14. Dezember – Alte Steine: Über Phimai nach Buriram

Um es gleich vorweg zu nehmen – im technikaffinen Thailand war es tatsächlich KEIN Problem, in einem bestens ausgestatteten Computerladen ein neues Netzteil zu bekommen!
Da mein Netbook leider nicht per USB, sondern mit einem Netzteil mit Klinkenstecker geladen wird, war ich etwas skeptisch, aber hier ist man gut sortiert und hatte das benötigte Teil auf Lager!

Also keine Ausrede mehr – es geht weiter!

Gestern war ich ja nur noch bis zur Mietwagenübergabe gekommen – es war schon gegen 15 Uhr, als wir endlich Bangkok verlassen konnten. Statt der von Google Maps veranschlagten ca. 2:15h brauchten wir letztlich rund 3 Stunden, bis wir im Recall Isaan Isaan im Khao Yai NP angekommen waren.


Auf Anhieb fanden wir das kleine Resort wunderschön, das Zimmer war geräumig und ruhig, die Anlage idyllisch.

Wir waren ziemlich fertig – und was bringt einen besser wieder auf die Beine, als eine richtig gute Thai Massage??? Und genau die bekamen wir im Spa, von zwei wirklich fantastischen Masseurinnen, die alle Verspannungen erspürten und weg massierten … Und danach ein kühles Chang Bier vom Fass, gefolgt von guter Thaiküche – schon ging’s uns wieder gut!

Am nächsten Morgen sahen wir erst richtig, in welch einer Idylle wir gelandet waren!



Eigentlich hatten wir hier ja zwei Nächte gebucht, wären schon gestern angekommen und wollten den Khao Yai NP erkunden – aber das sollte halt nicht sein (und hoffentlich erstattet uns die LH die gebuchten und bezahlten, aber nicht genutzten Nächte!)

Unser nächstes Ziel war Buriram, der erste Stopp aber eher die Toskana! Nur ein paar Kilometer vom Hotel entfernt gibt es eine kleine Siedlung, das Palio Khao Yai, das einem toskanischen Dorf nachempfunden ist.

Allerdings machte alles einen ziemlich tristen und verlassenen Eindruck. Als dann auch noch ein Rudel Hunde auf der Bildfläche erschien, das laut kläffend auf uns zu kam, brachen wir unser Sightseeing schleunigst ab und fuhren weiter.

Die Strecke ist leider alles andere als idyllisch – es geht praktisch ausschließlich über mehrspurige Straßen Richtung Nordosten. Vorbei an Nakhon Ratchasima, bis Phimai. Der Verkehr ist heftig, Unmengen von LKWs sind unterwegs.

Schließlich erreichen wir Phimai, wo wir den Historical Park besuchen wollen – und sind bass erstaunt, als uns das Navi mitten in den Ort lotst! Einen ausgedehnten Geschichtspark mit Khmer Tempeln hätten wir wirklich nicht mitten in einer – wenn auch recht kleinen – Stadt erwartet! Aber offenbar hat sich der heutige Ort rings um die große Tempelanlage herum im Lauf der Jahrhunderte entwickelt.

Der kleine Parkplatz ist zwar voll, trotzdem sind nur eine Handvoll Besucher im Park. Der Eintritt ist sehr moderat – 100 THB, egal, ob Thai oder Ausländer. Die hiesigen Tempel sind die ältesten und besterhaltenen Khmer Tempel in Thailand, die Anlage erinnert stark an Angkor Wat.


Es ist warm, aber nicht heiß – ideale Voraussetzungen für einen ausgiebigen Rundgang.

Es ist einfach nur schön, so eine wundervolle Anlage ohne Menschenmassen erkunden zu können! In dieser Hinsicht sind wir nicht ganz unfroh darüber, dass es momentan coronabedingt noch keine Touristen aus China gibt. Niemand schwenkt einem Selfiesticks vor der Nase herum oder drängelt sich um den besten Fotospot!

Lediglich ein paar Mitarbeiter mähen Rasen oder fegen Laub zusammen …

Wir beenden unsere Runde fast widerstrebend – aber ein paar letzte Blicke müssen noch sein. Die Plattform mit den Nagas, die schon ziemlich verwitterten Reliefs an den Ecken und nochmal ein Blick zurück.



Dann tätscheln wir den Löwen, die den Eingang bewachen, nochmal den Kopf (soll Glück bringen!) und gehen …

Die Weiterfahrt nach Buriram ist eher uninteressant, es geht über weite Strecken auf mehrspuriger Straße. Abwechslung bringt ein Stopp an einer Tankstelle mit Amazon Café. Diese Kette, das wissen wir noch von früher, bietet hervorragenden Kaffee und leckeren Kuchen.


Ebenfalls immer vertreten ist ein 7/11, wo wir noch ein paar Flaschen Wasser kaufen. Und über einen erstaunlichen Hinweis stolpern!

Obwohl Cannabis ja nervenberuhigend sein soll und wir das recht gut gebrauchen könnten, schlagen wir nicht zu. Lieber gibt’s heute Abend ein Bier mehr! Das mit dem Bier wird dann aber fast noch zum Problem – denn unser Hotel befindet sich direkt neben dem Chang Fußballstadion (The Castle genannt) und unweit des International Circuit, einer Rennstrecke für Formel3 und GT-Rennen. Und da gibt es weit und breit keinen Laden.

Das Hotel „Modena by Fraser“ ist ein ganz neues Hotel, sehr angenehm und komfortabel, mit großem Pool und geräumigen Zimmern.

Vom Balkon aus blickt man Richtung Pool – und da in der Abendsonne zu sitzen mit einem kühlen Bier wäre genau das, was wir jetzt bräuchten! In der Minibar herrscht allerdings gähnende Leere, also machen wir uns auf die Suche außerhalb. Und landen jenseits der Fußballarena in einem richtig netten Nachtmarkt – wo es selbstverständlich auch das gibt, was der Arena den Namen gegeben hat – Chang Bier!

Damit ist der Feierabenddrink gesichert! Noch besser wird der Abend, als wenig später zwei nette Damen an die Zimmertür klopfen, die uns eine entspannende Thai Massage verpassen! Später noch eine kleine Mahlzeit – dann fallen wir ziemlich müde ins (sehr bequeme!) Bett.

Die heutige Strecke:

2 Kommentare zu “14. Dezember – Alte Steine: Über Phimai nach Buriram

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