13. Januar – Yangon: Manches ist jetzt anders

Nordthailand 694Mmmhhhh – das Frühstück war einfach super!

Wie kommen ja ziemlich rum und kennen jede Menge gute Hotels in Südostasien – aber das Frühstück im Traders in Yangon kann so schnell keines toppen! 

Hier gibt es nicht nur die obligatorische Eier-Station, wo Eier nach Wunsch zubereitet werden, und eine Waffel-Pancake-Station– es gibt auch eine indische Station, eine japanische, eine chinesische, eine burmesische …

Dort gibt es u.a. auch Mohinga – einer Fischsuppe, die wir bis jetzt noch immer nicht probiert haben, die Riech-Probe hat mich nicht sooo sehr überzeugt 😉 Und eine wunderbare Suppen-Station, wo ich mir gleich ein Schälchen heißer Brühe mit Nudeln, diversen Kräutern usw. holte.

Natürlich werden auch zig Brotsorten, Käse (sogar Ziegenkäse und Roquefort!), geräucherter Fisch, Schinken usw., viel Obst und jede Menge Kuchen angeboten … Vielleicht liegt es daran, dass in dem Gebäude sehr viele Büros der UNO untergebracht sind – und viele Mitarbeiter auch ein Apartment im Haus bewohnen und im Restaurant essen. Jedenfalls ist das Preis-Leistungsverhältnis – noch – absolut Top – 65$ fürs Zimmer inkl. Frühstück.

Rundum gesättigt machten wir uns auf, um Geld zu tauschen. Eigentlich ziemlich einfach jetzt, es gibt seit neuestem richtige Wechselstuben, der Nervenkitzel des schwarzen Markts entfällt. Aber wir hatten nicht mit der burmesischen Bürokratie gerechnet – ohne Pass geht nix! Den hatten wir natürlich nicht dabei, die Wechselstube im Central Hotel akzeptierte schließlich auch Dieters Personalausweis, wollte aber nicht mehr als 300 € wechseln. Die Euro-Scheine wurde akribisch geprüft, mehrere Unterschriften mussten geleistet werden, dann zogen wir mit 307.500 Kyat von dannen.

Der Reichtum wurde gleich in den Safe des Hotels gebracht, aber wir wollten ja unseren gesamten Bedarf an Kyats in Yangon abdecken, deshalb holten wir nochmal Euros, um weitere 300 € zu wechseln.

Vor dem Hotel sprach uns ein Inder an und bot einen etwas besseren Wechselkurs als die Wechselstube. Wider besseres Wissen folgten wir ihm zu seinem “Office”, das sich als Bude am Bahnhof entpuppte, wo gleich noch ein paar weitere Inder auftauchten, die das Geschäft abwickeln wollten. Wir hatten die Kyat bereits in den Händen und überreichten unsere drei 100-€-Scheine, als die Herren plötzlich 1000 Haare in der Suppe fanden – die Seriennummern unserer Scheine seien nicht in Ordnung, sie wollten statt der 100er auf einmal 50-Euro-Scheine und plötzlich sollte der Kurs viel niedriger sein.

Da gab es nur eines – Euro wieder einstecken, Kyat zurückgegeben und machen, dass wir weg kamen! Die alte Warnung “Trau keinem Inder in Yangon!” hatte sich mal wieder bewahrheitet – allerdings hatten wir keinen Schaden davon getragen.
Da wir schon mal am Bahnhof waren, schlenderten wir ein bisschen herum – es sieht schon etwas schlichter aus, als auf einem deutschen Bahnhof!
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Am Beschwerdeschalter war nicht viel los!
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Den Fahrplan konnten wir leider nicht lesen.
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Bahnhofs-Buchhandlung
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Wartezeiten können auch mal länger sein.
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Ein Zug verlässt den Bahnhof
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Der Hauptbahnhof von Yangon

Inzwischen hatte die offizielle Wechselstube Mittagspause, also machten wir uns auf Richtung Fluss.Leider war uns das schlechte Wetter von Chiang Mai offenbar gefolgt – der Himmel war bedeckt, es war diesig, die Sonne machte höchstens mal einen halbherzigen Versuch, sich zu zeigen.

Wir hofften auf besseres Wetter am Nachmittag, denn die goldenen Pagoden sehen im Sonnenlicht einfach viel schöner aus.

Sule Pagode

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Zum Teil wunderschöne Kolonialarchitektur – aber völlig verfallen. Andere Häuser wurden inzwischen restauriert.
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Am Fluss das übliche Gedränge an der Fähre nach Dala, vor dem Hafen-Gebäude wird Obst verkauft.

Wir mussten als Ausländer wieder unsere (vielfach teureren) Tickets beim Hafenmeister lösen.

Die Fähre ist ein brodelndes Durcheinander von Menschen, Tieren und Fahrzeugen – es gibt nichts, was hier nicht transportiert wird.

 

Währenddessen sortieren die Händler am Pier ihre Waren für die nächsten Passagiere.

In Dala angekommen, ergießt sich der Inhalt der Fähre an Land – wir steigen ebenfalls aus.

Von zwei Trishaw-Fahrern lassen wir uns zu einer Rundfahrt überreden – wir haben Dala zwar schon mal ausgiebig erkundet, aber die beiden beknien uns derart, dass wir schließlich nachgeben. Aber definitiv nur eine Stunde – wir wollen ja noch mal Geld wechseln!

Die Armut ist hier extrem – unglaublich viel Müll, völlig verdreckte Kanäle, ein kleiner Markt, der derart armselig wirkt, dass es uns wirklich erschüttert.

Beim letzten Mal sah alles sehr viel besser aus, die schweren Überschwemmungen vor einigen Jahren haben hier wohl vieles zerstört.

Die Jungs werden großzügig entlohnt und wir setzen wieder über zur Stadt.

Überall gibt es Leckereien – aber wir verzichten im Moment…

Zurück in der Wechselstube stellen wir fest, dass das Wochenende auch hier heilig ist: Freitags ist um 15 Uhr Schluss, geöffnet wird erst wieder am Montag!

Zum Glück gibt es auch eine Ausnahme – die Wechselstube im Bogyoke Market hat noch auf! Also wird das restliche Geld gewechselt und anschließend gönnen wir uns einen Drink bei Zawgyi.

Dort landen wir – nach einem Zwischenaufenthalt am Hotelpool – auch wieder zur Happy Hour und bleiben gleich noch zum Essen. Die Shwedagon Pagode haben wir heute nicht besucht – ohne Sonne ist sie auch nur halb so schön -, auch einiges andere blieb unerledigt – aber wir kommen ja in 14 Tagen wieder!

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