21./22.01. – In den Startlöchern

Früher hat man eine Reise geplant, Flüge und Hotels gebucht, Koffer gepackt, ist zum Flughafen gefahren und losgeflogen. Evtl. musste man sich vorher noch ein Visum besorgen – das war’s dann aber schon mit Papierkram.

Heute plant man eine Reise, füllt stapelweise Formulare aus, bringt Nachweise für alles Mögliche und Unmögliche bei und wenn man Pech hat, erfährt man kurz vor der Abreise, dass das Reiseziel coronabedingt mal wieder die Einreisebedingungen geändert hat und man nicht oder nur unter erschwerten Bedingungen rein darf.

Und sucht sich dann halt ein anderes Ziel mit weniger Beschränkungen…

Südafrika ist nicht so pingelig wie Thailand, die 7-Tages-Inzidenz liegt bei erfreulichen 40,8, der Papierkram ist sehr überschaubar! Wir haben das Einreiseformular ausgefüllt, gestern einen PCR-Test gemacht (das Ergebnis kam schon kurz nach 21 Uhr! Super Service!), dann den Dokumentencheck bei der Lufthansa gemacht, Impfnachweise und Testergebnis hochgeladen und heute dann online eingecheckt.

Es gab allerdings nicht – wie früher – eine Bordkarte, sondern nur eine Bestätigung, denn aus unerfindlichen Gründen und obwohl sämtliche einreiserelevanten Unterlagen bei der Lufthansa vorliegen, geht das angeblich derzeit nicht.

Also ohne Bordkarte, aber mit Hotelreservierung am Freitagabend nach Frankfurt und im Hilton Airport eingecheckt.


Das bietet momentan 25% Rabatt für die Mitglieder seines Kundenprogramms und uns einen entspannten Einstieg in die Reise. Denn wenn ich was hasse, ist es, früh aufstehen zu müssen und alle möglichen Zeitpuffer für die Fahrt zum Flughafen einzuplanen.

Ne – stattdessen ging’s um 18 Uhr nach Frankfurt. Das Hilton liegt auf dem Flughafengelände, im „Squaire“, einem futuristischen Gebäude mit vielen Geschäften und Lokalen und 2 Hotels.


Das Zimmer ist nett, das Bad erstaunlich groß – aber lange blieben wir nicht dort.

Der Hunger trieb uns runter zur Plaza und dort zum Paulaner.

Da gab’s bayrisches Weißbier und deftige Kost, zusammen mit einem späteren Glas australischem Cabernet Sauvignon sorgte das für die nötige Bettschwere.

Heute morgen gab’s ein prima Frühstück im Hilton, dann ging’s rüber ins Terminal. So ca. 10 Minuten läuft man schon – allerdings zum Glück nicht im Freien, es geht über den überdachten Zugang.

Hier gibt es auch eine riesige Teststation, wo man unter anderem (für ziemlich viel Geld!) einen PCR-Test innerhalb von 30 Minuten bekommt. Beim Check-in dann eine heftige Ernüchterung: Da hatte ich gestern mühsam Passdaten, Impfnachweise, Testzertifikat usw. in den LH-Dokumentencheck hochgeladen, auch eine Bestätigung bekommen, dass alles in Ordnung ist und alle erforderlichen Nachweise da sind – dann wollte die Dame beim Check in aber trotzdem nochmal alles sehen, möglichst in Papierform!

Manchmal fasst man es kaum – da wird extra wegen Corona ein Verfahren implementiert, um das Einchecken zu beschleunigen und Schlangen zu verhindern und dann bekommt man zu hören, dass man wegen Corona alles nochmal prüfen muss …

Irgendwann war das auch geschafft, bei der Sicherheitskontrolle war EIN EINZIGER Schalter besetzt – entsprechend lange dauerte es, trotz Priority Lane. Leicht entnervt kamen wir zur Lounge, auch dort wieder Impfnachweise vorzeigen – dann ließ man uns endlich rein. Und von wegen, wenig los wegen Corona – die Lounge war absolut voll, wir erwischten gerade noch die letzten freien Plätze und ich brauchte jetzt erst mal ein Gläschen Cremant zur Beruhigung!

Mit ein bisschen Verspätung ging es dann gegen 13:30 weiter nach München, von hier aus fliegen wir um 17:40 direkt nach Kapstadt. Beim Anflug auf München gab’s endlich mal einen Hauch von echtem Winter zu sehen – München und Umgebung sind schneebedeckt!

Am Flughafen stehen überall Enteisungsgeräte herum, angenehm sieht’s nicht aus draußen!

Aber noch sitzen wir gemütlich in der Businessclass Lounge der Lufthansa im Bayerns Hauptstadt, futtern Grießpudding mit Himbeersauce (ich) bzw. Omas Gugelhupf (Dieter) und trinken Kaffee.



Hier ist es nicht sonderlich voll, aber unser Flieger scheint ziemlich ausgebucht zu sein! In der Businessclass sind gerade mal noch 2 Plätze frei, wie es weiter hinten aussieht, weiß ich allerdings nicht – das werden wir in Kürze sehen.

Einstweilen plündere ich mal die Bonbongläser (aus einem habe ich fast die gesamte Lakritze rausgefischt!) und trinke noch ein Gläschen bonbon-süßes „Wild Berry“ (geht auch ohne Lillet!) …

So langsam wird’s jetzt auch Zeit, Richtung Gate zu gehen, das Boarding für Flug LH 0574 beginnt in ca. 15 Minuten. Und der nächste Beitrag kommt dann schon aus AFRIKA!

2 Kommentare zu “21./22.01. – In den Startlöchern

  1. Das ist doch in Summe ein sehr guter Urlaubsstart geworden!

    Nebenbei:
    Uns ging es genauso: Alles hochgeladen bei der LH und trotzdem vorzeigen müssen.
    Zur Sicherheit (ich verlasse mich nicht gerne nur aufs Handy) hatte ich alles auch in Papierform dabei.

    In dieser BC-Lounge für EU-Flüge waren wir erstmals vor 2 Wochen, sie ist eine sehr abgespeckte Variante der internationalen.

    In Frankfurt war schon vor 2 Wochen akuter Mangel an Bodenpersonal, deswegen sind nur wenige Schalter besetzt und insbes. der Gepäcktransport in die Maschinen dauert lange.
    Wir hatten dadurch jeweils 90 Minuten Verspätung, die Maschine für den Rückflug kam nicht weg aus FRA.

    • Uns ging es wie dir – Dieter hatte vorausschauend alles in Papierform dabei! Und die internationale BC Lounge in München ist auch nicht gerade ein Highlight! Wenn ich die mit der Swiss in Zürich oder den Lounges diverser anderer Airlines vergleiche, schneidet LH wirklich ziemlich bescheiden ab!

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