Zu Wasser und zu Land – rings um Kingsbridge und Salcombe

Wenn die Sonne scheint und kaum Wind geht, muss man ins oder zumindest auf’s Wasser!

Davon gibt es reichlich in den South Hams, denn die unzähligen Arme des Kingsbridge Estuary, die weit ins Land hinein reichen, bilden ein reich verzweigtes Wassernetz.

Von A nach B – in unserem Fall von Kingsbridge nach Salcombe – kommt man deshalb oft am schnellsten und direktesten auf dem Wasser. Eine winzige Fähre verbindet mehrmals am Tag die beiden Orte, der Fahrplan ist gezeitenabhängig.

Den aktuellen Fahrplan findet man im Internet, und weil wir keine echten Frühaufsteher sind und sich das Frühstück bei Lynda ziemlich in die Länge zog, wählten wir die 11:30 Fähre von Kingsbridge nach Salcombe. Je nach Wasserstand fährt die Fähre am Ende des Hafens oder am Crabshell Inn ab. Heute war es das Inn – was den gravierenden Nachteil hatte, dass man dort kaum parken (aber hervorragend essen!) kann.

Die Fähre ist winzig, aber der Andrang hielt sich heute deutlich in Grenzen.

Ca. 20 Minuten dauert die Fahrt, vorbei an saftig grünen Wiesen und malerischen winzigen Buchten.


Salcombe liegt unweit der Mündung des Kingsbridge Esturay, also fast am Meer, zieht sich über mehrere Hügel und ist ein ebenso malerischer wie beliebter Ferienort und Schauplatz unzähliger Rosamunde Pilcher Filme – obwohl wir hier gar nicht in Cornwall, sondern in Devon sind!

Die Fähre legt an einem kleinen Steg an, über steile Treppen kommt man auf eine ebenso steile Straße, die runter in den Ort führt. Salcombe ist nichts für Leute mit Geh-Problemen, denn es geht unentwegt rauf und runter!

Nicht nur unsere Fähre legt hier an, es sausen auch kleine Boote quer über den Fluss zur anderen Seite, wo es nicht nur ein beleibtes Lokal, sondern auch einen kleinen Sandstrand gibt.

Eine weitere Fähre verbindet den Ort mit einem größeren Strand.

Eine gute Stunden haben wir Zeit, durch den Ort zu schlendern und ein Eis zu essen, dann geht’s wieder zurück nach Kingsbridge. Auf vier Rädern geht es jetzt durch die extrem verwinkelten und extrem engen Sträßchen der South Hams.

Zuerst nach South Pool,  ein verschlafenes winziges Örtchen, wo es früher mal ein uriges Pub gab, das allabendlich massenhaft Leute anzog. Hier gab es fantastisches Essen zum kleinen Preis – mittlerweile wurde ein Gourmet-Tempel daraus, der nur noch am Wochenende geöffnet ist. Trotzdem ist der kleine Ort immer eine Stippvisite wert.

Weiter geht’s nach East Portlemouth, das zwar als Ort völlig unspektakulär ist, aber die absolut schönste Aussicht auf den Estuary, Salcombe und die umliegende Landschaft bietet. Egal, wie oft wir hier schon standen – es ist jedes Mal wieder einfach atemberaubend schön!


Es  geht weiter zum Gara Rock Hotel, das in einer echten Prime Position hoch oben auf den Klippen thront. Dort wollten wir eigentlich Kaffee trinken – aber derzeit werden ausschließlich Hausgäste bewirtet. Stattdessen bewundern wir eben nur die Aussicht, die wirklich dramatisch ist. Den Küstenpfad sind wir früher oft gewandert …


Heute geht’s allerdings mit dem Auto weiter, immer noch auf der Suche nach einem Kaffee, Tee und Scones mit Clotted Cream und Marmelade. In East Prawle werden wir fündig – zwar nicht im Pigs Nose Inn, das Corona bedingt nur noch abends auf hat, aber im kleinen Village Tea Room. Gestärkt fahren wir runter ans Meer – wieder zu einem Ort, von dem aus wir unzählige Male die 4-5-stündige Wanderung auf dem Küstenpfad in Angriff genommen hatten. Heute bleibt es bei ein paar Schritten…



Es ist inzwischen später Nachmittag, wir überlegen, wo wir wohl heute was zu essen bekommen. Ein Schlenker runter nach Beesands – dort finden wir genau das, was wir gesucht hatten! Britannia@the Beach!!! Fangfrischer Fisch, Taschenkrebse, Hummer – und das alles zu sehr zivilen Preisen! Mit Blick auf’s Meer stehen hier etliche Biertische und Bänke, man holt sich am Kiosk sein Essen und genießt dann einfach.
Weil’s noch ein bisschen zu früh ist, machen wir erst noch einen Spaziergang am Strand entlang.


Noch kurz im Guesthouse vorbei,  kühles Bier aus dem Kühlschrank sowie Gläser und Besteck holen, dann geht’s zurück zu Crabsalad mit knusprigem Weißbrot, Pommes und Weißbier mit Aussicht!

Ein anschließender Verdauungsspaziergang führt uns noch zum Startpoint Lighthouse.

Ein toller Tag – und ich bin wieder aufs Neue verliebt in Land, Leute und Essen!

Hier der Tag im Video:

Die heutige (Auto-)Strecke:

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