Erstens kommt es anders ….

Tja – manchmal ist zwar nach der Reise vor der Reise, aber so ganz haut das leider nicht immer hin. Letztes Jahr hatten wir tatsächlich schon lange vor unserer Norwegen Tour die Südostasien Reise fest eingetütet.

Die Lufthansa-Gruppe hatte im Frühjahr 2021 ein Partner Special nach Singapur im Angebot, 1.100€ in der Businessclass der Swissair – das konnten und wollten wir uns nicht entgehen lassen! Von da aus sollte es nach Thailand gehen … und danach evtl. nach Neuseeland? Australien? Oder doch nur Thailand?

Alles schien machbar.  Also wurde im Mai gebucht und geplant, wir waren frisch doppelt geimpft und jeder glaubte, mit den Impfungen wäre Corona bald Geschichte …

Es folgte die wunderbare Reise nach Norwegen – und dann kam der erste Rückschlag. Die Corona Zahlen stiegen wieder.

Swissair stornierte Anfang September die Flüge nach Singapur, weil da plötzlich neue Vorschriften galten. Wir bekamen zwar unser Geld zurück – aber wir wollten doch reisen! Thailand öffnete sich damals gerade vorsichtig. Da kam das nur wenig teurere Special von Air France von Frankfurt nach Bangkok gerade richtig. 60 Tage Thailand – das würde uns mal Gelegenheit geben, mehrere Provinzen ausgiebig zu bereisen, vor allem den Isaan.

Also wurden die Flüge gebucht. Immerhin ziemlich risikofrei, denn Air France/KLM boten kostenlose Stornierungen an.

Dann kam der November, Thailand führte den „ThailandPass“ ein, alles schien total einfach. Das 60-Tage-Visum wurde beantragt und genehmigt, zwischendurch schien sogar ein Abstecher nach Kambodscha/Angkor Wat machbar. Wir wollten die ersten 14 Tage am Meer verbringen, 7 Tage auf Phuket, dann weitere 7 Tage in Khao Lak.

Es folgte der nächste Rückschlag: Nach Phuket durfte man nur direkt vom Ausland aus hinfliegen, unsere Kombination – Flug nach Bangkok und Anschlussflug nach Phuket – ging nicht. Aber immerhin durfte man nach Bangkok einreisen, dort einen PCR Test machen und nach dem (hoffentlich) negativen Ergebnis frei im Land herum reisen. Das Ganze nannte sich „Test&Go“ und es musste zwingend vorab eine Hotelübernachtung inkl. Abholung vom Flughafen und einem PCR-Test gebucht werden.

Auch darauf stellte wir uns ein, buchten ein Test&Go Hotel für die erste Nacht inklusive Abholung vom Flughafen und PCR-Test.

Aber dann kam Omikron und damit ein weiterer Rückschlag. Am 22. Dezember hieß es plötzlich, wegen der Omikron-Variante gebe es keine neuen Einreisegenehmigungen mehr, die letztmögliche Frist, um einen Thailand Pass zu beantragen, lief am 22. Dezember um 18 Uhr (deutsche Zeit) ab. Aber alle, die bis dahin einen Antrag gestellt hatten, der dann auch genehmigt wurde, sollten einreisen dürfen.

Es folgten hektische Aktivitäten am PC, um den ThailandPass auf den letzten Drücker zu bekommen – und das klappte sogar! Also wieder Entspannung und Erleichterung über Weihnachten.

Anfang Januar wurden die Koffer aus dem Keller geholt – am 12. Januar wollten wir fliegen, am 11. schon nach Frankfurt fahren und – wegen des frühen Flugs – dort übernachten. Dann kam am 3. Januar die niederschmetternde Mitteilung, dass man auch mit ThailandPass nur noch bis zum 10. Januar einreisen dürfe. Genaueres werde in den nächsten Tagen noch mitgeteilt.

Um es kurz zu machen – es blieb weiter vage, die Informationen änderten sich täglich, die Inzidenzen stiegen weltweit wegen Omikron an, Thailand rief die Stufe 4 der Corona-Einschränkungen aus. Schulen wurden geschlossen, Kinos, Sportstätten, Shopping Malls. Stufe 5, mit noch weiter gehenden Einschränkungen – auch die Abschottung ganzer Provinzen ist da vorgesehen – wurde bereits in Aussicht gestellt.

Da zogen wir die Reißleine! Unvorstellbar, nicht frei reisen zu können. Noch unvorstellbarer, möglicherweise wochenlang irgendwo, in irgendeiner Provinz, fest zu sitzen, wo man evtl. nur 2 Tage bleiben wollte.

Also wurde alles storniert, Flüge, Mietwagen, Hotels … zum Glück fast verlustfrei. Tja – und nun stellte sich natürlich die Frage : WAS NUN??????

Daheim bleiben, war absolut KEINE OPTION! Also blieb nur Plan B. Und das konnte nur bedeuten, irgendwo hin, wo Omikron kein Problem (mehr) darstellt. Also – BACK TO THE ROOTS!

Dahin, wo Omikron anfing (bzw. zuerst entdeckt worden war) und mittlerweile fast komplett durch ist. Dahin, wo die Inzidenzen nur noch 2stellig sind. Dahin, wo es jetzt Sommer ist, das Wetter gut, die Unterkünfte traumhaft und das Essen (und nicht zu vergessen – die Weine!) fantastisch sind – SÜDAFRIKA!

Deshalb sitzen wir heute Abend NICHT am Ufer des Chao Phraya, sondern hoffentlich nächste Woche, am 22. Januar, im Flieger nach Kapstadt! Und am Tag darauf am Pazifikstrand.

Wir haben kurzentschlossen alles auf Anfang gestellt, mit Lufthansa Meilen einen Hinflug nach Kapstadt, den Rückflug von Johannesburg aus gebucht, und wollen dazwischen gute 6 Wochen durch Südafrika fahren. Mit dem Mietwagen, mit noch vielen offenen Planungsteilen – aber das wird schon. Weil dort der Tourismus erst ganz langsam wieder in Gang kommt, kann man wunderbare Unterkünfte zu niedrigen Preisen kurzfristig buchen – das gibt uns die Möglichkeit, auch mal spontan irgendwo länger zu bleiben und uns ein bisschen treiben zu lassen.

Wir freuen uns jedenfalls schon total auf was ganz Neues, ein Land, einen Erdteil, in dem wir noch nie zuvor waren. Absolutes Neuland – und das in unserem Alter! Einige halten uns für verrückt, aber es gibt auch viele positive Reaktionen im Freundes- und Bekanntenkreis. Und ihr könnt endlich mal was wirklich Neues hier lesen und miterleben!

 

3 Kommentare zu “Erstens kommt es anders ….

  1. Vorsicht!…kann ich da nur warnen… Das Afrika(reise)virus könnte euch befallen 🙂… Aber, es gibt Schlimmeres 👍. Wünsche euch viel Vorfreude und eine spannende Reise. Wir lieben Südafrika und kehren auch bald zurück ❤️. Bis dahin werde ich mir mit deinem Blog die Zeit vertreiben!

  2. Nach diesem ganzen Hin- und Her wird das eine fantastische Reise werden: Afrika ist großartig, Südafrika gut als erstes Ziel und ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Ihr bald wieder auf diesen Kontinent reist!

  3. Oha! Das ist ja schon Abenteuer VOR der Reise! Dann sage ich mal „Have a great trip“, wünsche Euch gute Flüge und Fahrten – und freue mich sehr auf die Berichte 😉

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