24. März – Fußschonend mit Fahrrad-Rikscha

P1060101Unser letzter Tag in Hanoi, leider war es nach wie vor bedeckt und trübe, aber immerhin weiterhin recht warm.

Frühstück gab’s wieder in unserem kleinen Café Icy, für mich heute mit frischen Crêpes.

Danach machten wir uns auf – zu Fuß, zum Literaturtempel.

Dabei musste man zunächst die Bahnlinie überqueren – von einem wie auch immer gearteten gesicherten Übergang allerdings keine Spur, auch keine Unter- oder Überführung!

Nein, das Gleis (es gibt nur eines) verläuft einfach über die Straße und verschwindet dann zwischen den Häusern.

Den Tempel fanden wir ohne Probleme, es war dort allerdings gerammelt voll, überwiegend vietnamesische Jugendliche, z.T. ganze Schulklassen.

Der Tempel besteht aus insgesamt 5 hintereinander liegenden Innenhöfen.

Besonders eindrucksvoll ist der 3. Hof – dort gibt es nicht nur ein großes Wasserbecken, der “Brunnen der himmlischen Klarheit” (dessen Wasser allerdings nicht besonders klar ist …).

Außerdem befinden sich dort auch über 80 Stein-Stelen, die auf den Rücken von steinernen Schildkröten stehen. In die Stelen sind die Namen der insgesamt 1.307 Absolventen der kaiserlichen Prüfungen während der Lê- und der Mạc-Dynastien 1442 bis 1779 eingemeißelt.

Und wer selbst noch ein bisschen Glück bei der nächsten Prüfung braucht, legt ein paar Geldscheine auf den Rücken einer Schildkröte.

Auch im 4. Innenhof gibt es Schildkröten, auf deren Rücken Bronze-Kraniche stehen.

So richtig glücklich sehen die Schildkröten allerdings nicht aus …

Eine junge Andenken-Verkäuferin wollte unbedingt fotografiert werden.

Wir wollten weiter zum Truc Bach See – auf der Karte sah das allerdings nach einer längeren Wanderung aus. Das Angebot eines Cyclo-Fahrers, uns für 100.000 VND (rund 4 €) hinzubringen, kam uns also gerade recht.

Ein Taxi wäre zwar um die Hälfte billiger gewesen, aber die Cyclo-Fahrer sind wirklich die ärmsten Teufel hier und haben es echt nicht leicht. Außerdem musste er ja zwei nicht ganz leichte Ausländer transportieren.

Also strampelte er los, am Ho Chi Minh Mausoleum vorbei,

und am Präsidentenpalast (er hielt extra, damit wir fotografieren konnten).

Danach erreichten wir den West Lake und den Truc Bach See.

Dort setzte er uns direkt vor der Pagode ab, die wir ansehen wollten. Mal ein ganz anderer Baustil, mit einem Pagodenturm fast wie auf Penang – viele Etagen und auf jeder Etage mehrere Buddhas.

Die Pagode liegt sehr malerisch und ist auch innen interessant, mit vielen sehenswerten Details. Wir trieben uns deshalb eine ganze Weile herum, ich spendete auch etwas für den Erhalt der Bauten.

Draußen wartete unser Cyclofahrer immer noch, in der Hoffnung, uns auch wieder zurück fahren zu können. Ich hatte zwar Bedenken, weil die Strecke doch deutlich weiter war als die vorherige, denn wir wollten zum Hoan Kiem See zurück.

Aber er beteuerte, es sei kein Problem und für weitere 100.000 VND genossen wir eine wunderbare Fahrt, zuerst am See entlang, dann durch überwiegend stillere Seitenstraßen und zum Schluss durch die quirlige Altstadt – die Ausgabe hatte sich wirklich gelohnt und unser Fahrer hatte – für seine Verhältnisse – richtig gut verdient.

Am See gab’s Saft und Kaffee, anschließend gingen wir erst mal zurück ins Hotel und setzten uns dann mit Netbook ins Café gegenüber – hier gibt’s kostenloses W-Lan, dem Hotel wollte ich dafür wirklich kein Geld mehr in den Rachen werfen.

Später ging’s dann auf ein letztes Bier in unseren See-Biergarten und anschließend zu Madame Hien, wo wir allerdings wieder nicht so glücklich mit dem Essen waren – es war bei weitem nicht die exquisite Küche, die wir erwartet haben, sondern sehr mittelmäßig und das Bier war auch nicht richtig kalt.

Wir wären besser doch bei Pizza und Rotwein geblieben … ;-).

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