Die Stadt mit dem etwas schwierigen Namen hat uns vor zwei Jahren so gut gefallen, dass wir dieses Mal länger dort bleiben wollen.

Mawlamyine ist die viertgrößte Stadt Myanmars und bietet noch richtig viel koloniales Flair. Schöne alte Häuser, Parks und viele Bäume. George Orwell hat hier in den 1920ern fünf Jahre lang als Polizeioffizier gelebt, Rudyard Kipling erwähnt sie in seinem Gedicht „Road to Mandalay“.

Die Briten hatten die Stadt zwischen 1826-1852 kurzerhand zur Hauptstadt von British-Birma gemacht, ihr einen neuen Namen verpasst und auch gleich den Fluss umgetauft. Weiterlesen

Mit Ye ist es so eine Sache – einerseits ist es ein fast schon notwendiger Stopover-Punkt, weil ansonsten die ca. 330 km lange Strecke von Dawei bis Mawlamyine reichlich lang ist.

Obwohl die Straße inzwischen wirklich recht gut ist, ist man rund 8 Stunden mit dem PkW, mit dem Bus eher 10 Stunden unterwegs. 

Andererseits ist Ye wirklich nur ein verschlafenes kleines Städtchen, das allerdings etliche Highlights in der Umgebung bietet. Weiterlesen

Tagelang nichts als blauer Himmel und Sonne – und kaum haben wir mal nen faulen Strandtag geplant, sagt der Wetterbericht Wolken und Regen voraus.

Und auch die Realität bietet am Morgen dicke Wolken und grauen Himmel. Heiß und schwül ist es außerdem – eine kleine Abkühlung im Meer wäre also trotz allem nicht schlecht.

Wir lassen es langsam angehen, frühstücken erst mal in aller Ruhe, ausgiebig und mit allem, was die kleine Speisekarte so hergibt. Weiterlesen

„Wann gibt’s Frühstück?“ wollten wir gestern von Nawar wissen. Er meinte „Wann ihr wollt.“ 

Okay, aber wir wollten eigentlich wissen, wie lange – schließlich sind wir eher Langschläfer. „Es gibt Frühstück, wenn ihr wach seid und runter kommt – egal, wann das ist. Und wenn es erst am Nachmittag ist, ist das auch okay.

Schließlich seid ihr im Urlaub und sollt uns nicht nach uns richten, sondern wir richten uns nach euch … Ihr sollt euch hier zu Hause fühlen.“

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Dawei hatte uns letztes Mal so gut gefallen, dass wir dieses Mal drei Nächte dort bleiben wollen. Allerdings nicht wieder in dem etwas merkwürdigen Hotel vom letzten Mal, sondern in einer neuen Unterkunft etwas außerhalb.

Und die war ein Volltreffer – es gibt so Orte, wo man sich auf Anhieb total wohl fühlt. Das „Mandolis“ gehört unbedingt dazu!

Jetzt mussten wir bloß noch hin kommen – und da wurde es etwas kompliziert. Nicht, weil es nicht genügend Möglichkeiten gegeben hätte – sondern, weil wir uns nicht so recht entscheiden konnten. Weiterlesen

Myeik, das früher Mergui hieß und dem Archipel seinen Namen gab, war lange Zeit mehr oder weniger abgeschnitten vom restlichen Myanmar. 

Über Land kam man kaum hin, für Ausländer war es ohnehin verbotenes Terrain, durfte nur mit Sondererlaubnis bereist werden. Flüge gab es kaum und nur unzuverlässig und mit dem Schiff war es ein tagelanges Unternehmen.

Die alte Hafen- und Schmugglerstadt mit ihrer sehr bewegten und zum Teil blutigen Vergangenheit ist auch heute nur selten Ziel von Myanmar-Reisenden. Weiterlesen

Kawthaung ist umgeben von Inseln. Vielen Inseln. Alle nur mit dem Boot erreichbar. 

Alle – bis auf eine. Denn Pulo Tonton (auch Pulau Tonetone) kann man nämlich über eine Brücke erreichen!

Und zwar nicht über irgendeine normale Brücke aus Stahl und Beton, sondern über eine uralte Holzbrücke. Rund 1200 m lang ist sie, überquert das Meer und einen Mangrovensumpf, und obwohl sie ziemlich schmal ist, fahren Tuktuks, Motorräder und sogar Autos darüber. Weiterlesen

Mehr als 800 kleine und größere Inseln liegen im Mergui Archipel.

Bis vor wenigen Jahren durften Ausänder diese traumhafte Ecke der Andamanensee jedoch überhaupt nicht oder nur im Rahmen einer sündhaft teuren Tauchtour besuchen, wo man auf dem Schiff übernachten musste.

Einzige Ausnahme war Pulo mit dem Casino-Hotel Grand Andaman, das jedoch fast ausschließlich von reichen chinesischen Touristen frequentiert wurde. Weiterlesen

Frühes Aufstehen war heute angesagt. Eigentlich sollte unsere Inseltour erst um 8:45 losgehen, aber gestern Abend kam noch ein hektischer Anruf, man werde uns bereits um 7:15 abholen.

Warum, war uns nicht klar, aber Widerstand war ziemlich zwecklos.

Also stehen wir um 7:15 mit Schnorcheln und Handtüchern im Gepäck in der Lobby und harren der Dinge, die kommen sollten. Weiterlesen

In 15 Minuten ist man von hier aus mit dem Boot in Thailand – die Grenzstadt Kawthaung ist der südlichste Ort Myanmars.

Aber nicht die Nähe zu Thailand hat uns hierher gebracht, sondern Kawthaung ist auch das Tor zu einer einzigartigen Inselwelt – dem Mergui Archipel.

Hunderte von meist unbewohnten Insel-Perlen liegen hier in der Andamanensee, ein noch weitgehend intaktes Ökosystem mit Puderzucker-Stränden, Korallenriffen und einer artenreichen Fischwelt. Weiterlesen

Nachdem wir gestern eine halbe Ewigkeit im Stau gestanden waren, brachen wir heute mit einem großen Zeitpuffer zu unserer Bootsfahrt auf. Und waren in gut 10 Minuten schon am Jetty!

Offenbar kannte der heutige Taxifahrer ein paar Schleichwege. Jedenfalls hatten wir so genug Zeit, um unsere Tickets zu kaufen und uns den staunenden Blicken der Mitreisenden auszusetzen.

Es kommt offenbar sehr selten vor, dass sich Farangs hierher verirren und den Waterbus nutzen. Weiterlesen

Wenn man mit verbundenen Augen hierher gebracht würde, könnten alle, die schon mal da waren, bestimmt auf Anhieb sagen, wo sie sind.

Myanmar kann man nämlich sehr deutlich riechen! Schon im Flughafen, wenn man aus dem Gepäckbereich in die Ankunftshalle kommt, ist er da – der unverwechselbare Geruch des Landes.

Eine Mischung aus pfeffrig, zitronig, kalkig – der Geruch der Betelnuss-Päckchen, die fast in jeder Männerbacke stecken und die Zähne tiefrot färben. Weiterlesen

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