Aufbruch nach England

Manchmal ist es nicht völlig verkehrt, mal was anders zu machen als jahrelang gewohnt.

Seit über 30 Jahren fahren wir regelmäßig nach England, nahmen fast immer die Fähre von Calais nach Dover und auch fast immer die selbe Strecke bis Calais. Saarbrücken-Luxemburg und dann durch Belgien …

Ging auch immer mehr oder weniger gut.

Dieses Mal waren wir ein bisschen ambivalent – es war Samstag, es war sehr heiß und außerdem gingen die Pfingstferien in einigen Bundesländern gerade zu Ende. Deshalb legten wir die Route mal in die – hoffentlich kundigen – Hände von Google Maps, in der Hoffnung, so die schlimmsten Staus vermeiden zu können.

Unser Vertrauen wurde belohnt – über fast völlig leere Autobahnen flutschten wir förmlich durch, waren nach 6 1/2 Stunden (inklusive Picknick-Pause) schon am Kanal.

Gestartet waren wir übrigens gegen 10:30 bei 27°C, als wir Brüssel passierten, hatte es 37°C – in Calais allerdings waren es nur noch 19° und es wehte ein frischer Wind.

Übernachtet wurde, wie schon mehrfach, im günstig gelegenen und bezahlbaren Ibis Styles, das noch den zusätzlichen Vorteil eines sicheren Parkplatzes direkt hinterm Haus bietet. Die Doppelzimmer sind allerdings winzig, leider waren die größeren 2-Bett-Zimmer ausgebucht, aber für eine Nacht ist das kein Problem.

Vor dem Abendessen gab’s den schon fast obligatorischen Spaziergang zum Pier. Vorbei an Kunst ….

… und vorbei am alten Hafenbecken.

Ein Stück weiter fauchte es plötzlich dramatisch – ein gigantischer Drache kam langsam aus einem Unterstand heraus!

Sah ziemlich furchterregend aus und spuckte immer mal wieder Feuer und Dampf.

Am Pier hatte man in den letzten Jahren einige „Verbesserungen“ vorgenommen, die mir allerdings überhaupt nicht gefielen. Statt der bunten Wagen, die dort vom Eis bis zu Moules Frites alles mögliche für hungrige Besucher feilgeboten hatten, hatte man feste gesichtslose und einförmige Pavillons errichtet, graue Häuschen auf einem grauen Platz.

Trotz des frischen Windes wagten sich etliche Menschen ins Wasser.

Wir begnügten uns mit einem Ganz auf den Pier, sahen der auslaufenden Fähre zu und freuten uns aufs bevorstehende Abendessen und ein kühles Bier.

Das Essen fand – gut windgeschützt – draußen vor dem De la Mer in der Abendsonne statt. Und es gab – das hat einfach Tradition -natürlich Moules Frites!

Die heutige Strecke:

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