29. Juni – Am Helford River

 2013-06-29 29-06-2013 - Helford 044Heute gingen wir getrennte Wege – Abud und Margret wollten nach Lands End, uns zog es weg von dieser nebligen Ecke Cornwalls. Wir  fuhren erneut Richtung Lizard.

Routi, unser Navi, lotste uns zuverlässig durch winzige Sträßchen nach Helford

Dort wanderten wir erst mal am Helford River entlang, der hier nach ein paar Kilometern ins Meer mündet.

Die Sicht war über weite Strecken ziemlich eingeschränkt durch Hecken, Büsche und Bäume – insgesamt sollte sich herausstellen, dass diese Wanderung es nicht auf unsere Favoriten-Liste schaffen würde.

Aber erst mal stiefelten wir los – und gelegentlich erhaschten wir doch schöne Blicke über den Fluss und zur anderen Seite.
Wir passierten winzige verträumte Strände.
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… wanderten durch dschungelartigen Laubwald.
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Dann öffnete sich der Weg und gab den Blick frei auf die Flußmündung.
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Dann kam ein Felsen mit Kormoranen in Sicht –
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– der kleine Felsen unten rechts. Jetzt zeigte das Teleobjektiv mal, was es drauf hatte: Die Vögel wirkten zum Greifen nah!
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Sowohl die Blicke zurück, zur Flußmündung, als auch nach vorne waren wunderschön.
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Der Weg führte teils durch ziemlich dorniges Gebüsch – zum Glück hatten wir heute Jeans an, so dass unsere Beine intakt blieben.
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Es dauerte nicht lange, bis wir den Landspitze umrundet hatten und uns erneut ins Landesinnere wandten, wieder an einem Fluss entlang. Zuerst sahen wir uns die Sache von oben an …
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Dann durchquerten wir den Hang und kamen unten bei der alten Kirche von St. Anthony ans Wasser.
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Und hier machten wir einen mehr als dummen Fehler: Es gab einen Pfad am Wasser entlang, der zwar mit dem Hinweis “Nur bei Ebbe” versehen war, aber er schien auf den ersten Blick frei zu sein – also liefen wir los.

Und das war, wie sich bald herausstellte, eine ziemliche Dummheit, denn wir balancierten mühsam über algenbedeckte Steine, durch Schlamm und Seegras…
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Zunächst hatten wir noch die Hoffnung, irgendwie durch zu kommen – aber nachdem ein größerer Baum auf dem Weg lag und wir ins Wasser hätten ausweichen müssen, kehrten wir notgedrungen um und schlidderten den gesamten Weg zurück.

Bald wurde es jedoch wieder freundlicher.
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Kurz vor Ende der Wanderung stellte ich plötzlich fest, dass mein nur nachlässig zwischen die Rucksacktragebänder gezogener Pullover weg war. Das schmerzte heftig, den es war eines meiner Lieblingsstücke. Aber deswegen den ganzen Weg zurück gehen???

Ich hatte ja keine Ahnung, wo er runtergefallen war. Also versuchte ich, den Rest des Weges dennoch zu genießen, mich an den schneeweißen Häusern in Helford und dem romantischen Ambiente zu freuen.
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Eigentlich wollten wir in Helford Tee trinken, aber das örtliche Pub hatte keinen Parkplatz und wir waren inzwischen doch etwas zu müde, um den ganzen Weg vom öffentlichen Parkplatz runter in den Ort zu laufen. Dieter hatte ein hübsches Inn mit Garten in Manaccan im Gedächtnis, also fuhren wir dort hin.

Hier waren wir auch auf der Wanderung durchgekommen und aus einem Impuls heraus bat ich Dieter, an der Kirche anzuhalten – wir hatten uns vorhin den Friedhof angesehen und ich hatte die vage Vorstellung, dort vielleicht meinen Pulli verloren zu haben. Aber er lag nirgends …

Auf der anderen Seite des Friedhofs bemerkte ich ein offen stehendes kleines Tor und da in England Tore eigentlich immer geschlossen werden sollten, um Tiere fern zu halten, durchquerte ich den Friedhof, um das Törchen zu schließen. Und dann traute ich meinen Augen nicht – auf der anderen Straßenseite hing über einem Straßenschild mein vermisster Pullover!!!!

Das Inn war hingegen nicht mehr so schön wie früher, wir fuhren also weiter nach Coverack und tranken dort Kaffee in der Sonne mit Blick aufs tiefblaue Meer.
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Coverack ist winzig, aber malerisch, mit einigen netten alten Fischerhäuschen.
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Wir beschlossen unseren Ausflug in Porthleven, zunächst mit einem Bier im Harbour Inn.
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… dann mit einem kurzen Spaziergang am Hafen mit der markanten Kirche am Ende, der mehrfach in Rosamunde Pilcher Filmen zu sehen war.
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Zurück in St. Ives trafen wir uns wie jeden Abend am Sloop Inn, wo der aufziehende Nebel dem Hafen ein fast magisches Ambiente verlieh.
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