich teures Reiseland ist, sind solche Tipps wirklich Gold wert!

Tja – und jetzt steht die Reisroute, sind die Fähren gebucht, ebenso die Unterkünfte, das Auto ist fit gemacht, die Koffer schon fast gepackt und in drei Tagen, am 6. August geht es los, nach NORWEGEN!

3 Kommentare zu “Fernweh heilen …

  1. Jetzt bin ich aber sehr neidisch. Süd- Norwegen war unser diesjähriges Juni – Reiseziel. Auch ich hatte dank dem Nordlandblog von Conny und Sirko schon im 2019 die Reiseroute zu planen begonnen und abrupt alles wieder in die Ecke legen müssen. Leider ist es für uns nun zu spät für Norwegen, haben vorwärts geplant im eigen Land und im Sept. Deutschland.
    Auf jeden Fall wünsche ich Euch eine wunderschöne Reise und freue mich auf Eure Bilder und Erfahrungen, vielleicht für uns im 2021, ich gebe die Hoffnung noch nicht auf.
    Alles Gute und Gute Fahrt. 🙂

  2. Hallo,
    obwohl wir ja auch gerne Fernreisen machen, will ich im Hinblick auf Deine dezente Abwertung der Region ein paar Hinweise geben. Kennt Ihr die Schlösser und Kloster der Region-von Karlsruhe über Bruchsal und Schwetzingen, Kloster Maulbronn u. Lorsch? Wann ward Ihr zu Fuß das letzte Mal auf der Thingstätte und dem Michaeliskloster ( heißt das so? Keine Lust zum Nachschauen), am Ölberg in Schriesheim mit Steinbruch, dort sogar ein Klettersteig. Weitere Gegenden: Leichter Mittelrheinsteig bei Boppart gegenüber Loreley, Dahner Felsenland, Sagenhafte Felsformarionen in der sächsischen Schweiz, Mosel mit Trier, Bernkastel, Saarschleife, Elsass, Schwarzwaldhochstrasse(!) uvm. Alles zu Fuß oder Rad, notfalls Auto machbar. Segeln auf dem Bodensee, der mecklenburgischen Seeenplatte, friesische Inseln, Ostseeinseln( Fehmarn , Rügen usw.) uvm. Bergwandern und und und. Deutschland hat auch für Euch viele unentdeckte Ecken, nicht schlechter, nur anders als außerhalb. Aber vielleicht wollt Ihr Euch dies aufbewahren fürs Alter…😉. Egal! Wünsche Euch viel positive Aufregung und Spaß in Norwegen. Grüße Helmut

  3. Da möchte ich doch die erste sein, die euch eine wunderschöne Reise wünscht!

    Vielen Dank auch für die supertollen Infos, die du mal wieder in deinem Beitrag untergebracht hast 🙂

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