23. Dezember – Pilze suchen, Bilder gucken: Pha Taem Nationalpark

Während daheim hektisch die letzten Weihnachtsvorbereitungen getroffen werden, ist es hier wenig weihnachtlich. Zwar dudeln Weihnachtslieder aus dem Lautsprecher, es steht ein Minibäumchen am Fluss, aber ansonsten ist das einzige Zugeständnis hier ein duftendes Zimtbrot mit Rosinen, das ein ganz kleines bisschen an Lebkuchen erinnert.

Falls ich es noch nicht erwähnt habe – hier kommt das Brot aus der eigenen Backstube! Pe‘ backt täglich, und immer eine andere Sorte. Die kriegen die Gäste dann zum Frühstück.

Heute hatte ich mal die gesunde Variante gewählt, mit Joghurt, Obst und Müsli – es gibt aber natürlich auch Eier in diversen Variationen. Eine solide Grundlage war heute wichtig, denn wir wollten Pilze suchen und Bilder entdecken. Dazu muss man in den Pha Taem Nationalpark fahren, Eintritt bezahlen (200THB pro Person) und dann kommen wenig später schon die riesigen steinernen Pilze in Sicht.


Nach einigem Herumgekraxele ging’s weiter, Richtung Felsplateau. Auf der riesigen Felsklippe stellen wir das Auto ab, weiter geht’s zu Fuß Richtung Infopavillon. Dort informieren Plakate und Infotafeln über das, was es hier zu sehen gibt – prähistorische Felszeichnungen!

Die muss man sich allerdings erlaufen, d.h. erst mal ein Stück über den Felsen gehen, wo offenbar alles für ein Fest am Abend vorbereitet wird. Eine Band mit eher betagten Musikern stellt gerade ihre Instrumente auf.

Ein Stück weiter werden Kabel verlegt und am Verstärker gebastelt. Wir steuern vorsichtig um die Kabel herum und genießen zunächst mal die Aussicht. Dabei muss man aufpassen, denn jenseits des Klippenrandes geht’s senkrecht in die Tiefe!


Eine Infotafel informiert detailliert über die Sonnenauf- und Untergangszeiten , die niedrigste und höchste  Temperatur des heutigen Tages. Jetzt ist es quasi amtlich, dass es nachts ganz schön frisch wird!

Wir nehmen jetzt den Abstieg in Angriff und steigen über unzählige krumme Steintreppen bis zu einem Weg unterhalb der überhängenden Klippe.

Der schlängelt sich über gut 2 km an der Klippe entlang.

Er ist relativ eben und gut zu begehen, allerdings strahlt die Felswand die mittlerweile durchaus vorhandene Hitze zurück, es ist ganz schön heiß hier unten! Zum Glück gibt es auch immer wieder schattige Abschnitte.

Ein Blick nach oben – da wird einem fast schwindelig! Ganz oben, an der Abbruchkante, waren wir vor kurzem noch gestanden!

Nach einem knappen Kilometer kommen die ersten Wandzeichnungen. Gut zu erkennen sind sie nicht und mittlerweile auch etwas vor zudringlichen Besuchern geschützt.


Es geht nochmal knapp 400m weiter, dann kommen die nächsten Zeichnungen, die die bedeutendsten sind. Über eine weite Strecke sieht man hier die rötlichen Malereien – allerdings braucht man manchmal schon eine gehörige Portion Fantasie, um zu ahnen, was hier dargestellt wird.


Obwohl wir eigentlich fest vorgehabt hatten, dieses Mal die gesamte Strecke zu gehen und dann oben über die Felsen zurück zum Parkplatz, erscheint das jetzt doch nicht mehr soo verlockend (zumal oben auch irgendein Hinweis zu einer Sperrung gestanden hatte) und wir kehren um und gehen zurück.

Oben angekommen, hörte man die Oldie-Band schon von weitem.

Sie spielten klassische Thai-Musik, aus der mittlerweile aufgebauten Verstärkeranlange am anderen Ende jaulte Thaipop – eine ziemliche Kakophonie! Bei den Oldies blieben wir ein Weilchen stehen und bewunderten – zu deren absolutem Entzücken!!! – das Temperament der Altherrentruppe!

Noch was kaltes zu trinken mit Blick auf die Mekong-Ebene … und dann tat sich hier noch einiges! Ein LKW fuhr heran, darauf seltsame Gestalten, die von Soldaten abgeladen wurden.

Ich traute meinen Augen kaum – eine gigantische Strohkatze und – irgendwie schienen die Thais die Festivitäten etwas durcheinander gebracht zu haben – ein Osterhase! (Mittlerweile vermute ich allerdings, dass es keine Katze, sondern ein Tiger sein sollte und das andere ein Hase. Den 2022 ist das Jahr des Tigers, 2023 folgt das Jahr des Hasen – das kommt dann schon eher hin)

Die Tiere wurden sorgsam abgeladen und auf dem Rasen abgestellt.


Und da stehen sie jetzt … während wir davon fuhren!

Die Strecke:

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