Endlich wieder auf der Insel!

Alle Hoffnungen, dass die Wetter App falsch lag, verflüchtigten sich am frühen Morgen beim Blick aus dem Fenster – es goss in Strömen!

Die Fähre ging zwar erst um 10:30, aber am Vortag hatten wir eine Mail bekommen, dass wir mindestens 3 Stunden vor Abfahrt am Hafen sein sollten, weil wegen umfangreicher Kontrollen mit Verzögerungen zu rechnen sei! Nach einigem Hin und Her beschlossen wir, das einfach zu ignorieren und erst ca. eine Stunde vor Abfahrt zu erscheinen.

Schlimmstenfalls würden wir die Fähre verpassen, hätten aber die Möglichkeit, kostenfrei auf die nächste umzubuchen.

Um dem ekligen Wetter ein bisschen zu trotzen, gönnten wir uns ein ausgedehntes Frühstück, das im Ibis größtenteils Marke Eigenbau ist: Kaffee holt man sich selbst an der Maschine, Saft presst man sich ebenfalls selbst an der Saftpresse, und natürlich kocht man sich auch die Eier – genau nach Wunsch – selbst. Den Obstsalat musste man allerdings nicht selbst schnippeln – der war schon fertig, dazu gab es diverse Joghurtsorten, Müsli etc. Außerdem eine beachtliche Auswahl an Käse, Schinken und Wurst. Ibis Styles ist zwar eher eine Billigmarke, aber das Frühstück kann sich allemal sehen lassen!

Bestens gestärkt und hellwach (der Kaffee im Ibis ist Spitze!) starteten wir Richtung Hafen. Und dort war ….. absolut und total tote Hose!!!!! Von wegen Schlangen – da war nix los, einige wenige PKWs verloren sich in gerade mal zwei Fahrspuren! Auch bei den LKWs herrschte alles andere als Gedränge.

Allerdings wurden wir akribisch überprüft, die Pässe gescannt, sogar den Kofferraum mussten wir öffnen – man befürchtet offenbar, dass Migranten geschmuggelt werden! Das Boarding ging danach aber fix, wir landeten in einem fast völlig leeren Deck – und erstmalig nicht im Bauch eines Schiffes, sondern im Freien!

Auch innen war wenig los, problemlos konnten wir uns direkt ans Fenster setzen, mit reichlich Abstand zu anderen Passagieren.

Zwar kamen später doch noch einige Leute, unter anderem zwei französische Schulklassen, aber insgesamt war es wirklich eine sehr entspannte Überfahrt. Sehr negativ waren allerdings die absolut arktischen Temperaturen, wir waren froh, dass wir sowohl Fleece- als auch Regenjacken mit an Bord genommen hatten!


Die Abfahrt war leicht verspätet, weil trotz des vielen Platzes an Bord die Verladung der LKWs ewig dauerte, deshalb kamen wir auch leicht verspätet in Dover an.

Heute ging es nur bis Wimborne Minster – wir wollten unsere Reise dieses Mal so stressfrei wie möglich gestalten und haben bewusst auf lange Fahrstrecken verzichtet.

Und weil heute Vatertag war und wir vom letzten Mal noch wussten, dass das sowohl an der Küste als auch auf den Motorways zu Staus führen kann, vermieden wir beides und fuhren quer durchs Land. Mal bei Sonne, mal regnete es ein bisschen – typisch britisch eben…
Die Wimborne Lodge entpuppte sich als wirklich schönes und sehr komfortables B&B, mit herzlichen Gastgebern, einem super-komfortablen Bett und ruhiger Lage – perfekt für die erste Nacht in UK.

So richtig britisch war es hier übrigens nicht – denn es gab doch tatsächlich sowohl in der Dusche als auch am Waschbecken Einhandhebel-Mischbatterien!!!! Sollte in GB tatsächlich der sanitäre Fortschritt begonnen haben????

Nur 5 Minuten zu Fuß entfernt gab es ein nettes Pub, das typisch englische Hausmannskost bot – allerdings waren Fish’n Chips aus (heute war Vatertag und da war offenbar schon mittags alles leergefuttert worden), deshalb mussten wir uns mit Burgern begnügen. Die waren zwar prima, kamen aber in etwas merkwürdiger Begleitung – Erbsen mit Minze, diese Kombination hatten wir bisher noch nie!

Aber die Briten sind immer für skurrile Gerichte gut – und wir genossen ganz einfach unseren ersten Abend nach 5 Jahren im Königreich …

Die heutige Route:

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