Immer hart an der Küste – von Devon nach Cornwall

Obwohl das nächste Ziel eines von Dieters absoluten Lieblingsorten ist und uns dort einige Highlights erwarteten, fiel uns der Abschied heute wirklich sehr schwer.

Higher Beeson ist eben weit mehr, als nur ein normales B&B. Die Lage, der weitläufige Park, die unglaublich komfortablen Zimmer, die Gastfreundschaft ….
Und Lynda ist über all die Jahre für uns weit mehr als nur eine B&B Wirtin geworden! Wir reden über Kinder und Enkel, über Bücher, die Pandemie, den Brexit und vieles mehr …

Immer wieder toll, dass sowas geht!

Bei ziemlich durchwachsenem Wetter fahren wir los. Die heutige Strecke ist mit ca. 120 km alles andere als lang – da wir aber erst ab 15 Uhr in unserer nächsten Unterkunft einchecken können, haben wir reichlich Umwege und Stopps eingeplant! Der erste ist gleich in Kingsbridge, wo die Wäsche aus der Wäscherei abgeholt wird. Zum Glück gibt es überall Launderettes, wo man nicht nur selbst waschen kann, sondern für einen kleinen Zuschlag die Wäsche abgeben und gewaschen und getrocknet am folgenden Tag abholen kann.

Es geht durch malerische kleine Orte Richtung Plymouth.

In Plymouth sind wir fasziniert von einer ganz offensichtlich alten Kirche, die von einem Einkaufszentrum quasi eingerahmt wird. Plymouth ist die Grenzstadt zwischen Devon und Cornwall, mit dem Fluss Tamar als Grenze.

Zwar kann man von Plymouth aus  bequem über eine große Brücke den Tamar und damit die Grenze zu Cornwall überqueren – wir lieben aber die (kostenlose!!!) Fähre nach Torpoint.

Drüben angekommen, fahren wir so küstennah wie möglich und über kleine Sträßchen durchs Land.


In Looe wollen wir eine Pause einlegen – das ist allerdings leichter gedacht als getan! Die beiden großen Parkplätze am Ortseingang sind bis auf den letzten Platz besetzt, frustrierte Autofahrer kurven entnervt über den Platz auf der Suche nach einer Lücke. Wir wollen schon aufgeben und weiter fahren, als urplötzlich ein Platz frei wird, den wir begeistert ansteuern!

Zum Glück kann man mittlerweile an den meisten Parkautomaten mit Karte zahlen, denn die oft sehr krummen Beträge hätte ich nie und nimmer immer passend im Geldbeutel! In den schmalen Gassen ist es so voll, als gäbe es keine Pandemie (aber die Briten ignorieren Covid ohnehin weitgehend …)

Nicht nur Erwachsene, auch Kinder und Hunde sind hier willkommen – sofern sie gut erzogen sind! Für Hunde gibt es sogar Hunde-Eiscreme (und das bei nur knapp 20 °C!)

Noch ein Blick von der Brücke aus zurück zum Ort sowie flussaufwärts, dann geht’s weiter.


Die weitere Strecke ist – eigentlich – wunderschön, wenn es nicht regnen würde! Aber wir fahren dennoch etwas trotzig übers Land, das hier einfach unglaublich malerisch ist, auch wenn man momentan kaum was sieht. Mit der winzigen Boddinick Fähre setzen wir über nach Fowey. Der Zwischenstopp mit Tee/Kaffee in Fowey entfällt allerdings – es gießt wie aus Kübeln!!!! Stattdessen gibt es einen sehr üppigen und ausgedehnten Cream Tea in einer Bäckerei in St. Austell. 

Im strömenden Regen kommen wir in Mevagissey im Old Parsonage an. Trotz heftigem Klingeln kommt zunächst kein Mensch, erst nach einem Anruf meldet sich Izzy und kommt zur Tür. Von da an läuft es prima – man kann gar nicht anders, als Izzy, Tim und ihre Töchter sofort ins Herz zu schließen! Die kleine Familie hat das B&B erst kurz vor der Pandemie übernommen, sie haben in London alles aufgegeben und sind hierher gezogen. Jetzt kämpfen sie ziemlich, das wirtschaftlich zu überleben, sind aber total optimistisch!

Das ehemalige Pfarrhaus ist absolut idyllisch, unser Zimmer zwar nicht riesig, aber sehr hübsch und sehr hell.

Ein bisschen ausruhen, Tee trinken – dann hat der Regen aufgehört und wir wandern ins Dorf, zum Hafen. Dort hat sich nicht viel verändert – wir fühlen uns auf Anhieb wieder zu Hause!


Laufen vor bis zum Leuchtturm auf dem Pier, wieder zurück und haben riesiges Glück, denn in der Harbour Tavern wird gerade ein Tisch frei, denn wir sofort nehmen! Im Lokal gibt es derzeit nur halb so viele Tische wie sonst, und man kann auch nicht, wie früher, auf ein Pint an der Bar stehen. Aber die Speisekarte auf dem Tisch ist verführerisch, an der Wand hängen noch die Daily Specials, und wir lassen es uns mit cornischem Bier, cornischem White Crabmeat und anderen Köstlichkeiten aus dem Meer so richtig gut gehen!

Zur Verdauung gibt es anschließend nochmal einen Rundgang am Hafen und ein Eis aus cornischer Sahne – wir wissen schon, warum es uns immer wieder hierher zieht!




So sieht es aus im Video:

Und das war die heutige Strecke:

Ein Kommentar zu “Immer hart an der Küste – von Devon nach Cornwall

  1. Ach Mevagissey ist mir in guter Erinnerung. Wir besuchten damals auch die „ Lost Gardens of Helligan“
    Wunderschöne Fotos und tolles Wetter. Von solchem Wetter können wir auf unserer Norwegenreise nur träumen. Susanne und Hugo

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