09.08. – Like Ice in the Sunshine …

Wieder ein wunderbarer warmer Sommertag! Eis gab es heute natürlich auch – aber erst am Nachmittag!

Der Tag startete allerdings bereits mit ein paar kulinarischen Highlights – Smoothie aus diversen roten Beeren, Joghurt mit Knäckebrot-Granola, Kiwis und Avocados, Räucherlachs von den Lofoten, frisch aufgeschnitten, diverse süß-sauer eingelegte Fische, Käse aus diversen norwegischen Provinzen, mindestens 5 Sorten Brot, eines leckerere als das andere …
Dazu Kaffee Crema oder Cappuccino ….

Das alles in der warmen Morgensonne auf der Terrasse des Scandic Bystranda, mit Blick aufs Meer und Boote. Schon der allererste Blick aus dem Fenster am Morgen zeigte einen strahlend blauen Himmel.
Das Frühstück in der Morgensonne wurde deshalb ziemlich ausgedehnt, dann machten wir uns aber doch auf. Zuerst im Nahbereich – der Stadteil Posebyen ist nämlich wirklich sehenswert. Wie so viele norwegische Städte bestand auch Kristiansand früher ausschließlich aus Holzhäusern, und auch hier gab es teils verheerende Brände, denen große Teile der Stadt zum Opfer fielen.

Der große Brand von 1892 zerstörte fast die ganze Stadt, nur Posebyen blieb nahezu intakt und bildet heute die größte zusammenhängende Siedlung aus Holzhäusern in Nordeuropa. Ein Spaziergang durch die kleinen Straßen ist also wie eine Zeitreise – und wirklich schön!

Noch schöner als eine schöne Stadt an einem schönen Sommertag ist allerdings die Natur – also ab ins Auto und Richtung Schären.

Es gibt hier ein verwirrendes Geflecht kleiner und kleinster Sträßchen und Brücken, die einen Teil der Inselchen mit dem Festland verbinden. Man muss sich das vorher mal auf einer Karte (oder bei Google Maps) genauer anschauen, bevor man losfährt, sonst wird das Ganze leicht zur Irrfahrt.

Zunächst ging es über die E18 durch den Stadtteil Oddemarka, wo auch die Universität angesiedelt ist. Eine weitere Brücke über den Fjord brachte uns in den Skjærgården, den Schärengarten. Hier nahmen wir die 401, die sich durch eine Sommerlandschaft wie aus dem Bilderbuch wand. Saftig grüne Wiesen, Moore, kleine Seen.

Und immer wieder gab es auch Brücken, von denen wir einen Blick auf Wasserwege und kleine Inseln hatten.

Kurz vor Høvåg hatte man einen absoluten Panoramablick von einer recht schmalen Brücke aus. Parken konnte man da nicht, wir mussten weiter fahren und ein Stück zu Fuß zurück gehen. Aber der Blick war das allemal wert.



Zwischendurch wieder Wiesen und Wälder …

Bei einer besonders hohen Brücke hielten wir nochmal an – wieder mussten wir ein Stück weiter fahren, bevor Aussteigen möglich war.

Gestern waren wir zwischen den hohen Pfeilern der Brücke hindurch gefahren, heute sahen wir die Szenerie von oben.


Auf dem Wasser herrschte ein unglaublicher Verkehr! Da war mehr los, als auf der Straße!

Wir wollten die Brücke noch von unten anschauen, dazu musste wieder ein Stück gelaufen werden. Gelegenheit, mal herum zu schauen – und interessante Verkehrsschilder und hübsche Blumen zu entdecken.

Von unten wirkt die Brücke fast filigran – dabei ist sie wirklich hoch!

Das Wasser ist nicht sehr tief hier – und immer wieder gibt es kleine sandige Badeplätze.

Wir steuern unser nächstes Ziel an – Brekkestø. Das kleine Fischerdorft ist ein Magnet für norwegische Touristen – dabei ist es so klein, dass man hier eigentlich gar nicht groß was unternehmen kann! Nicht mal parken kann/darf man im Dorf, der Parkplatz befindet sich ein ganzes Stück außerhalb. Es gibt zwar zauberhafte kleine Häuser …

Es gibt einen schmucken Gemüseladen …

Einen Eisladen, wo die Leute unglaublich geduldig (und mit Abstand!!!) Schlange stehen für eine Tüte Eis …

Es gibt auch einen mehr als idyllischen kleinen Hafen – aber das war’s dann auch.


In die Eis-Schlange wollen wir uns nicht einreihen – wir hoffen auf weniger Betrieb in Lillesand, laufen den Berg rauf zurück zum Parkplatz und fahren weiter.

Auch Lillesand ist heute ziemlich voll, aber wir finden einen Parkplatz in Hafennähe (der noch nicht mal was kostet  denn heute ist Sonntag!) und machen uns auf die Suche nach einem Eis. Da sind wir allerdings nicht die einzigen – die Norweger lieben Eis! Riesige Kugeln werden auf knusprige Waffeln oder in Schälchen getürmt – dunkle Schokolade mit Salz-Karamell und „Jordbær“ (= Erdbeer) landen in unseren Tüten.

Und dann  … sitzen wir einfach da in der Sonne, schauen auf den Hafen, schlecken unser Eis – und sind einfach nur glücklich!

Ein bisschen Sightseeing muss dann aber doch noch sein, auch wenn es hier außer dem Hafen nichts sensationelles zu sehen gibt.



Für den Heimweg nehmen wir wieder die selben kleinen Sträßchen wie zuvor, biegen aber kurz vor dem Ziel noch zu einem Felsvorsprung in Kristiansand ab, dem Galgenberg. Hier wurden um 1807 im Zuge der napoleonischen Kriege Befestigungen errichtet. Heute genießen die Locals hier vor allem die Ruhe, die Natur und heute die Sonne.


Wir legen noch die letzten Meter bis zu unserem Zuhause zurück, brechen aber bald schon wieder auf, um die letzten Sonnenstrahlen auch noch einzufangen. Im alten Fischereihafen gibt es heute für uns ….. Fisch! Gegrillten Lachs für Dieter, Kabeljau für mich, beides fangfrisch und super-lecker!

Und morgen geht’s weiter – nach Stavanger!

Hierdie heutige Route:

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