28. Juli – Richtung sonniger Süden!

Ca. 4 1/2 Stunden veranschlagte Google Maps für die heutige Strecke – wenn man den direkten Weg nimmt! Aber die Kombination von strahlender Sonne und langen Tagen schrie geradezu nach einem Umweg – über eine der schönsten Straßen der Welt, die Atlantikstraße!

Klar, wir sind die schon zweimal gefahren – aber aller guten Dinge ist 3 und außerdem kennen wir sie nur von Nord nach Süd – heute wollte es mal die umgekehrte Richtung sein.

Vor dem Aufbruch gab es aber erstmal Frühstück – wieder mit Traumblick auf Fluss und Häuser im Morgenlicht – und dann musste ja noch die Sache mit der Tiefgarage geklärt werden.

Ihr erinnert euch – hier zieht man keine Karte beim Reinfahren, sondern das Nummernschild wird von Kameras gescannt und je nachdem, ob man beim entsprechenden Betreiber einen Account hat oder nicht, muss man dann am Automaten seine Nummer eintippen und bekommt den Zahlbetrag angezeigt. Nur – unsere deutsche Autonummer mit dem Bindestrich wurde einfach nicht erkannt! Das hatte ich schon gestern an der Rezeption erklärt, man wollte sich kümmern … Das Ergebnis: Wenn die Nummer nicht erkannt wird, muss man auch nichts bezahlen!

Nicht schlecht – so spart man mal locker fast 50€ Parkgebühren! Los ging’s – bis man aus Trondheim raus ist, dauert es allerdings eine ganze Weile. Aber dann wurde es ländlich-schön! Wir fuhren zunächst an der Küste entlang, dann etwas weiter im Landesinneren, aber Wasser gab es fast überall.




Die nächste Fähre ließ nicht lange auf sich warten – von Halsa nach Kanestraum ging es nur per Schiff.
Bei gutem Wetter sind diese Mini-Seereisen einfach traumhaft schön!

Selbst wenn man sich neben die Autos auf dem Cardeck quetschen muss, kann man die Überfahrt genießen.

Jetzt war es nicht mehr weit bis Kristiansund – und da sind Kaffee und Kuchen am Hafen, vis-à-vis von der Klippfischfrau, schon ein Muss! Und natürlich ein weiteres Mal einfach ein bisschen herumschlendern …

Gestärkt ging es weiter – durch den Atlantiktunnel, der seit letztem Jahr gebührenfrei ist, Richtung Atlantikstraße. Zunächst eher unspektakulär, durch eine recht felsige Landschaft.

Dann kamen wir ans Wasser – und dort wurde es wieder wunderschön! Die Straße führt über weite Strecken buchstäblich durchs Wasser.

Bei der ersten Gelegenheit hielten wir an – eine Ecke, die zum Träumen und Entdecken einlädt.

Weil es langsam doch etwas spät wurde, ging es danach recht zügig weiter, zuerst noch übers Wasser, später durchs Land.



In Molde angekommen, braute sich am Himmel was ziemlich Düsteres zusammen.
Dieses Mal übernachteten wir nicht im wunderbaren Scandic Seilet in Molde – die Preise waren jenseits von Gut und Böse, da offenbar halb Norwegen derzeit in diversen Scandic Hotels Ferien macht. Wir hatten stattdessen ein kleines Apartment in Vestnes gewählt, auf der anderen Seite des Fjords. Also erst mal schnell in Molde zum Supermarkt, was für’s Abendessen einkaufen, dann wieder eine Fähre – und ein letzter Blick auf Molde.



Die Überfahrt wurde ziemlich nass, bis wir jedoch in Vestnes angekommen waren, schien bereits die Sonne wieder.


Vestnes ist ein winziges Örtchen, sehr viel zu sehen und zu tun gibt es hier nicht. Allerdings hatten wir mit unserem Apartment eine Prime Position erwischt – direkt neben der wunderschönen alten roten Holzbrücke. Von unserem Balkon aus ließ sich der Gezeitenstrom, der sich durch die Enge unter der Brücke drückte, wunderbar beobachten. Auch sonst war das Apartment ganz nett.

Das Beste war aber wirklich der Balkon und die Aussicht!

Nach einer kurzen Runde durchs Dorf ließen wir uns auf dem Balkon nieder, futterten Reker (=Krabben) mit Kartoffeln und Salat und genossen den langsam hereinbrechenden Abend, den Sonnenuntergang und die Ruhe…



Der Tag im Video:


Das war die heutige Strecke:

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