22. Dezember – Kurze Strecke zur Idylle: Mukdahan bis Khong Chiam

Nach nur einer Nacht verlassen wir Mukdahan wieder – vor knapp 4 Jahren waren wir zwei Tage geblieben, aber so wahnsinnig viel bietet die Stadt nicht.

Im Hotel De Ladda gibt’s Frühstück nicht nur mit Blick auf den Mekong, sondern auch mit Blick auf Paris! Im ganzen Haus findet man Wandgemälde mit Szenen aus Frankreich, im Restauran ist eine ganze Wand mit Pariser Straßenszenen verziert und es heißt dementsprechend auch „De Paris“.


Französisches Niveau hat das Frühstück leider nicht …

Die heutige Strecke ist kurz, gemütlich, geht über eher kleine Landstraßen, immer in Mekongnähe, aber selten in Sichtweite. Etwa auf halber Strecke machen wir einen Abstecher zum Chomdao Beach, wo die Felsenlandschaft im Mekong ähnlich spektakulär sein sollte, wie am Samphan Bok, aber deutlich weniger touristisch.

Letzteres stimmt – da war absolut nichts los. Eine kleine Bude, wo man was zu trinken kaufen konnte, ein extrem steiler Abstieg nach unten und eine Menge Felsbrocken. Sonderlich spektakulär war es allerdings nicht, was aber auch dem momentan recht hohen Wasserstand des Flusses geschuldet sein konnte. Denn nur in der Trockenzeit, wenn wenig Wasser im Fluss ist, kommen die Schluchten zum Vorschein.


Während Dieter zumindest mal runter stieg und sich umschaute, ersparte ich mir (und meinem Knie) den Abstieg und unterhielt mich stattdessen mit der Kioskbetreiberin und einem Mann, der mir einen Flyer in die Hand gedrückt hatte. Mit der Übersetzungsapp und ein paar Brocken Englisch klappte das erstaunlich gut. Offenbar ist hier allenfalls am Wochenende ein bisschen Betrieb, Bootsfahrten werden hier nicht angeboten – er empfahl, doch lieber zum Samphan Bok zu fahren.

Da waren wir aber schon zwei Mal – stattdessen ging’s direkt weiter nach Khong Chiam. Dort aber nicht gleich zur Unterkunft, sondern erst mal rauf auf den Hügel oberhalb des Dorfes, zum Wat. Dort thront unübersehbar und majestätisch der Wat Tham Khoo Ha.

Gleich links eine schneeweiße und wirklich beeindruckend schöne Gebäudeansammlung, die mit dem üppigen Palmengürtel eher wie eine Ferienanlage als ein Tempel wirkt.


Gegenüber ein gigantischer und üppig verzierter Gong.


Von einer kleinen Aussichtsplattform aus hat man einen tollen Rundumblick über Khong Chiam und die Flusslandschaft.
Die bietet hier noch eine Besonderheit – von rechts kommend mündet der Moon (auch Mun geschrieben) River in den Mekong. Während das Wasser des Mekong eher bräunlich-trüb ist, ist das des Moon River (im besten Fall) klar und blau.

Die Wasser vermischen sich nicht sofort, sondern es entsteht eine klare Grenze – deshalb nennt sich die Gegend auch „Two Coloured River“. So richtig gut sehen kann man sie allerdings nur selten – uns ist es bisher noch nicht gelungen.

Noch ein Eis aus einem der vielen kleinen Shops auf dem Tempelareal, dann geht’s zum heutigen Ziel – dem Orchid River Resort! Das kleine Resort am Mekong, nahe der Mündung des Moon River, wird von dem Deutschen Pe‘ mit seiner thailändischen Familie betrieben und ist ein echtes Idyll!


Nur 3 kleine Doppelbungalows und ein etwas größerer für Familien sind über ein großzügiges Areal verteilt.

Die hellen und gemütlichen Zimmer haben alle direkten Blick zum Mekong – und hier haben wir dann tatsächlich mal einen Hauch von Zweifarbigkeit im Fluss entdecken können! Man muss allerdings schon ziemlich genau hinschauen.

Zumal hier eher der Mekong (hinten) blau und der Moon River (vorne) braun wirkt … Tiefblau ist hingegen das Wasser des Pools, an den ich mich bald verziehe – natürlich erst nach ausgiebigem Schwatz mit Pe‘ und seinem Sohn Bon, der trotz seiner Jugend immer mehr ins Geschäft rein wächst.

Die Nacht kommt hier schon sehr früh – schon gegen 17:30 Uhr geht die Sonne unter, um 18 Uhr ist es stockfinster. Die Dämmerung ist hier sehr kurz.

Macht aber nix – umso mehr freut man sich auf ein prima Essen, heute mal mit deutschem Touch. Bei Metzgermeister Pe‘ kommt nur erstklassige Fleischqualität auf den Tisch, da kann man sogar mal ein Schnitzel probieren!

Es kommt mit knuspriger Panade, zartem Inneren und richtig krossen Pommes auf den Tisch – allerdings mit einer sehr erstaunlichen Gemüsebeilage!!! Alles hätte ich in Thailand erwartet – aber garantiert keinen Rosenkohl!

Wir erfahren, dass das Gemüse im Norden, bei Chiang Mai, angebaut wird, wo die Temperaturen zumindest nachts durchaus europäisches Niveau erreichen. Und auch hier passt es zu den Temperaturen – ein ziemlich kühler Wind macht lange Hosen und Jacke oder Pullover unbedingt zur Pflicht, denn man sitzt im Freien!

Ein Glas Rotwein wärmt dann aber doch recht gut und sorgt für die nötige Bettschwere …

Die heutige Strecke:

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