16.02. – Wednesday Market at Old Nick

Er ist immer noch da. Der Regen … Die ganze Nacht hindurch goss es unaufhörlich und morgens um 7 war die Welt für mich absolut nicht in Ordnung, sondern unangenehm nass!

Während die Locals sich nach langer Trockenzeit sehr über den Regen freuen, hätten wir nichts dagegen gehabt, wenn sich ein paar Tage später gefreut hätten! Aber was soll’s – so dreht man sich halt einfach im gemütlichen Bett nochmal rum und schläft noch eine Runde. Denn man verpasst ja nichts – nicht mal das Frühstück!
Frühstück gibt es hier nämlich so lange, bis auch der letzte Gast da war. Nur die Anfangszeit ist mit 8 Uhr halbwegs festgelegt, ansonsten richtet man sich nach den Bedürfnissen der Gäste.

Nur … das Frühstück ist hier dermaßen toll, dass es auch Langschläfer raus lockt! Heute können wir nicht auf die Terrasse, müssen drinnen sitzen, was den Weg zu diversen Köstlichkeiten allerdings deutlich verkürzt.

Für die Hauptsachen muss man sich allerdings nicht mal aus seinem bequemen Stuhl erheben, das wird serviert. Nachdem man seine Wahl getroffen hat – denn hier gibt es ein Frühstücks-Menu – bringt Faith den köstlichen slow-brewed Südafrika-Kaffee zusammen mit frischem Saft und dem ersten Gang!

Meine Gier ist schuld, dass ich es zwar noch schaffte, die Karte zu fotografieren – aber bei den Speisen war der Mund schneller als die Kamera!

Das Blätterteiggebäck mit karamellisierten Birnenscheiben war jedenfalls ein Gedicht! Das Rührei mit Räucherlachs, Avocado und Gruyere ebenfalls und der Mini French Toast mit Passionsfrucht-Creme und einem Schuss hausgemachten Likör (darf man an einem Regentag schon mal zum Frühstück genießen!) ließ den Regen schon fast nebensächlich erscheinen.

Aber – das war ja nicht alles!!! Auf dem Büffet gab es noch marinierte Orangenscheiben mit Fenchelblüten, winzige Kürbisravioli und diverse andere Köstlichkeiten, ganz zu schweigen von frischem Obst, Käse, Schinken und Salami, und …. und …

Wenn das so weitergeht, brauche ich nach der Reise echt eine neue Garderobe!!!

Weil man ja beim allerbesten Willen nicht den ganzen Tag beim Frühstück verbringen kann, fragten wir Matthias nach ein paar Regentagen Tipps. Und er hatte auch gleich einen parat – Wednesday Market in Plettenberg! Konkret – im Old Nick Village! Das Mini Dörfchen ist im Grunde nichts weiter als eine kleine Künstler- und Handwerkerkolonie, der Mittwochsmarkt lockt Leute von weither an, weil man hier nicht nicht nur wunderbares Kunsthandwerk, sondern auch jede Menge Kulinarisches erstehen kann.

Bevor wir zum Markt kamen, legten wir einen Zwischenstopp in Plettenberg ein, einem bekannten und eher hochpreisigen Badeort, berühmt für seine kilometerlangen Sandstrände. Heute fanden Sand und Meer nur wenige Liebhaber, ein paar Spaziergänger, ein paar Hundebesitzer, mehr war nicht los.

Neben Sand und Wasser gibt es aber auch noch malerische Felsen.

Der Ort hat durchaus Flair und soll in der Hochsaison (und ohne Corona-Einschränkungen) wochenlang hoffnungslos ausgebucht sein.

Viel Flair hatte dann auch Old Nick! Ein kleiner Platz mit vielen Ständen, darum herum gruppiert ein Restaurant, eine Weberei und diverse kleine weißgetünchte Hütten mit Ateliers und kleinen Läden. Schon nach wenigen Schritten war ich hin und weg – wunderschöne Glasobjekte, Schalen, Vasen, Teller … ein Teil schöner als das andere!

Gegenüber gab es diverses zu probieren …

Auch die bei uns auf jeder Messe anzutreffenden Verkäufer von Reibe- und Schälgeraten fehlten nicht!

Filigrane Ornamente aus Henna …

Und fast fühlten wir uns wie in Thailand – auch Massagen wurden angeboten!

Hinter jeder Ecke, jeden Strauch, gab es kleine idyllische Ecken, aber auch altes Gerät, das zu Neuem umfunktioniert wurde.


Wir wären gerne noch weiter herum gestreift – leider setzte jedoch der Regen mit Macht wieder ein, alles flüchtete unter Vordächer, Zelte, in die winzigen Geschäfte!


Nur den wasserhungrigen Hortensien und den Skulpturen gefiel das Wetter, alle anderen verzogen sich ins Trockene, die Stände wurden abgebaut.




Wir nahmen uns vor, auf der Weiterfahrt bei hoffentlich besserem Wetter noch mal vorbei zu schauen, denn auch ohne Markt ist diese Kolonie einen Besuch wert – und wer richtig schöne nachhaltige Souvenirs sucht, wird hier garantiert fündig!!!

Für uns gab es daheim in der Lodge Kaffee und Muffins und abends ein weiteres tolles Essen im Dry Dock, wo man in einem Raum mit lauter Glaswänden fast wie im Freien sitzt. Dass der Regen die Scheiben herunter rann, hatte sogar was durchaus Reizvolles – zumindest wenn man (bei mittlerweile nur noch 14 Grad) in einem beheizten Raum ist und ein prima Essen sowie ein Glas Pinotage vor sich stehen hat.

Außerdem – morgen ist ein neuer Tag und der Wetterbericht klingt SEHR!!! optimistisch!

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