19. Dezember – Salz und Schlangen: Auf dem Weg nach Nong Khai

Es war schwer. Richtig schwer!!!

Das zauberhafte Baan Sanuk, Linnee und Robert hatten in wenigen Tagen unsere Herzen erobert! Abreisen zu müssen, war alles andere als leicht…

Deshalb war es auch schon nach 10 Uhr, als wir endlich aufbrachen – mit frisch gewaschenem Auto! Robert hatte unseren Saubär schon am frühen Morgen um die Ecke in eine Autowäscherei gebracht, Dieter holte den blitzblanken Wagen nach dem Frühstück ab.

Leider blieb er nicht sehr lange so blütenrein – wir landeten zwischendurch in einem Stück Sandstraße, das deutliche Spuren hinterließ!

Bald sahen wir dann allerdings weiß – wir kamen an ausgedehnten Salzfeldern vorbei.

Ein beherzter Tritt auf die Bremse und ein Schlenker nach rechts – das wollten wir uns näher anschauen. Zwar kennen wir Salzfelder aus Kambodscha, aber da war immer wenig los. Hier jedoch wurde richtig geschuftet!

Das Auto wurde irgendwo am Rande abgestellt, niemand schien sich daran zu stören und wir sahen den fleißigen Menschen bei ihrer garantiert nicht leichten Arbeit zu. Frauen schoben das Salz mit großen Rechen zusammen …

… Männer füllen das Salz in große Körbe, …


…. die dann zu einem Wagen getragen und abtransportiert werden.




Ein echter Knochenjob, trotzdem wurde gelacht und gescherzt, und man freute sich ganz offensichtlich über unser Interesse. Selbst der Boss mit seinem Hund hatte kein Problem mit unserer Anwesenheit – und die furchterregend aussehende Bestie erwies sich als ziemlich freundliches Tier …

Ganz ungeschoren kamen wir allerdings nicht davon – Dieter ging einen Schritt zu weit in die Salzkruste rein – so sah das dann hinterher aus …

Ob die jemals wieder sauber werden? Zum Glück hatten wir ja in Bangkok neue Schuhe gekauft, nachdem der Koffer erst mal auf unbestimmte Zeit weg war, das zahlte sich jetzt aus! Frisch beschuht ging’s weiter.

Wir folgten Roberts Empfehlung und machten einen Abstecher zum Wat Kham Chanot. Der Legende zufolge lebt dort auf einer Insel in einem kleinen See eine Naga, eine heilige Schlange, und zudem soll es dort einen Baum geben, in dessen Rinde man die Glückszahlen der nächsten Lotterieziehung sehen kann.

Als wir an einer Kreuzung abbiegen und den Wegweisern zum Wat folgen, trauen wir unseren Augen nicht! Die Straße ist über eine Strecke von rund 10km gesäumt von unzähligen Verkaufsständen, die alle nur eines im Angebot haben – vielköpfige Nagas! Teils aus Gips, aber oft auch kunstvoll aus Bananenblättern geflochten.


Auf dem Tempelgelände haben wir zunächst einige Mühe, uns zu orientieren, Es wimmelt von Verkaufsständen, aber auch von Schreinen und Statuen, es schimmert schneeweiß und golden. Und überall Nagas …



Eine Brücke führt rüber auf die Insel, da wird heftig fotografiert, der Besuch muss für die Ewigkeit festgehalten werden.
Obwohl ein Wochentag ist, herrscht ein unglaublicher Trubel, immer wieder zeihen ganze Gruppen über die Brücke. Da man die Insel nur ohne Schuhe betreten darf, verzichten wir letztlich auf den Besuch, denn größere Strecken barfuß geht mit unseren winterblassen und empfindlichen Füßen (noch) nicht.

Ohnehin haben wir ja auch noch eine Strecke vor uns, und die vielen Laster, die hier auf dem Land unterwegs sind, machen das Fortkommen auch nicht gerade flott.

Noch eine Kaffeepause, dann sind wir in Nong Khai. Bisher waren wir immer in einem kleinen Resort etwas außerhalb, heute wohnen wir mal sehr zentral. Das Maceo Hotel ist nur ein paar Schritte von der Uferpromenade entfernt, hat eine Garage, wo unser Auto sicher steht und macht auf den ersten Blick keinen schlechten Eindruck. Ein bisschen viel Marmor und Stuck, ein bisschen viel Engel und Rosen – aber neu und tiptop.


Wäre da nicht das winzige Bad und die absolut fürchterlichen Kopfkissen, unglaublich dick, unnachgiebig und ballonähnlich, wäre das Maceo eine echte Empfehlung. Aber bevor wir unsere Köpfe irgendwie auf die Matratze betten, geht’s zum Fluss, zum Mekong!

Und zwar denkbar flott – raus aus dem Hotel, nächste Gasse links, 3 Minuten geradeaus (wobei man auch mal zur Seite blicken sollte! An einer Hauswand prang nämlich ein absolut beeindruckendes riesiges Bild einer Lady in Red!) – und schon sind wir nicht nur im Indochinamarkt, sondern auch praktisch mitten im Lokal „Macky’s“.


Und dann liegt er vor uns – The Mighty Mekong!


Auf der anderen Seite liegt Laos, die Grenze verläuft so in etwa in der Flussmitte. Zum Essen ist es noch zu früh, stattdessen spazieren wir die Promenade entlang, zunächst flussabwärts.

Das pilzförmige Gebilde ist eine Aussichtsplattform, von hier aus hat man einen guten Blick (falls man sich nicht mehr für das Handy interessiert …. man sieht – Mönche sind auch bloß Menschen …)

Ein Stückchen weiter wird zu Füßen (oder wie nennt man das bei Schlangen ….????) einer Naga Aerobic gemacht.

Schlangen sind hier wirklich allgegenwärtig.

Es ist immer noch etwas zu früh zum Essen, aber nie zu früh oder spät für eine Massage! Da die Füße in den letzten Tagen oft arg strapaziert wurden, bekommen sie jetzt 30 Minuten Zuwendung. Und wir fröhliche Unterhaltung von zwei supernetten Damen!

Es ist immer wieder erstaunlich, wie viel man auch ohne große Sprachkenntnisse voneinander erfahren kann! Nach 30 Minuten weiß ich Bescheid über den Familienstand , (1x Witwe, 1x verheiratet), das Alter, die Anzahl der Kinder und noch einiges mehr … Und hab ein paar neue Wörter gelernt – Sonnenuntergang und Hunger …

Beides ist jetzt da – der Magen knurrt, die Sonne sinkt, es wird Zeit für ein kühles Chang Bier und ein nettes Curry. Beides gibt es bei Macky’s, denn dass es nur wenige Dutzend Meter weiter mittlerweile einen riesigen Foodmarket gibt, sehen wir erst später.

Einstweilen genießen wir unser Essen und die Abendstimmung am Fluss.


Mit vollem Magen schlendern wir noch ein Stück weiter – und landen im Schlaraffenland! Echt – einen so üppig bestückten Foodmarket hab ich noch nie gesehen, schade, dass wir satt sind! Toll ist auch, dass man richtig bequem sitzen und essen kann.


Leider zu spät für uns – obwohl – sticky rice & mango geht irgendwie noch immer rein!!!! Und damit geht dann auch ein toller Tag zu Ende.

Fast – denn die Nacht wird leider etwas unbequem, die Kissen . . . !

Die heutige Strecke:

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