4. bis 7. März – Gili Air

Bei strahlender Sonne kamen wir auf Gili Air an und irgendwie schien dort alles insgesamt viel heller und freundlicher zu sein. Wir landeten direkt am Strand des Beach Club, einem kleinen Hotel, im Juni 2012 eröffnet und unter australischer Leitung.

Es machte gleich einen guten Eindruck, der kleine Bungalow hell und blitzsauber, davor eine große Terrasse mit gemütlichem Sofa, von der man sogar ein Stückchen Meer sah.
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Auch das Bad war eine Augenweide – Dusche unter freiem Himmel, Waschbecken und Toilette hingegen gut gegen Witterungsunbill geschützt, alles aus hellem und dunklem, etwas rauhem Stein … eine echte Verbesserung zu Trawangan!

Die Anlage ist winzig – zwei Reihen mit je 5 Bungalows stehen sich in einem kleinen Garten gegenüber – aber die ganze Insel ist ja ein Zwerg.
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Weil die Sonne so schön schien, legten wir uns sofort in die gemütlichen Sitzschalen mit dicken Kissen am Strand – und staunten, was hier so alles im Wasser schwamm!
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Seepferdchen sehen doch eigentlich ganz anders aus ….?

Ein langer Spaziergang in den winzigen Ort und noch ein ganzes Stück darüber hinaus (leider mal wieder die Kamera vergessen!) bewies, dass dieses Inselchen wirklich noch (fast) paradiesisch war:  Hier gibt es Puderzuckerstrände – obwohl sie bei Flut an etlichen Stellen auf Handtuchgröße zusammenschnurren, der kleine Ort wirkt sauber und fröhlich, das Hinterland wird z.T.landwirtschaftlich genutzt, es weiden Kühe und Ziegen auf saftigen Wiesen. Und das Wasser ist glasklar, allerdings relativ kühl – das kann aber auch mit dem heftigen Wind und dem vielen Regen der letzten Tage zusammenhängen.

Abends gab es dann endlich mal frischen Fisch vom Grill, ein Fisch namens “Sweetlips” – hatten wir noch nie gegessen, ziemlich festes Fleisch, aber sehr lecker! Und dann eine halbwegs ruhige Nacht – abgesehen von dem inzwischen schon fast obligatorischen Gewitter. Meine Erkältung macht sich langsam vom Acker!

5. März – Listen to the falling rain …..

Strahlende Sonne am Morgen, wir frühstückten mit den Füßen im Sand und freuten uns darauf, die Insel weiter zu erkunden – vielleicht ein bisschen schnorcheln? Aber erst mal wieder ab in die gemütlichen Liegen, ein bisschen Smalltalk mit den Nachbarn (ein älteres Paar aus Kanada und ein junges aus Stuttgart), ein bisschen lesen ….

Die Erfindung des Ebook-Readers hat uns auf dieser Reise schon über viele Wartestunden in Flughäfen und etliche Regentage hinweggeholfen, denn der Lesestoff geht nie aus – sofern man ab und zu die Stadtbücherei in Heidelberg und deren Ebook-Reservoir anzapft…
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Links vor uns lag Lombok in der Sonne – ein Blick nach rechts ließ allerdings Böses ahnen: Da zog eine pechschwarze Wolkenwand auf!
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Sie wälzte sich so schnell über ganz Lombok, so dass man die große Insel kaum noch sah, und breitete sich dann auch in unsere Richtung aus. Während ich noch staunend zusah und fotografierte, tobten bereits die ersten Windböen, die Jungs vom Beach Club sammelten schleunigst alle Kissen ein und wir schafften es gerade noch auf die Terrasse, als der Wolkenbruch losging.

Und das war’s dann auch mit dem schönen Wetter für diesen Tag – es regnete unaufhörlich …
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… den gesamten restlichen Tag und die ganze Nacht.

6. März – Same procedure as yesterday ….

Beim Aufwachen: Sonne!!!! Beim Frühstück: Sonne und Wind, ein paar Wölkchen am Himmel.
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Und dann das gleiche Spiel wie gestern – ab Mittag eine schwarze Wolkenwand, dann Sturm, Regen …

Ich wälzte mich die halbe Nacht unruhig im Bett, denn wir sollten ja morgens um 9 Uhr mit dem Boot ans Festland gebracht werden – und das Boot war praktisch offen! Mir blieb nur die Hoffnung, dass es – wie eigentlich jeden Morgen – um 9 Uhr noch nicht regnen würde! Vorsichtshalber packte ich jedoch Kleidung zum Wechseln in eine Plastiktüte und alles, was irgendwie wasser-empfindlich war, kam in den Koffer.

7. März – Drei Inseln an einem Tag: Gili Air – Lombok – Bali

Es regnete nicht!!!! Gili Air zeigte sich nochmal von seiner freundlichen Seite – allerdings war es sehr windig. Und als unser Boot anlegte, das allerdings erst mal das mitgebrachte Wasser über einen Schlauch in die Tanks an Land pumpen musste, sah es von rechts schon wieder ziemlich bedrohlich aus.

Unser Koffer wurde eingeladen …
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… dann kletterten auch wir etwas ungraziös an Bord und es ging los. Eine Achterbahn ist nichts gegen die Wellenberge und –täler, über die und durch die sich das kleine Boot kämpfen musste – dabei hatte die See vom Land aus eher harmlos ausgesehen.
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Aber im Notfall hätten wir uns auf einen der beiden leeren Wassertanks gesetzt, die mit uns das Boot teilten …
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Nach 20 Minuten hatten wir wieder festen Boden unter den Füßen – aber kein Fahrzeug für die Weiterfahrt zum Flughafen, obwohl Jess, der australische Manager, gestern Abend noch mehrfach mit der Agentur telefoniert hatte, um ganz sicher zu sein, dass wir an der richtigen Stelle abgeholt werden würden. Unser Boot hatte nämlich nicht am normalen Hafen
Bangral angelegt, sondern etwas nördlich davon, weil der Hafen berüchtigt ist für seine mafiösen Zustände und unser Wasserboot dort möglicherweise nicht hätte anlegen dürfen.

Ich gab einem der Bootsleute den Zettel mit der Nummer der Agentur und nach einigen lautstarken Telefonaten tauchte endlich ein Auto mit einem äußerst mürrischen Fahrer auf, der offenbar sehr ungehalten über irgendwas war und unseren Voucher während der gesamten Fahrt immer wieder misstrauisch studierte. Anfangs schlich er mit ca. 20 km/h dahin und wir befürchteten schon, unseren Flieger zu verpassen, später mutierte er dann zum Kamikazefahrer – das alles begleitet von ohrenbetäubender Musik und fortwährenden bösen Blicken in unsere Richtung.

Wir kamen nach ca. 2 Stunden aber noch sehr rechtzeitig an, checkten ein und warteten mal wieder, da der Flieger leichte Verspätung hatte. Der Flug selbst war kurz, die Aussicht gigantisch!
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Und dann waren wir wieder auf Bali!

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