11. August – Lysefjord und Preikestolen

Kein Zeitdruck heute morgen – unsere Bootstour geht erst um 12:15 los.

Das ist auch deshalb nicht schlecht, weil wir erstmalig seit langem wieder in den Genuss eines mehr als üppigen Frühstücksbüffets kommen! Zwar kann man im Thon Hotel Stavanger leider nicht draußen sitzen – dazu ist es hier in der Altstadt einfach zu eng, die Häuser stehen dicht an dicht – aber das Restaurant ist nicht wirklich voll.

Und was da zum Frühstück alles angeboten wird, ist fast wie in früheren Zeiten!

Wirklich schön ist, dass alles mit (essbaren) Blüten dekoriert ist – und der sündhafte Schokoladenkuchen wäre schon fast ein Grund, wieder hierher zu kommen!

Alle Gäste achten auf Abstand, es gibt nie irgendwo ein Gedrängel – dazu sind es wohl auch zu wenige Gäste. Bestens gestärkt brechen wir auf – erst zu einem kleinen Rundgang durch die Altstadt. Stavanger hat noch viele alte Holzhäuser.

Der Dom ist derzeit leider fast vollständig eingerüstet, der hübsche See mitten in der Stadt liegt heute ungünstig im morgendlichen Gegenlicht – aber das Holzkrokodil und der kleine Junge mit den Enten sind willkommene Fotomotive.

Noch ein Gang zum Turm hoch über dem Hafen – von hier aus hat man – theoretisch – eine tolle Aussicht, praktisch leider nicht (mehr), der Bewuchs ist viel zu hoch und zu dicht.

So langsam wird es auch Zeit, runter in den Hafen zu gehen, das Ausflugsschiff liegt schon da, einige (wenige)  Leute stehen Schlange.

Viel mehr werden es auch nicht mehr – am Ende sind etwa 25 Personen auf dem Boot. Zu Kreuzfahrtzeiten wäre es sicher die 10-fache Menge! Wir legen ab, der Hafen gleitet langsam an uns vorbei.


Unter der großen Stadtbrücke hindurch, die Stavanger (das man übrigens hier „Stavänger“ ausspricht, mit Betonung auf der 2. Silbe!) mit zwei Inseln verbindet, fahren wir in den Straumsteinsund ein.


Auch wieder überall kleine und kleinste Inselchen, fast auf jeder steht zumindest ein Haus. Den Erläuterungen an Bord zufolge sind es überwiegend Ferienhäuser.




Am Festland (soweit es das hier an der Küste überhaupt gibt!), sanfte Wiesen mit kleinen Ortschaften.

Es wird eng – das Boot schlängelt sich durch felsige Inselgruppen hindurch, biegt schließlich in den Høgsfjord ein.

Eine weitere Kurve nach links – dann beginnt der Lysefjord, den gleich am Eingang eine gewaltige Brücke, die Lysefjordbrua, überspannt. Die Durchfahrtshöhe von 50m soll sicherstellen, dass auch Kreuzfahrtschiffe in den Fjord einfahren können. Überquert man die Brücke mit dem Auto und biegt dann rechts ab, führt die Straße zum Preikestolen.


Von hier ab wird es dramatisch – die Felsen scheinen immer näher zu rücken!

Fast senkrecht ragen sie auf der linken Seite in die Höhe.



Das Boot fährt so nah wie möglich an eine Höhle in den Felsen heran – hier sollen sich früher Piraten verborgen haben.

Plötzlich ein erstaunliches Bild – Ziegen klettern in den schroffen Felswänden herum! Offenbar eine sehr genügsame Sorte, denn viel Gras gibt es hier nicht – aber reichlich Wasser.


Das Boot gleitet immer tiefer in den Fjord – der Lysefjord ist über 40 km lang, an der tiefsten Stelle rund 400 m tief und eingerahmt von bis zu 100m hohen Felswänden.

Und dann taucht er auf – der Preikestolen! Von hier unten wirkt die Kanzel (in der Bildmitte) fast winzig!
Erst kräftiges Zoomen zeigt, dass der Fels wirklich wie eine Kanzel aussieht!


Dank Superzoom kann man auch sehr gut erkennen, dass dort oben offenbar eine Menge Menschen sind.


Hier wendet das Boot, es geht heimwärts. Zunächst aber noch ein Stopp an einem Wasserfall.

Die Stimmung an Bord ist seeeehr entspannt, man hat reichlich Platz!



Am norwegischen Ölmuseum vorbei fahren wir schließlich wieder in den Hafen ein.

Beim Aussteigen zeigt uns ein großes Plakat, wie der Preikestolen(normalerweise) von oben aussieht – ganz so voll war es heute vermutlich nicht!

Zuerst geht’s – vorbei an den schönen Hafenhäusern – auf eine Tasse Kaffee zurück ins Hotel, dann aber bald wieder los.


Wir wollen zu den „Drei Schwertern im Fels“ – zwar sind die besonders dramatisch in der Abendsonne, aber solange wollen wir nicht warten. Einmal quer durch die Stadt auf die andere Seite – dort stoßen wir auf einen ziemlich belebten Badestrand.

Direkt daneben ragen dann tatsächlich 3 riesige Schwerter aus einem Felsen!

Zurück in der Stad wird das Auto wieder im Parkhaus abgestellt, Ziel ist jetzt die „Straße der Farben“, die Øvre Holmegate, in der die hübschen alten Holzhäuser alle in bunten Farben gestrichen sind. Es ist eine Straße voller Kneipen, Cafés, kleinen Läden mit Kunsthandwerk.

Hier kehren wir ein auf ein Bier, später gibt es dann die Norwegische Variante eines Krabbenbrotes – mit fangfrischen saftigen Krabben in einer leichten Dillmayonaise – sehr gut!

Jedenfalls bestimmt besser als die „Polser“ vom Bus!


Abendstimmung auch auf den Stufen vor der Kirche.


Nach ein paar Schritten sind wir wieder im Thon Hotel – müde und sehr glücklich über einen weiteren traumhaften Tag!
Der Tag nochmal im Video –

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