Tief im Osten

P1280301Reisfelder so weit das Auge reicht! Smaragdgün, zartgrün, das Wasser glitzert in der Morgensonne …

Der Isan ist trocken und braun, hatte ich gedacht – ist er auch. Manchmal.

Aber eben auch sehr grün, bietet Seen und saftige Felder und ist mit seinen vielen Bergen und Flüssen eine landschaftlich enorm abwechslungsreiche Landschaft.

Wir sind nach einem erstaunlich guten Frühstück schon recht früh auf den Hufen. Erstaunlich gut – weil es seit langem mal wieder eine richtige Eierstation gab und nicht nur lauwarme vorgebratene Spiegeleier. Und eine ordentliche Obst-Auswahl. Allerdings musste ich meine Gier nach frisch gebratenem Ei mit einer saftigen Brandblase büßen – die Eier werden hier nämlich individuell in kleinen Alu-Pfännchen zubereitet, diese dann auf einen Teller gestellt und darauf rutschen sie hin und her.

Der Versuch, das glühend heiße Pfännchen festzuhalten endete mit einer heftigen Verbrennung am Daumen …

Lecker war es aber trotzdem – zumal der Koch noch großzügig Frühlingszwiebeln und kleine Paprika-Stückchen drüber streute.

Tja – und dann gab es auf dem Weg erst mal die besagten Reisfelder …

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Und dann einen Zwischenstopp. Einmal um – siehe letzten Beitrag – die Conveniences aufzusuchen, aber wesentlich wichtiger und auch so geplant war der Besuch des Wat Tha Prat Phanom. Er gehört zu den bedeutendsten Heiligtümern des Landes und soll einen Splitter vom Schulterknochen Buddhas beherbergen.

In dem kleinen Örtchen That Phanom schien Markttag zu sein – die Straßen waren komplett vollgestellt mit Buden. Und es war fast kein Durchkommen mit dem Auto – außerdem gab es nirgendwo eine Parkmöglichkeit, überall wurde man sofort weiter gescheucht. Schließlich folgten wir den winkenden Gesten ein paar junger Männer, die uns auf einen Parkplatz lotsten. Und dort absolut und total unverschämte 100 Baht Parkgebühr verlangten! Alles Feilschen half nichts – wir hatten nur die Wahl, zu zahlen oder wieder weg zu fahren. Also entrichteten wir zähneknirschend den Obulus.

Und merkten auch wenig später, warum es hier so voll war – wir waren mitten in das eine Woche dauernde größte Tempelfest geraten, dass alljährlich zigtausende aus dem ganzen Land anlockt!

Der Weg zum Wat war mit den süßesten Versuchungen gepflastert…
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Denen wir allerdings tapfer widerstanden! Auch das Riesenrad ließen wir lieber bleiben – um mit zu fahren, hätten wir uns auf Zwergenformat zusammenfalten müssen.
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Der 57m  hohe schlanke Chedi ist schon von weitem sichtbar, er überragt einen Komplex mit mehreren Tempeln und Schreinen.
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Vor dem Eingang herrschte ein munteres Treiben, gedrängelt wurde allerdings nicht.
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Innen drängten sich die Gläubigen – allerdings war das Fotografieren mindestens genauso wichtig wie das Gebet. Man musste schließlich zeigen, dass man da gewesen ist!
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Ich kam ins Gespräch mit einer Thai, die in Hamburg lebt und mit ihrem Mann extra für dieses Festival angereist ist. Man erwirbt offenbar eine Menge Verdienste für’s Jenseits, wenn man hier gewesen ist!

Wir verließen das bunte Treiben und fuhren weiter – jetzt durch eindeutig trockenere Gegenden.
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Am Nachmittag hatten wir Khong Chiam und unsere Bleibe, das Tohsang Kongjiam Resort. Und waren erstmalig auf unserer Reise alles andere als begeistert – ein mehr als lauwarmer Empfang, die Damen an der Rezeption betrachteten Gäste offenbar als Störenfriede. Ein Zimmer, das eindeutig schon bessere Tage gesehen hatte – aber immerhin war es recht groß udn bot einen schönen Blick auf den Mekong.


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Nur – die Betten waren eine echte Zumutung! Uralte, völlig durchgelegene Sprungfeder-Matratzen, bei denen man jede einzelne Feder als Knubbel im Rücken spürt! Dafür, dass man hier mehr als 3 Mal so viel zahlen musste wie bei unserer letzten Unterkunft mit traumhaft bequemen nagelneuen Betten, war das schon ziemlich unverschämt.

Leider war zum Zeitpunkt unserer Buchung dieses Hotel praktisch das einzige im Ort – erst vor kurzem hatte ein weiteres kleines Resort geöffnet, das wir uns heute Abend noch ansehen wollten. Da auf Tripadvisor auch das Restaurant in den höchsten Tönen gelobt wurde und es auch nur ein paar Meter den Fluss runter lag, fuhren wir am späten Nachmittag dort hin.

Und das Lob war wirklich nicht übertrieben – das Orchid Riverside Resort ist ein kleines Paradies! Mächtige uralte Bäume stehen am Ufer, ein hübsches kleines Restaurant mit bequemen Stühlen und Traumblick.
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Betrieben wird das Ganze von Pé, einem Deutschen aus Aachen und seiner thailändischen Frau nebst Tochter und Schwiegersohn. Nach vielen Jahren auf Ko Chang hat sich die Familie jetzt hier eine neue Aufgabe gesucht.

Die kleinen Bungalows sind liebe- und stilvoll eingerichtet – und wer  es ruhig mag, mit viel Natur ringsum und gutem Essen, ist hier genau richtig.

Wir genossen hier nicht nur den Abend und ein nettes Gespräch mit Pé, sondern auch eine ausgezeichnete Thai-Küche! Und wünschten, wir könnten hier schlafen – denn in unserem Hotel hatte sich inzwischen eine Reisegruppe sich auf der Terrasse zur Abendunterhaltung mit Karaoke getroffen ….

Nicht nur deshalb, sondern auch wegen der extrem schlechten Matratzen, war die Nacht nicht wirklich entspannend!

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