26. August – Einfach toll : Oslo!

Schon beim letzten Besuch hatten wir uns förmlich in diese Stadt verliebt! Eine geniale Mischung aus wunderschönen alten Jugendstilhäusern und fantastischer neuer Architektur. Und das alles auch noch direkt am Meer!

Man kann hier locker eine Woche verbringen, ohne dass einem langweilig wird! Denn nicht nur die Stadt, auch die Umgebung bietet eine Menge.

Nur haben wir leider deutlich weniger Zeit – die kosten wir aber wirklich voll aus!

Allerdings sieht es am Morgen zunächst überhaupt nicht nach einem tollen Sommertag aus!!!

Da hängen dunkle Wolken über der Stadt, es nieselt sogar! Uns ist das erst mal egal. Wir drehen uns einfach nochmal im Bett rum, frühstücken ausgiebig, denn die letzten Selbstversorger-Vorräte müssen ja schließlich weg, und trödeln dann so langsam los. Natürlich erst, nachdem mittels Ruter Billet App ein billiges Senioren-Tagesticket für ca. 5 € aufs Handy geladen wurde.

Der Aufzug bringt uns vom 3. Stock nach unten. Zwar unendlich langsam und weil immer nur 2 Leute gleichzeitig rein dürfen, dauert es ewig – aber dafür prunkt er mit einer wirklich tollen Tür! Das Foto auf der Lift-Tür ist übrigens die Fassade des zu den Apartments gehörenden Saga Hotels.

Mittlerweile kennen wir den Weg zum Bahnhof nicht nur, sondern haben sogar schon eine Abkürzung gefunden und sind ca. 15 Minuten später unten in der Stadt. Wieder steigen wir am Nationaltheater aus, bewundern dieses Mal wenigstens kurz den farbenprächtigen kleinen Park mit seinen Statuen.


Statuen gibt es in Oslo reichlich – nur wenige Meter weiter steht schon wieder eine!

Auch die Blumenpracht ist mehr als üppig, die gesamte Karl Johans gate ist von Blumenkübeln gesäumt. Am Ende der Straße steht übrigens das Schloss.


Geht man in die andere Richtung, kommt man zunächst zu einem Blumenmarkt, dann zum Dom. Vor dem Dom ist ein kleiner Platz mit einem – ebenfalls kleinen – Markt. Nur ein paar Stände, aber immerhin außergewöhnlich! Käsekuchen am Stil ….

Im Domgarten blüht es – rostig und silbern! Ein Meer von Rosen aus Metall, die meisten von Rost überzogen, dazwischen blitzen aber ein paar in hellem Silberton.


Und auch wirklich herziges gibt es hier …

Hinter dem Dom steht ein hübsches Ensemble – die alten Markthallen, die heute überwiegend Restaurants, aber auch Geschäfte beherbergen.

Vom Dom aus sind es nur noch ein paar Schritt bis zum Bahnhof. Der ist überwältigend – erinnert ein bisschen an den Gare de L’Est in Paris, ist aber fast noch prächtiger! Denn das ist kein schlichtes Funktionsgebäude, sondern ein sehr repräsentatives Gebäude, das auch ein Hotel beherbergt.

Vom Vorplatz aus schaut man in die Karl Johans gate – und wäre nicht ein klitzekleiner Hügel dazwischen, könnte man die schnurgerade Straße entlang bis zum Schloss schauen!

Auf dem Bahnhofsvorplatz ist eine Menge los, Kunst und sogar wilde Tiere gibt es hier! Und überall die hier unvermeidlichen Elektro-Roller …


Fast direkt nebenan steht die wohl modernste Bibliothek Europas – die erst in diesem Jahr eröffnete Bibliothek Deichmann, ein lichtdurchflutetes Gebäude, das wir gerne besichtigt hätten.

Aber bei DEN langen Schlangen dann doch lieber sein lassen …


Stattdessen geht’s ein Haus weiter, zur Oper.
Die ist einem treibenden Eisberg nachempfunden, eine Orgie aus weißem Marmor und Glas. Besucher sind herzlich eingeladen, das Gebäude zu besteigen und zu erkunden, Treppen und schiefe Ebenen laden zum Herumklettern ein.

Ein echter Abenteuerspielplatz, mit tollen Blicken über die Stadt.



Manche Besucher gönnen sich auch ein kleines Päuschen auf der Mauer …

Oder genießen einfach die fast schon unendliche Weite hier oben.

Nach einiger Zeit klettern wir wieder runter, gehen nochmal Richtung Bahnhof und dieses Mal auch rein.

Schön ist es hier, sehr eindrucksvoll – aber, für einen Bahnhof, gähnend leer …

Über den Vorplatz steuern wir jetzt den Hafen an.

Schlendern gemächlich am Wasser entlang bis zum Rathaus, das ebenfalls reichlich mit Skulpturen bestückt ist.

Vorbei an den schönen alten Seglern und am kleinen Fischmarkt geht es weiter zum westlichen Bereich des Hafens, nach Aker Brygge und Tjuvholmen.

Aker Brygge ist ein Eldorado für Hungrige und Modebewusste. Während in der zweiten Reihe Einkaufsmalls, Modegeschäfte und Boutiquen zu finden sind, gibt es direkt an der Hafenfront ein Lokal neben dem anderen.

Und wem das nicht reicht, der wird garantiert bei einem der vielen kleinen Stände und Foodtrucks fündig, die direkt am Wasser stehen.

Es ist genau die richtige Zeit und der richtige Ort für einen Cappuccino und was Süßes dazu! Eine kleine Kaffeebude lockt uns nicht nur mit Getränken aus frisch gerösteten Bohnen, sondern auch mit Liegestühlen in der Sonne und Traumblick! Hier hat man die Festung und die Fähren im Blick.

Fehlt nur noch was Süßes zum Kaffee … Aber auch da gibt’s was – Churros!!!! Ganz frisch gebacken, mit Zucker oder Schokolade … mhhhmmmm, LECKER!!!

Neben Fähren und Burg haben wir auch Blick auf  …… eine Sauna! Eine schwimmende, in der etliche junge Männer erst schwitzen und dann mit einem Sprung ins kühle Nass des Hafens hüpfen.

Wir sind hier aber nicht nur auf einer Fress- sondern auch auf einer Kunstmeile! An der Uferpromenade Stranden entlang sitzen riesige Vogelmenschen aus Bronze – ein Vorgeschmack auf den kommenden Skulpturenpark.

Über eine kleine Brücke erreicht man den Stadtteil Tjuvholmen, ein relativ neuer Stadtteil.


Hier kann man nicht nur moderne Architektur vom Feinsten bestaunen, sondern es gibt auch weiterhin reichlich Kunst. Hier ist zum einen das Astrup Fearnley Museum, in dem zeitgenössische Kunst ausgestellt wird. Ein tolles Ziel für Regentage – aber heute wollen wir lieber draußen bleiben!

Und außerdem beginnt hier der Skulpturenpark. Auf der Wiese, zwischen den Gebäuden, überall gibt’s was zu sehen.

Und überall genießen die Menschen die Sommersonne – man liegt auf den Wiesen, auf den Bänken am Wasser oder geht auch gleich mal im Wasser.



Auch wir saugen jeden Sonnenstrahl auf, schlendern um die Häuser, über die Kanäle, durch Durchgange hindurch …



Schließlich sind wir wieder vorne am Hafen. Und haben Lust auf eine Bootsfahrt! Schließlich verkehren die Fähren zu diversen Zielen im Viertelstundentakt und wir haben ja ein Tagesticket, das auch für die Fähren gilt. Vorbei am Mützenverkäufer kommen wir zum Pier.

Vorsorglich fragen wir aber doch nach, wohin wir mit dem Ticket fahren können, denn es deckt nur die Zonen 1 und 2 ab. Und siehe da – unser Ticket gilt auch für die  Fähre zur Halbinsel Bygdøy. Die fährt vom Pier 3 ab und erreicht Bygdøy in rund 15 Minuten.
Bygdøy
ist ein tolles Ausflugsziel, denn dort gibt es jede Menge Museen. Eines davon, das Norwegische Freilichtmuseum, haben wir 2018 besucht. Außerdem findet man dort das Wikingerschiffmuseum, das Kon Tiki Museum, das Norwegische Seefahrtsmuseum, das Fram Polarschiffmuseum sowie das Holocaustzentrum.

Heute ist uns aber nicht nach Museen, sondern nach frischer Luft! Und die lassen wir uns auf dem Schiff begeistert um die Nase blasen! Einmal bis zur Halbinsel und wieder zurück – knapp eine Stunde sind wir unterwegs, denn die Fähre legt in Bygdøy an zwei verschiedenen Stellen an.




Eine tolle Fahrt durch eine wunderschöne Landschaft!!! Wieder an Land, werden wir langsam hungrig und durstig. Immerhin ist es mittlerweile schon 18 Uhr durch. Am Rathaus vorbei wandern wir Richtung Innenstadt. Und landen – ein letztes Mal – bei Egon! Klar – die Egon Restaurants sind eine Kette – aber eine richtig gute! Noch nie haben wir hier schlecht gegessen, überall war das Personal unglaublich freundlich – und das Konzept überzeugt ebenfalls. Man holt sich seine Getränke (wie übrigens in den meisten angelsächsischen Pubs) selbst an der Bar, gibt dort auch seine Bestellung für’s Essen auf, das wird dann an den Tisch gebracht.

Hierin Oslo gibt es gleich mehrere Egons – wir landen in dem in der Karl Johans Gate.


Dort bekommen wir ein kühles Bier und eine wunderbare heiße Fischsuppe, mit reichlich Fisch und vielen Krabben!

So endet unser letzter Abend in Oslo, unser letzter Abend in Norwegen.

Hier sind wir heute herum gestreift:

Ein Kommentar zu “26. August – Einfach toll : Oslo!

  1. Auch wir waren begeistert von Oslo, dem entspannten Lebensgefühl dort und der fantastischen modernen Architektur, ich denke insbesondere an die Oper und die Bücherei.

    Direkt im Stadtzentrum schwimmen gehen zu können oder, schöner noch, auf der idyllischen Museumsinsel, das ist ein Luxus, den nur wenige Hauptstädter haben. Die Osloer sind wirklich zu beneiden…

    Ihr hattet eure Reise ideal getimet – als wir da waren, war der Fährbetrieb nach Bygdoy leider eingestellt worden.

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